Sierre

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Sierre (deutsch: Siders)
Wappen von Sierre (deutsch: Siders)
Basisdaten
Kanton: Wallis
Bezirk: Sierre
BFS-Nr.: 6248i1
PLZ: 3960
UN/LOCODE: CH SRR
Koordinaten: (607296 / 127626)46.3000017.533331533Koordinaten: 46° 18′ 0″ N, 7° 32′ 0″ O; CH1903: (607296 / 127626)
Höhe: 533 m ü. M.
Fläche: 19,2 km²
Einwohner: i15'405
(31. Dezember 2007)[1]
Website: www.sierre.ch
Karte
Karte von Sierre (deutsch: Siders)

w

Sierre (dt. Siders) ist eine politische Gemeinde und Hauptort des gleichnamigen Bezirks des Kantons Wallis in der Schweiz.

Die Stadt Sierre, im französischsprachigen Unterwallis befindlich, zählt rund 15.000 Einwohner und liegt direkt an der Sprachgrenze zum deutschsprachigen Oberwallis. Sierre selbst beherbergt eine deutschsprachige Minderheit und zählt somit neben Biel, Murten und Freiburg zu den zweisprachigen Städten der Schweiz.

Die nach dem Süden ausgerichtete touristische Region Sierre-Anniviers mit den an einer Hanglage gelegenen Dörfern Vercorin, Chandolin, St-Luc Vissoie, St-Jean Chandolin, Grimentz, Zinal sowie Ayer ist ein Ausgangspunkt für Sommer- und Wintersport. In nördlicher Richtung ist Sierre durch eine Standseilbahn mit der Gemeinde Montana verbunden.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Stadtbild

Sierre in der Abendsonne. Im Hintergrund kann man den Gorwetschgrat und die Ausläufer des Pfynwaldes erkennen. Rechts der Taleingang ins Val d'Anniviers (dt. Eifischtal)

Die Altstadt von Sierre befindet sich auf der Nordseite der Rhône und wird massgeblich durch 6 Hügel (Goubing, Pradegg, colline du château Mercier, Géronde, Planzette und colline de l'ancien Sierre), die durch den Felssturz der Varneralp nach dem Rückzug des Rhônegletschers um 16.000 v.Chr. entstanden, geprägt.

[Bearbeiten] Geschichte

Auf den Hanglagen und den beschriebenen Hügeln finden sich vorzeitliche und antike Siedlungsspuren. Sierres Bedeutung gründet auf seine Lage an der Handelsstrasse zum Simplonpass und durch seine landwirtschaftliche Bedeutung, vor allem Weinanbau, ermöglicht durch komplexe Bewässerungssysteme (Suonen) ab dem Spätmittelalter.

Die Kapelle von Saint-Ginier gilt als eine der ältesten Gebäude (7. Jahrhundert). Das bedeutendste mittelalterliche Gebäude stellt die Ruine des Goubingturms von 1297 dar, die neben dem neuzeitlichen Schloss Mercier aus dem 19. Jahrhundert das Stadtbild prägt. Die im Tal gelegene Neustadt beherbergt das aus dem 15. Jahrhundert stammenden Schloss Vidôme, die St. Catherinenkirche (17. Jahrhundert) und das aus dem 19. Jahrhundert stammende Rathaus.

1972 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Granges VS im Talboden der Rhone mit der Stadt Sierre fusioniert. Sierre kam dadurch zu einem Territorium, das weit westlich Richtung Genfersee reicht.

[Bearbeiten] Wirtschaft

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelangt Sierre durch Aluminiumverhüttung, ermöglicht durch hydroelektrische Energie aus dem Val d'Anniviers, zu wirtschaftlicher Bedeutung. Die Aluminiumfabrik Alcan (früher Alusuisse) beschäftigt 1070 Arbeiter in Sierre, Steg und Chippis.

[Bearbeiten] Kultur

Sierre beherbergt das Walliser Weinmuseum (Musée Valaisan de la Vigne et du Vin) und ein Rilke-Museum, zum Gedenken an Rainer Maria Rilke, der drei Kilometer entfernt, am Nordhang oberhalb von Sierre, im Chateau de Muzot ab 1921 bis kurz vor seinem Tod 1926 wohnte. Sein Grab befindet sich in Raron.

Bis 1966[2] war das Automobil-Bergrennen hinauf nach Crans-Montana Teil der Sportwagen-Weltmeisterschaft.

Volksfeste:

  • Fête de la sainte Cathérine (jeweils am letzten Montag des Novembers)
  • Volkslauf Sierre-Zinal
  • Weinfest (VINEA).

[Bearbeiten] Bildung

In Sierre befinden sich

  • die Schweizerische Tourismusfachschule (STF), die erste zweisprachige Tourismusschule der Schweiz mit 270 Studenten.[3]
  • die Ecole cantonale d'art du Valais (ECAV, deutsch: Schule für Gestaltung Wallis), eine Kunstschule mit 211 Studenten[4].
  • Forschungsinstitute der Hochschule Wallis
  • das Institut ICARE

[Bearbeiten] Freizeit

  • Lac Géronde
  • Kino
  • Eishockey
  • Pfynwald (Finges)

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistik Schweiz – Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Kantonen, Bezirken und Gemeinden
  2. http://wsrp.ic.cz/wsc1966.html#11
  3. http://est-stf.hevs.ch
  4. http://www.ecav.ch/fr/presentation/ecav.html

[Bearbeiten] Weblinks

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