Sierras de Cazorla, Segura y Las Villas

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Blick vom Puerto de las Palomas ins Innere des Naturparks

Der im Nordosten der Provinz Jaén gelegene Naturpark Sierras de Cazorla, Segura y Las Villas ist mit 214.300 ha der größte Andalusiens.

Berühmt ist er für seine riesigen Wälder, die schon das Holz für die spanische Flotte, die Armada, lieferten. Die Wälder bestehen vor allem aus Schwarzkiefern, aber es gibt auch Steineichen- und portugiesische Eichenwälder. An manchen kühlen Stellen sind sogar Ahorne und Stechpalmen zu finden. Jäger schätzen den Wildreichtum: Europäische Mufflons, Iberische Steinböcke, Rot- und Damhirsche sowie Wildschweine kommen in großer Zahl vor. Auch die Greifvogelwelt ist sehr reich an Arten wie dem Steinadler, dem Habichtsadler, dem Gänsegeier oder dem wiedereingeführten Bartgeier. Iberische Luchse und Wölfe starben am Ende des 20. Jahrhunderts aus.

In diesem zur Betischen Kordillere gehörenden Bergland entspringt der Guadalquivir. Er durchfließt ein breites Tal und wird im Embalse del Tranco aufgestaut. Seine Zuflüsse, wie zum Beispiel der Río Borosa, haben dagegen oft enge und tiefe Schluchten in die Berge eingeschnitten, die die landschaftliche Schönheit der Sierra enorm steigern. Der Naturpark ist insbesondere im Sommer ein beliebtes Reiseziel vor allem von spanischen Touristen. Im Herbst zieht er Jäger aus aller Welt an.

Die Gebirgszüge[Bearbeiten]

Die Sierra de Cazorla umfasst den südwestlichen Bereich des Naturparks mit dem Gilillo (1.847 m) als höchstem Gipfel. Sie erhält den Namen von dem (knapp außerhalb des Naturparks gelegenen) Ort Cazorla. Die Sierras de Las Villas liegen nördlich der Sierra de Cazorla, also im Nordwesten des Naturparks. Sie sind der niedrigst gelegene Bereich. Der höchste Berg ist der El Blanquillo mit rund 1.800 m. Der Osten des Naturparks wird von der Sierra de Segura gebildet. Dieses Gebiet ist am wenigsten vom Tourismus entdeckt, der höchste Gipfel, der Banderillas (1.993 m), lockt aber Bergwanderer an. Im Süden liegt die - im Namen des Naturparks nicht auftauchende - Sierra del Pozo, deren höchster Gipfel (Cabañas) mit 2.028 m auch ein hervorragender Aussichtspunkt ist.

Im Südosten angrenzend liegt in der Provinz Granada die Sierra de Castril, ebenfalls ein Naturpark.

Weblinks[Bearbeiten]