Sichtkontrolle

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Sichtkontrolle (Sichtprüfung) ist die optische oder visuelle Kontrolle eines Produktes oder eines Produktteils auf Fehler als regulärer Fertigungsschritt am Ende oder nach Abschluss eines Teiles der Fertigung des Produktes oder des Produktteils zur Qualitätssicherung. Ebenso führt man Sichtprüfungen an in Betrieb befindlichen Teilen durch. Die Sichtprüfung als zerstörungsfreies Prüfverfahren wurde genormt in der DIN EN 13018 (Allgemeine Grundlagen der Sichtprüfung). In dieser Norm wird auch unterschieden zwischen:

  • Direkte Sichtprüfung ohne Hilfsmittel (also Betrachtung der Prüffläche mit dem bloßen Auge)
  • Direkte Sichtprüfung mit Hilfsmittel (optische Hilfsmittel wie z. B. Lupen, Endoskope, Spiegel)
  • Indirekte Sichtprüfung (mit Kamera, Videoskop, usw.)

Die Unterscheidung zwischen der direkten- und der indirekten Sichtprüfung wird in der Norm wie folgt definiert;

  • Direkte Sichtprüfung = Sichtprüfung ohne Unterbrechung des Strahlenganges zwischen Prüffläche und Auge des Betrachters.
  • Indirekte Sichtprüfung = Sichtprüfung mit Unterbrechung des Strahlenganges zwischen Prüffläche und Auge des Betrachters, d. h. Umwandlung des Lichtstrahls in eine andere Energieform, also in eine elektrische Information (Kamera)

Eine Sonderform der Sichtprüfung stellt die automatische optische Inspektion (AOI) dar, bei dem computergestützt jedes Bauteil photographisch erfasst und mit der computereigenen Bauteilebibliothek verglichen wird. Dadurch kann eine Baugruppe sehr schnell auf Vorhandensein oder Fehlen, bzw. richtige oder falsche Polarität der Bauteile überprüft werden. Ebenso ist dieses Verfahren auch auf jede einzelne Lötstelle der betreffenden Baugruppe anwendbar.

Weitere Sonderformen sind; Triangulation, Zeilenkameramesstechnik, Fotogrammetrie, Phasenlaufzeitmessung, Interferometrie. (Diese Sonderformen der Sichtprüfung werden zu einem späteren Zeitpunkt erläutert).

Typische Mängel, die durch Sichtkontrolle entdeckt werden sollen[Bearbeiten]

Mechanische Beschädigung (Kratzer, Risse), Schmutzablagerungen, Montagefehler, Gratbildung, Endkraterrisse und Einbrandkerben. Daneben können auch Farbänderungen (Anlauffarben bei z. B. austenitischen Stählen), Oberflächenrauheiten und Ansatzbindefehler gut durch Sichtkontrolle erkannt werden.

Anwendungsbereiche[Bearbeiten]

  • Fertigung elektronischer Leiterplatten
  • elektronische und mechanische (Oberflächengüte) Baugruppenfertigung
  • in der Lebensmittelproduktion: Reinigung von Mehrwegflaschen und Eierinspektion, außerdem zur
  • zerstörungsfreien Prüfung aller Art
  • Kombination mit weiteren Prüfverfahren zur Verdeutlichung der Oberflächenungänzen (z. B. Automobilindustrie, Energieindustrie , Luftfahrt...) [1]

Hilfsmittel[Bearbeiten]

Nachteile der Sichtkontrolle[Bearbeiten]

Da die Sichtkontrolle hauptsächlich als Tätigkeit durch Menschen ausgeführt wird, unterliegt sie gerade deshalb gegenüber automatisierten Prüfungen einem schlechten Wirkungsgrad. Gründe dafür sind z.B. Konzentrationsschwankungen, Leistungsdruck, Ermüdung, Umfeldeinflüsse, etc. Dadurch ergibt sich ein "Durchschlupf" (nicht entdeckte Fehler), der je nach Komplexität des Prüflings und den entsprechenden Arbeitsbedingungen zwischen 5 % und 30 % liegen kann. Selbst mehrere gleichartige Sichtkontrollen hintereinander verbessern die Effektivität nur mäßig.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rissprüftechniken und Rissprüfungsvarianten, (Scholz Rissprüftechnik GmbH).