Sicilia (Provinz)

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Provinz Sicilia

Sicilia war die erste Provinz des römischen Reiches. Zum Gebiet der Provinz gehörten die Inseln Sizilien und Malta.

Nach dem Ende des ersten Punischen Krieges 241 v. Chr. fielen die karthagischen Besitzungen auf Sizilien an Rom und wurden ab 227 v. Chr. von einem Prätor verwaltet; der erste war Gaius Flaminius.[1] Das Territorium Hierons II. von Syrakus im Osten der Insel blieb jedoch zunächst unangetastet. Erst nach Hierons Tod 215 v. Chr. und einem Sieg über die griechischen Städte Syrakus und Akragas wurde ganz Sizilien römisches Herrschaftsgebiet. Der Amtssitz des Prätors war Syrakus (lateinisch Syracusae); er wurde von zwei Quästoren in Syrakus und Lilybaeum unterstützt.

27 v. Chr. wurde die Provinz von Augustus neu geordnet als „senatorische“ Provinz mit einem Prokonsul aus der Rangklasse der ehemaligen Prätoren. Danach gab es sieben coloniae auf Sizilien:

Außerdem gab es acht Städte im Rang eines municipiums:

In der Spätantike gehörte Sicilia zur dioecesis Italiae. 439 fiel Sicilia an die Vandalen und ab 493 an die Ostgoten, ab 535 gelangte es unter byzantinische Herrschaft und blieb darunter bis zur arabischen Eroberung 827.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. So Solinus 5; vgl. Titus Livius 33, 42; Karl-Ludwig Elvers: Flaminius [1]. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 4, Metzler, Stuttgart 1998, ISBN 3-476-01474-6, Sp. ?. Anderswo wird der von Solinus als erster Prätor auf Sardinien genannte Marcus Valerius Laevinus, der später während des Zweiten Punischen Krieges Statthalter von Sizilien wurde, als erster Prätor auf Sizilien bezeichnet: Tassilo Schmitt: Valerius [I 27]. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 12/1, Metzler, Stuttgart 2002, ISBN 3-476-01482-7, Sp. ?.