Siegfried Brugger

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Siegfried Brugger

Siegfried Brugger (* 22. Mai 1953 in Trient) ist ein italienischer Rechtsanwalt und Politiker aus Südtirol.

Leben[Bearbeiten]

Der Sohn des Südtiroler Politikers Peter Brugger studierte Jus an den Universitäten von Innsbruck, Padua und Rom und ist seit den 1980ern als Rechtsanwalt in Bozen tätig. 1979 bis 1982 war er Landesjugendreferent in der SVP, 1985 bis 1988 Gemeinderat in Bozen als Sprecher der SVP-Fraktion, und 1988 bis 1994 Abgeordneter im Südtiroler Landtag.

Am 21. November 1992 wurde er als Nachfolger von Roland Riz SVP-Obmann und hatte dieses Amt zwölf Jahre bis zur 51. Landesversammlung im April 2004 inne.

Bei den italienischen Parlamentswahlen vom März 1994 wurde er in die italienische Abgeordnetenkammer gewählt und 1996, 2001, 2006 und 2008 wiedergewählt. Als Mandatar war er u. a. Mitglied der 6er- und 12er-Kommission für die lange verhandelten Durchführungsbestimmungen zur Autonomie Südtirols und ab 1996 im Landwirtschaftsausschuss. Seit 2006 war Brugger in der Kammer Präsident der Gemischten Fraktion und Mitglied der Kommission für Wirtschaftsangelegenheiten.

Bei den Parlamentswahlen 2013 konnte er aufgrund der SVP-internen Mandatszeitbeschränkung nicht mehr für die Abgeordnetenkammer antreten und war kurzzeitig als Kandidat für den Senatwahlkreis Bozen/Unterland im Gespräch; nach Verhandlungen mit den Koalitionspartnern vom Partito Democratico entschieden sich die Parteien jedoch für Francesco Palermo als Kompromisskandidaten und Brugger stellte sich nicht mehr zur Wahl.[1]

Privates[Bearbeiten]

Siegfried Brugger ist verheiratet mit Utta Steinkeller und hat drei Kinder.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Siegfried Brugger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Norbert Dall’Ò: Der dritte Mann. In: ff – Südtiroler Wochenmagazin. Nr. 3, 17. Januar 2013.
  2. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)