Sieben Tage im Mai
| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel | Sieben Tage im Mai |
| Originaltitel | Seven Days in May |
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1964 |
| Länge | 118 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Stab | |
| Regie | John Frankenheimer |
| Drehbuch | Rod Serling |
| Produktion | Edward Lewis John Frankenheimer |
| Musik | Jerry Goldsmith |
| Kamera | Ellsworth Fredricks |
| Schnitt | Ferris Webster |
| Besetzung | |
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Sieben Tage im Mai (Original: Seven Days in May) ist ein in Schwarzweiß gedrehter US-amerikanischer Politthriller von John Frankenheimer aus dem Jahr 1964. Rod Serling schrieb das Drehbuch nach einem Roman von Fletcher Knebel und Charles W. Bailey II.
Der Film schildert einen geplanten Putsch ranghoher amerikanischer Militärs gegen ihren Präsidenten in der nahen Zukunft. Eine Gruppe loyaler Gefolgsleute des Präsidenten versucht, das Vorhaben in den verbleibenden sieben Tagen zu verhindern.
Inhaltsverzeichnis |
Handlung [Bearbeiten]
Mai 1970: Nach der Unterzeichnung eines Abrüstungsvertrages zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion wendet sich das politische Klima in den USA gegen den Präsidenten Jordan Lyman. Eine Gruppe ranghoher Militärs unter dem Kommando von General James M. Scott plant einen Putsch gegen die Regierung; als Zeitpunkt für den Umsturz wählen sie ein ausgedehntes Militärmanöver. Scotts rechte Hand Colonel Casey erfährt von dem Plan und verständigt die Mitarbeiter des Weißen Hauses. In den sieben Tagen, die noch bis zu dem Umsturzvorhaben verbleiben, versuchen Casey, der einflussreiche Senator Clark und Girard, ein Vertrauter des Präsidenten, Beweise zu sammeln und sich der Loyalität von nicht in die Verschwörung involvierten Militärs zu versichern. Obwohl Girard bei einem Anschlag ums Leben kommt, werden seine Unterlagen, die das Vorhaben aufdecken, sichergestellt. Nach einer Pressekonferenz mit namentlicher Nennung der involvierten Militärs treten Scotts Mitverschwörer zurück, der Putsch ist abgewendet.
Hintergrund [Bearbeiten]
In einer Szene des Films stellt Präsident Lyman bei einer Unterredung den fiktiven General Scott in eine Reihe mit Senator Joseph McCarthy und General Edwin Walker. Walker hatte während seiner Zeit als General der US-Armee rechtsgerichtete Agitation innerhalb der Streitkräfte betrieben, bewarb sich später um ein Amt als Gouverneur und propagierte bei politischen Veranstaltungen unter anderem die Beibehaltung der Rassentrennung.
Kirk Douglas, dessen Produktionsfirma Joel Productions auch koproduzierte, setzte sich gegen Frankenheimers Wunsch für die Verpflichtung von Burt Lancaster ein, der schließlich die für Douglas vorgesehene Rolle des General Scott übernahm. Im Laufe der Dreharbeiten entfremdeten sich Frankenheimer und Douglas voneinander, wobei beide den jeweils anderen dafür verantwortlich machten.[1][2]
Da er keine Drehgenehmigungen besaß, drehte Frankenheimer zwei Szenen mit versteckter Kamera: In einer betritt Douglas in Uniform das Pentagon, in der anderen nähert sich Martin Balsam (als Vertrauter des Präsidenten) auf einem Boot dem Flugzeugträger USS Kitty Hawk.[3]
Sieben Tage im Mai startete am 12. Februar 1964 in den amerikanischen und am 20. März 1964 in den bundesdeutschen Kinos.
Kritiken [Bearbeiten]
„Im Jahr 1974 angesiedelte Science-Fiction-Fantasie mit politischen Akzenten, aufbauend auf die zu Beginn der 60er Jahre kursierende Furcht vor einem Atomkrieg. Dialogbetont und reich an militärstrategischer Spekulation, versucht der Film in Hollywoodmanier die irrationalen Ängste zu bannen und löst die Probleme mit einem konventionellen Happy-End. Anders als Kubricks im selben Jahr entstandene Farce Dr. Strangelove eine eher beschwichtigende Endzeitvision.“
Auszeichnungen (Auswahl) [Bearbeiten]
- Golden Globe Award als Bester Nebendarsteller für Edmond O'Brien, Nominierungen für Fredric March (Bester Hauptdarsteller – Drama), John Frankenheimer (Beste Regie) und Jerry Goldsmith (Beste Filmmusik).
- Oscar-Nominierungen für Edmond O'Brien als Bester Nebendarsteller und – für bestes Bestes Szenenbild – für Cary Odell und Edward G. Boyle.
Nachwirkung [Bearbeiten]
1994 produzierte der amerikanische Fernsehsender HBO eine Neuverfilmung unter dem Titel The Enemy Within, die die Handlung in die Zeit nach dem Kalten Krieg verlegte.
Literatur [Bearbeiten]
Fletcher Knebel und Charles W. Bailey: Sieben Tage im Mai, 340 Seiten, Verlag Heinrich Scheffler, Frankfurt am Main, 1963.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ John Frankenheimer, Charles Champlin: John Frankenheimer: A Conversation, Riverwood Press, 1995.
- ↑ Kirk Douglas: Weg zum Ruhm. Erinnerungen, Ullstein, 1992.
- ↑ Gerald Pratley: The Cinema of John Frankenheimer, A. Zwemmer, 1969.
- ↑ Lexikon des Internationalen Films, 2000/2001 (CD-ROM), United Soft Media, 2002.
Weblinks [Bearbeiten]
- Sieben Tage im Mai in der Internet Movie Database (englisch).
- Sieben Tage im Mai auf Turner Classic Movies.
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