Siedegebäck

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Fettgebäck, auch Siedegebäck, sind Backwaren, die in heißem Fett schwimmend ausgebacken werden.

Mit Konfitüre gefüllte Berliner, daneben Faschingsbrezeln
Eine Mutzenmandel

Früher wurden selten Pflanzenöle, sondern Schmalz zum Sieden verwendet, daher ist in den älteren Generationen die Bezeichnung Schmalzgebäck noch gebräuchlich. Die Gebäcke bestehen aus Hefeteigen, Brandmassen, Mürbeteigen und sind in unzähligen Variationen auch international weit verbreitet. [1]

Zum Ausbacken werden geschmacksneutrale ungesättigte Öle sowie Kokosfett und Erdnussfett verwendet. [2] In Butterschmalz wird eher seltener gebacken.

Füllungen mit Marmeladen, Konfitüren, Pflaumenmus, Schlagsahne oder Cremes, aber auch ungefüllte Gebäcke sind üblich. Nach dem Backen werden Fettgebäcke gezuckert, aprikotiert und glasiert oder mit schokoladenhaltigen Massen überzogen.

Typische Gebäcke
Zutat Gebäck
Hefeteig Berliner Pfannkuchen, Krapfen, Donuts, Kameruner
Brandmasse Spritzkuchen, Rheinische Krapfen
Rührmasse Donuts
Kartoffelteig Quarkkäulchen
Mürbeteig Mutzenmandeln, Kameruner, Fasnachtskiechli, Polsterzipf, Schneeballen

Quellen[Bearbeiten]

  1. IREKS-Arkady-Institut für Bäckereiwissenschaft (Hrsg.): IREKS-ABC der Bäckerei. 4. Auflage. Institut für Bäckereiwissenschaft, Kulmbach 1985
  2. Belitz, Grosch, Schieberle: Lehrbuch der Lebensmittelchemie, Springer, 2007, ISBN 3540732012