Siegfried Westphal

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Westphal (hinten) und Rommel in Nordafrika (1941)

Siegfried Westphal (* 18. März 1902 in Leipzig; † 2. Juli 1982 in Celle) war ein deutscher Offizier, zuletzt General der Kavallerie im Zweiten Weltkrieg.[1]

Leben[Bearbeiten]

Er trat am 10. November 1918 während des Ersten Weltkriegs als Fahnenjunker in das Grenadier-Regiment „Prinz Carl von Preußen“ (2. Brandenburgisches) Nr. 12 der Preußischen Armee ein. Westphal wurde nach Kriegsende in die Vorläufige Reichswehr übernommen, am 1. Dezember 1922 in die 3. Eskadron des 11. (Preußisches) Reiter-Regiments versetzt und zeitgleich zum Leutnant befördert.

Westphal war am 1. September 1939 Erster Generalstabsoffizier (Ia) der 58. Infanterie-Division und am 5. März 1940 der Ia des XXVII. Armee-Korps. Er wurde am 1. Juni 1942 schwer verwundet. Nachdem er am 1. August 1942 zum Oberst i.G. befördert wurde, wurde er am 6. Oktober desselben Jahres zum Stabschef der deutsch-italienischen Panzerarmee in Afrika ernannt. Seiner Ernennung zum Chef der Führungsabteilung beim Oberbefehlshaber Süd am 1. Februar 1943 folgte die Beförderung zum Generalmajor am 1. März 1943. Westphal wurde am 21. November 1943 zum Stabschef beim Oberbefehlshaber Südwest und am 1. April 1944 zum Stabschef beim Oberbefehlshaber West ernannt. Am 1. Februar 1945 wurde er dann zum General der Kavallerie befördert.

Er war von 8. Mai 1945 bis zum Dezember 1947 in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Danach arbeitete er als Leiter der Presseabteilung der Ruhrstahl und nach deren Eingliederung in den Rheinstahl-Konzern, 1960, als Direktor der Rheinischen Stahlwerke und Leiter der Rheinstahl-Verbindungsstelle Bonn. Im Jahr 1972 ging er in den Ruhestand. Siegfried Westphal starb am 2. Juli 1982 in Celle.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

  • Macht als vorwärts, Jungs!, Bad Wiessee 1960
  • Erinnerungen, Mainz 1975
  • Heer in Fesseln. Aus den Papieren des Stabschefs von Rommel, Kesselring und Rundstedt, Bonn 1950
  • Der deutsche Generalstab auf der Anklagebank : Nürnberg 1945-1948, Mainz 1978

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Veit Scherzer: Die Ritterkreuzträger 1939-1945 Die Inhaber des Eisernen Kreuzes von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, Volkssturm sowie mit Deutschland verbündete Streitkräfte nach den Unterlagen des Bundesarchivs. Scherzers Militaer-Verlag. Ranis/Jena 2007. ISBN 978-3-938845-17-2. S. 782.