Sickerode

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sickerode
Sickerode
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sickerode hervorgehoben
51.25222222222210.121666666667230Koordinaten: 51° 15′ N, 10° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Eichsfeld
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Ershausen/Geismar
Höhe: 230 m ü. NHN
Fläche: 2 km²
Einwohner: 145 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 73 Einwohner je km²
Postleitzahl: 37308
Vorwahl: 036082
Kfz-Kennzeichen: EIC, HIG, WBS
Gemeindeschlüssel: 16 0 61 086
Adresse der Verbandsverwaltung: Kreisstr. 4
37308 Schimberg
Webpräsenz: www.ershausen-geismar.de
Bürgermeister: Gundolf Gothe
Lage der Gemeinde Sickerode im Landkreis Eichsfeld
Niedersachsen Hessen Kyffhäuserkreis Landkreis Nordhausen Unstrut-Hainich-Kreis Am Ohmberg Am Ohmberg Am Ohmberg Arenshausen Asbach-Sickenberg Berlingerode Bernterode (bei Heilbad Heiligenstadt) Birkenfelde Bodenrode-Westhausen Bornhagen Brehme Breitenworbis Büttstedt Buhla Burgwalde Deuna Dieterode Dietzenrode-Vatterode Dingelstädt Ecklingerode Effelder Eichstruth Ferna Freienhagen (Eichsfeld) Fretterode Geisleden Geismar Gerbershausen Gernrode (Eichsfeld) Gerterode Glasehausen Großbartloff Hausen (Eichsfeld) Haynrode Heilbad Heiligenstadt Helmsdorf (Eichsfeld) Heuthen Hohengandern Hohes Kreuz Hundeshagen Kallmerode Kefferhausen Kella Kella Kirchgandern Kirchworbis Kleinbartloff Kreuzebra Krombach (Eichsfeld) Küllstedt Leinefelde-Worbis Lenterode Lindewerra Lutter (Eichsfeld) Mackenrode (Landkreis Eichsfeld) Marth Niederorschel Pfaffschwende Reinholterode Röhrig Rohrberg (Eichsfeld) Rustenfelde Schachtebich Schimberg Schönhagen (Eichsfeld) Schwobfeld Steinbach (Eichsfeld) Sonnenstein (Gemeinde) Steinheuterode Tastungen Teistungen Thalwenden Uder Volkerode Deuna Wachstedt Wahlhausen Wehnde Wiesenfeld (Eichsfeld) Wingerode WüstheuterodeKarte
Über dieses Bild

Sickerode ist eine Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Ershausen/Geismar im thüringischen Landkreis Eichsfeld.

Lage[Bearbeiten]

Sickerode im Südeichsfeld aus nordöstlicher Richtung gesehen

Der Ort Sickerode befindet sich etwa 13 km (Luftlinie) südlich der Kreisstadt Heiligenstadt im Tal der Rode, zwischen der Gobert im Westen und dem Misseröder Kalkrücken im Osten. Höchste Erhebung in der Gemarkung ist der Sickeröder Berg (386,4 m ü. NN).

Nachbarorte sind Pfaffschwende und Volkerode im Westen, Wiesenfeld im Nordwesten, Misserode im Osten und Geismar im Südosten.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste sichere urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1398.[2] Die Kirche wurde im Jahr 1730 erbaut. Der Ort gehörte bis zur Säkularisation 1802 zu Kurmainz. 1802 bis 1807 war der Ort preußisch und kam dann zum Königreich Westphalen. 1815 bis 1945 war er Teil der preußischen Provinz Sachsen. Um 1840 wurden die preußischen Orte des Eichsfeldes statistisch erfasst. Im Ort gab es 42 Wohnhäuser, 55 Scheunen und Ställe, ein Gemeindehaus, die Kirche, die Schule und drei Mühle. Im Ort lebten 285 katholische Einwohner. Die Schule besuchten 26 Knaben und 21 Mädchen, sie wurden von einem Dorfschullehrer unterrichtet. Als Handwerke und Gewerbe werden im Ort genannt: zwei Schneider, zwei Tischler, ein Grobschmied, ein Pflasterer, ein Maschinen- und Mühlenbauer, zwei Schankwirte. Die Dorfflur umfasste 617 Morgen Fläche, die landwirtschaftliche Nutzfläche umfasste davon 504 Morgen Ackerland, 15 Morgen Gartenland, 35 Morgen Wiesen. Ferner wurden 38 Morgen Gemeindewald und 24 Morgen Brachland genannt. Der Ertrag der Felder wurde als gering eingeschätzt. Der gesamte Viehbestand umfasste 7 Pferde, 56 Rinder, 65 Schafe, 27 Ziegen und 34 Schweine.[3] Im Ort waren drei vom Flüsschen Rode angetriebene Mühlen - die Thormühle, die Spitzmühle und die Obermühle vorhanden.[4]

1945 bis 1949 kam der Ort zur sowjetischen Besatzungszone und war ab 1949 Teil der DDR. Von 1961 bis zur Wende und Wiedervereinigung 1989/1990 wurde Sickerode von der Sperrung der nahen innerdeutschen Grenze beeinträchtigt. Seit 1990 gehört der Ort zum wieder gegründeten Bundesland Thüringen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1933: 237 1
  • 1939: 212 1
  • 1994: 186
  • 1995: 186
  • 1996: 185
  • 1997: 189
  • 1998: 186
  • 1999: 183
  • 2000: 179
  • 2001: 176
  • 2002: 173
  • 2003: 171
  • 2004: 172
  • 2007: 165
  • 2009: 157
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik
1) Michael Rademacher: "Deutsch-österreichisches Ortsbuch 1871–1945"

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat von Sickerode setzt sich aus 6 Gemeinderatsmitgliedern zusammen.

  • Wahlbündnis FWG: 6 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)[5]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Gundolf Gothe (FWG) wurde am 6. Juni 2010 wiedergewählt.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Erhard Müller: Die Ortsnamen des Kreises Heiligenstadt. Heilbad Heiligenstadt 1989, S. 42.
  3.  Carl August Nobrack: Ausführliche geographisch-statistisch-topographische Beschreibung des Regierungsbezirks Erfurt. Erfurt 1841, S. 169.
  4.  Volker Große, Klaus Herzberg: Spitzmühle /Thormühle /Obermühle. In: Maik Pinkert (Hrsg.): Mühlen im Obereichsfeld. Ein Kompendium. Eichsfeld-Verlag, Heiligenstadt 2008, S. 302–306.
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKommunalwahlen in Thüringen am 7. Juni 2009. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 7. März 2010 (PDF; 1,9 MB).
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKommunalwahlen in Thüringen am 6. Juni 2010. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 6. Juni 2010.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sickerode – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien