Siegendorf
| Siegendorf | ||
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Burgenland | |
| Politischer Bezirk: | Eisenstadt-Umgebung | |
| Kfz-Kennzeichen: | EU | |
| Fläche: | 23,04 km² | |
| Koordinaten: | 47° 47′ N, 16° 32′ O47.78222222222216.540555555556176Koordinaten: 47° 46′ 56″ N, 16° 32′ 26″ O | |
| Höhe: | 176 m ü. A. | |
| Einwohner: | 2.959 (1. Jän. 2012) | |
| Bevölkerungsdichte: | 128 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 7011 | |
| Vorwahl: | 02687 | |
| Gemeindekennziffer: | 1 03 15 | |
| NUTS-Region | AT112 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Rathausplatz 1 7011 Siegendorf |
|
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Rainer Porics (SPÖ) | |
| Gemeinderat: (2012) (23 Mitglieder) |
||
| Lage der Marktgemeinde Siegendorf im Bezirk Eisenstadt-Umgebung | ||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Siegendorf (kroatisch: Cindrof, ungarisch: Cinfalva) ist eine Marktgemeinde mit 2959 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Bezirk Eisenstadt-Umgebung im Burgenland in Österreich. Ein relativ großer Anteil der Gemeindebevölkerung sind Angehörige der Volksgruppe der Burgenland-Kroaten.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Die Gemeinde liegt im nördlichen Burgenland 7 km von der Landeshauptstadt Eisenstadt an der Grenze zu Ungarn und in der Nähe des Neusiedler Sees.
Geschichte [Bearbeiten]
Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.
Im Schuschenwald zweieinhalb Kilometer außerhalb der Ortschaft weisen vier Hügelgräber aus der späten Bronzezeit auf eine frühere Besiedlung hin.
Später unter den Römern lag das heutige Siegendorf dann in der Provinz Pannonia.
Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Cinfalva verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).
Bevölkerung [Bearbeiten]
Bevölkerungsentwicklung [Bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet von Siegendorf leben sowohl Angehörige der deutschsprachigen- als auch burgenland-kroatischen Volksgruppe. Nach der Volkszählung von 2001 bekennen sich 49 % der Bevölkerung zur deutschsprachigen und 38 % zur burgenland-kroatischen Volksgruppe. Zusätzlich bezeichneten sich 6,4 % als Kroaten.
85 % der Gemeindebevölkerung sind Angehörige der römisch-katholischen Kirche.
Politik [Bearbeiten]
Bürgermeister ist Rainer Porics von der SPÖ.
Die Mandatsverteilung (23 Sitze) in der Gemeindevertretung ist SPÖ 19, ÖVP 4.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Die barocke Pfarrkirche von Siegendorf - in erhöhter Lage - wurde 1659 erbaut. In ihr befindet sich die so genannte Glockenmadonna.
Unter der heutigen Bezeichnung Klosterkeller ist ein Kastell aus dem 16. Jahrhundert erhalten. Im frühen 18. Jahrhundert wurde eine Dreifaltigkeitssäule erbaut. In Siegendorf befindet sich ferner ein Denkmal für Karl Renner.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
In Siegendorf befand sich bis 1989 eine traditionsreiche Zuckerfabrik, deren Besitzer auch im kulturellen Leben der Region eine wichtige Rolle spielten. Die Gewerbezone-Ost in Siegendorf ist heute Standort mehrerer Handels- und Industriebetriebe.
Der Fremdenverkehrsort ist wegen seines milden Klimas und der vielen Sonnentage ein beliebtes Urlaubsziel. Der lokal angebaute Wein wird in Buschenschenken und Landgasthöfen ausgeschenkt.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Norbert Barisits (* 1957), Fußballtrainer
- Antonia Hausmair (* 1995), Gewinnerin von Austrias Next Topmodel 2012
- Oswald Klikovits (* 1959), Politiker (ÖVP)
- Josef Mayer (* 1925), Politiker (SPÖ)
- Thomas Parits (* 1946), Fußballspieler und -trainer
- Walter Prior (* 1947), Politiker (SPÖ)
- Ernst Conrad Sedlmayr (1868–1939), Agrarökonom
- Stefan Springschitz (1895–1987), Baupolier und Politiker (SPÖ)
- Gerhard Steier (* 1956), Politiker (SPÖ)
- Jenő Takács (1902–2005), Komponist und Pianist
Weblinks [Bearbeiten]
Breitenbrunn am Neusiedler See | Donnerskirchen | Großhöflein | Hornstein | Klingenbach | Leithaprodersdorf | Loretto | Mörbisch am See | Müllendorf | Neufeld an der Leitha | Oggau am Neusiedler See | Oslip | Purbach am Neusiedler See | Sankt Margarethen im Burgenland | Schützen am Gebirge | Siegendorf | Steinbrunn | Stotzing | Trausdorf an der Wulka | Wimpassing an der Leitha | Wulkaprodersdorf | Zagersdorf | Zillingtal
