Siegfried Borchardt

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Siegfried "SS-Siggi" Borchardt im April 2005

Siegfried Borchardt, genannt SS-Siggi, wohnhaft in Dortmund (* 14. November 1953) ist ein bekannter deutscher Neonazi, der seit den 1980ern als rechtsextremistischer Aktivist auftritt.

Borchardt entstammt dem Umfeld Michael Kühnens und war wie dieser in der mittlerweile verbotenen Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei (FAP) aktiv. Borchardt übernahm dabei die Funktion des Landesvorsitzenden Nordrhein-Westfalens. Bereits zu dieser Zeit war Borchardt wegen Körperverletzungsdelikten vorbestraft und hatte mehrere Freiheitsstrafen hinter sich. Borchardt war Gründer und Anführer der Hooliganvereinigung "Borussenfront". Diese Gruppe, die auch aus FAP-Mitgliedern bestand, diente als Saalschutz für Veranstaltungen der NPD, verteilte Propagandamaterial und war für Angriffe auf Linke und Nichtdeutschstämmige berüchtigt.

Nach dem Verbot der FAP 1995 organisierte sich Borchardt in der "Kameradschaft Dortmund", die regelmäßig Demonstrationen des Hamburger Neonazis Christian Worch unterstützt. Borchardt gilt als Kopf der Dortmunder Szene und ist auch weiterhin aktiv. Am 27. Januar 2005 nahm er beispielsweise an einem Treffen offen neonazistischer, in Deutschland teilweise verbotener Vereinigungen (Blood and Honour, Racial Volunteer Force) in den Niederlanden als Redner teil.

Siehe auch

Quellen


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