Sielenbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sielenbach
Sielenbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sielenbach hervorgehoben
48.411.166666666667470Koordinaten: 48° 24′ N, 11° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Aichach-Friedberg
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Dasing
Höhe: 470 m ü. NHN
Fläche: 17,87 km²
Einwohner: 1596 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 89 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86577
Vorwahl: 08258
Kfz-Kennzeichen: AIC, FDB
Gemeindeschlüssel: 09 7 71 165
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchstr. 7
86453 Dasing
Webpräsenz: www.sielenbach.de
Bürgermeister: Martin Echter (Einheit)
Lage der Gemeinde Sielenbach im Landkreis Aichach-Friedberg
Baar (Schwaben) Pöttmes Todtenweis Aindling Petersdorf (Schwaben) Inchenhofen Kühbach Schiltberg Sielenbach Adelzhausen Eurasburg (Schwaben) Ried (bei Mering) Mering Merching Schmiechen Steindorf (Schwaben) Kissing Obergriesbach Hollenbach Rehling Affing Aichach Friedberg (Bayern) Dasing Augsburg Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Dachau Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Donau-Ries Landkreis Augsburg Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Donau-Ries Landkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild

Sielenbach ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Aichach-Friedberg und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Dasing.

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort liegt im Tal der Ecknach inmitten einer tertiären Hügellandschaft, etwa sieben Kilometer südöstlich der Kreisstadt Aichach. Mit seinen ca. 1450 Einwohnern und einer Fläche von 17,87 km² liegt es an der Staatsstraße 2338, der Verbindung von Aichach zur Autobahn A 8 München-Stuttgart.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Gemeindeteile sind:[2]
Gollenhof, Heilbach, Holzgrub, Morabach, Oberhaslach, Raderstetten, Schafhausen, Schönberg, Sielenbach, Tödtenried, Unterhaslach und Unterschröttenloh.

Geschichte[Bearbeiten]

Ein Gutsbetrieb im Ortsteil Tödtenried mit für Ziegeleiöfen typischem Fundmaterial wird in die Römerzeit datiert.[3]

Im 12. Jahrhundert noch als Sielepach, Suolempach und Syelenpach bezeichnet, findet man den Ortsnamen Sielenbach bereits 1241. Später tauchen die Formen Sylenpach und Siellenpach auf. Im 11. und 12. Jahrhundert besaß das Kloster Altomünster mehrere Höfe in Sielenbach, seit 1518 unterhielten die Herren von Weichs Besitz in Sielenbach. 1611 erwarb der Komtur des Deutschenordenshauses zu Blumenthal den Besitz der Weichser. Die alte Burg Stunzberg wurde 1632 im Dreißigjährigen Krieg von schwedischen Truppen zerstört. Im Zuge der Säkularisation wurde 1803 das Deutsche Haus zu Blumenthal aufgelöst. Das Präsentationsrecht auf die Pfarrei kam an Bayern und Sielenbach wurde eigenständige Gemeinde. Aus der Legende über ein Gnadenbild in einem hohlen Birnbaum entstand von 1661 bis 1668 die Wallfahrtskirche Maria Birnbaum, deren Seelsorge zunächst der Deutsche Orden, dann im 19. und 20. Jahrhundert Kapuziner betreuten. Seit 1998 wirkt der Deutsche Orden wieder in Maria Birnbaum, er renovierte das Klostergebäude und belebte die Wallfahrt neu. Die Gemeinde Sielenbach ist heute das längste Straßendorf des Landkreises Aichach-Friedberg. Zur Gemeinde Sielenbach gehören seit jeher die Ortsteile Schafhausen, Raderstetten sowie die Einöden Gollenhof und Schönberg.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Bei der Gebietsreform, die am 1. Januar 1978 in Kraft trat, wurde das Nachbardorf Tödtenried mit seinen Ortsteilen Haslach und Schrötenloh nach Sielenbach eingemeindet.[4]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat setzt sich aus dem 1. Bürgermeister und zwölf Gemeinderäten zusammen.

Parteien 2014
Anteil Sitze
Einheit Sielenbach (EHS)  % 8
Freie Wählergemeinschaft Tödtenried (FWT)  % 4

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Geteilt von Silber Gelb und Blau; oben ein durchgehendes schwarzes Tatzenkreuz, dem eine goldene Lilie aufgelegt ist, unten ein linker silberner Seitensparren.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wallfahrtskirche Maria Birnbaum (Westseite)

Weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt ist die barocke Wallfahrtskirche Maria Birnbaum. Sie wurde zwischen 1661 und 1668 von Philipp Jakob von Kaltenthal, dem Komtur des Deutschen Ordens im benachbarten Ort Blumenthal, erbaut.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Partnergemeinde[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, hg. vom Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, München 1987 (Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns), S. 389.
  3. Ulrich Brandl und Emmi Federhofer: Ton + Technik. Römische Ziegel. Theiss, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8062-2403-0 (Schriften des Limesmuseums Aalen. Nr. 61)
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 788.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sielenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien