Sidekick
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Der Begriff Sidekick (engl.: Handlanger, Kumpan) bezeichnet in der darstellenden Kunst eine spezielle Art von Nebenrolle.
Oft hat der Sidekick die dramaturgische Aufgabe, sich vom Helden dessen Gedanken und Pläne erklären zu lassen, so dass diese verbalisiert werden und der Zuschauer auch ohne allwissenden Erzähler oder inneren Monolog von ihnen erfährt. Ein klassisches Beispiel ist Dr. Watson, dem Sherlock Holmes erklärt, wie er die Fälle gelöst hat.
Im Comic bezieht sich der Ausdruck auf einen dem Superhelden zur Seite gestellten Helfer (z. B. Batman und Robin oder Green Arrow und Speedy).
Einige TV-Serien nennen (oft sogar innerhalb der fiktiven Welt) den Sidekick des Helden „Anhängsel“.
Im Film werden jene Nebendarsteller als Sidekick bezeichnet, deren Charaktere darauf angelegt sind, dem Zuschauer zu gefallen. Zumeist sind diese Nebendarsteller im Film auch für die Komik verantwortlich. Der Sidekick ist außerdem dafür prädestiniert, während des Films effektvoll zu sterben, vor allem im klassischen Western. In den 1930er Jahren erhielten die Abenteuerfilme von Errol Flynn durch dessen Sidekick Alan Hale ihre komische Note.
Jene Nebenfiguren, die den Schurken als Gegner der Helden zur Seite stehen, werden weniger als Sidekick, sondern eher als Schergen oder Lakaien bezeichnet (das englische Äquivalent zum Schergen oder Lakaien ist der Henchman (z. B. Crabbe und Goyle als Henchmen von Draco Malfoy in der Harry-Potter-Reihe)
Im Fernsehen bezeichnet Sidekick einen Ansprechpartner oder Gehilfen des Moderators, der aktiv in den Ablauf eingebunden ist und mit dem sich das Publikum persönlich identifizieren soll, z. B. die Assistentin Maren Gilzer in Glücksrad, Heinz Eckner in Rudi Carrells Show Am laufenden Band, Hias in Karl Moiks Musikantenstadl, Herbert Feuerstein in Schmidteinander, Manuel Andrack in der Harald Schmidt Show, Harald Schmidt in Olympia mit Waldi & Harry oder „Showpraktikant“ Elton in Stefan Raabs TV total.

