Siegfried Detlev Bendixen

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Siegfried Bendixen, Kreidezeichnung von Rudolph Suhrlandt, ca. 1832
S.D.Bendixen: Bischof Ansgar (Trinitatiskirche, Hamburg-Altona)

Siegfried Detlev Bendixen (* 25. November 1786 in Kiel; † 1864 in London) war ein deutscher Maler und Grafiker.

Leben[Bearbeiten]

Bendixen war Schüler von Jacques-Louis David in Paris. 1810 wurde er an der Münchner Kunstakademie in die Klasse Historienmalerei aufgenommen.[1] Nach Abschluss seiner Studien war Bendixen vor allem als Landschaftsmaler in Hamburg und Umgebung tätig, ehe er sich 1832 in London niederließ.

Bedeutung und Werke[Bearbeiten]

Kunsthistorische Bedeutung kommt ihm zu, weil er der erste Maler war, der sich intensiv für die Darstellung norddeutscher vorgeschichtlicher Denkmäler interessierte. So hielt er unter anderem in drei Radierungen die Hünengräber bei Volksdorf fest und fertigte in den Jahren 1821 und 1822 eine Serie von Lithografien an, die Altertümer im Besitz der Patriotischen Gesellschaft Altonas abbildeten.

Sein Gemälde Weihnachten 1813, 1817 vom Hamburger Amt der Müller und ihrer Martins-Brüderschaft gestiftet, ist noch heute an einem Pfeiler zwischen Süd- und Hauptschiff der Hamburger Hauptkirche St. Petri zu sehen. Es erinnert an die Einwohner Hamburgs, die der französischen Besatzung keine ausreichenden Proviantvorräte nachgewiesen hatten und deshalb am Heiligabend in St. Petri zusammengezogen wurden, bevor man sie bei Tagesanbruch aus der Stadt trieb.

Ebenfalls von Siegfried Bendixen stammt die 1823 vollendete lebensgroße Darstellung St. Ansgars, die seit 2006 wieder in der Kirche St. Trinitatis in Hamburg-Altona aufgestellt ist.

In der St.-Peter-Kirche in Krempe (Kreis Steinburg) befindet sich ein Altargemälde von Bendixen aus dem Jahr 1832, das die Emmausszene darstellt.

Der Bendixensweg in Hamburg-Barmbek und die Bendixenstraße[2] in Kiel-Steenbek-Projensdorf sind nach ihm benannt.

Beispiele[Bearbeiten]

Bekannte Schüler[Bearbeiten]

Bekannte Schüler waren unter anderem Louis Gurlitt, Marcus Haeselich, Victor Emil Janssen und Wilhelm Friedrich Wulff.

Literatur[Bearbeiten]

  • Siegfried Bendixen In: Ulrich Schulte-Wülwer, Sehnsucht nach Arkadien Schleswig-Holsteinische Künstler in Italien, Heide 2009, S. 44-48-49.
  • Struckmeyer, Nina: "Bendixen, Siegfried Detlev", in: Savoy, Bénédicte und Nerlich, France (Hg.): Pariser Lehrjahre. Ein Lexikon zur Ausbildung deutscher Maler in der französischen Hauptstadt. Band 1: 1793-1843, Berlin/Boston 2013, S. 20–22.
  • Ralf Busch (Red.): Hamburg Altstadt. Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland. Bd 41. Theiss, Stuttgart 2002. ISBN 3-8062-1658-4
  • Andrea Pintsch: Bendixen, Siegfried Detlev. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Bd 8. Saur, München 1994, S.629. ISBN 3-598-22748-5
  • Karl Johann Heinrich Hübbe: Ansichten der freien Hansestadt Hamburg und ihrer Umgebungen, Erster Theil. Frankfurt am Main 1824, S. 60 in der Google-Buchsuche, zu Bendixens Gemälde in der Hamburger Hauptkirche St. Petri
  • Vier Mal St. Ansgar. Berichte aus der Restaurierungswerkstatt St. Jacobi. Band 3. Hamburg 2010

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Siegfried Detlev Bendixen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Matrikelbuch 1809-1841 online, abgerufen am 4. Juli 2013
  2. Hans-G. Hilscher, Dietrich Bleihöfer: Kieler Straßenlexikon. 5. Auflage, Landeshauptstadt Kiel, Kiel 2012. (Online, PDF; 2,16 MB)