Sietow

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Sietow führt kein Wappen
Sietow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sietow hervorgehoben
53.4512.55305555555673Koordinaten: 53° 27′ N, 12° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Röbel-Müritz
Höhe: 73 m ü. NHN
Fläche: 19,03 km²
Einwohner: 622 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 17209,
17207 (Zierzow)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 039931
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 137
Adresse der Amtsverwaltung: Marktplatz 1
17207 Röbel/Müritz
Webpräsenz: www.amt-roebel-mueritz.de
Bürgermeister: Ulrich Rath
Lage der Gemeinde Sietow im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
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Über dieses Bild

Sietow ist eine Gemeinde im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Röbel-Müritz mit Sitz in der Stadt Röbel/Müritz verwaltet.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Sietow liegt in der Mecklenburgischen Seenplatte, unmittelbar am Westufer der Müritz (Sietower Bucht) und etwa in der Mitte des Städte-Dreiecks Waren (Müritz)MalchowRöbel/Müritz.

Zu Sietow gehören die Ortsteile Hinrichsberg, Sietow-Dorf und Zierzow.

Geschichte[Bearbeiten]

Das ursprünglich slawisch besiedelte Dorf taucht erstmals im 13. Jahrhundert in einer Urkunde auf. Der Ortsname Sietows leitet sich vom altslawischen Wort „zytko“ ab, was etwa „Kornauge“ bedeutet. Wie viele Dörfer der Umgebung war auch Sietow im 13. Jahrhundert im Besitz der Fürsten von Werle. Sophie von Werle veräußerte das Dorf im Jahr 1300 an den vormaligen Pächter Dietrich von Gerden. Die Familie von Gerden konnte ihren Besitz an Sietow in der Folgezeit noch vergrößern, gab jedoch nach 1340 Grundbesitz als Afterlehen an das Kloster Dobbertin, das von den Fürsten Nikolaus und Bernhard von Werle am 13. März 1344 das gesamte Dorf einschließlich des Kirchenpatronats erhielt.

In den 1920er Jahren wurden insbesondere die heutigen Ortsteile Sietow-Dorf und Hinrichsberg durch Bauern aus verschiedenen Teilen Deutschlands aufgesiedelt. Eine weitere Aufsiedlung erfolgte durch Neubauern infolge der Bodenreform nach 1945 durch Vertriebene.

Nach 1990 konnte in Sietow eine starke Entwicklung des Tourismus verzeichnet werden. Neben Eigenheimen entstanden viele Ferienhäuser. Zu den touristischen Angeboten zählen des Weiteren ein Campingplatz und ein Bootscenter in der Hafenanlage an der Sietower Bucht.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Kirche in Sietow-Dorf

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Sietow

  • Die Dorfkirche Sietow stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts und ist ein rechteckiger Backsteinbau mit eingezogenem Chor aus Feldstein sowie dem quadratischem Feldsteinturm mit Fachwerkaufsatz nach Westen. Die Orgel, ein neugotisches Serienprospekt mit fünf Pfeifenfeldern und rechtsseitigem Spieltisch wurde 1866 von Friedrich Hermann Lütkemüller gebaut. Mit der Orgelprüfung wurde durch die Dobbertiner Klostervorsteher im März 1866 der Doberaner Orgelbauer Heinrich Rasche beauftragt.[2]
  • Das zweigeschossige klassizistische Hinrichsberger Gutshaus (Schloss) brannte 2009 ab. Erhalten blieb ein sanierter Seitenflügel von um 1850 und ein unterirdisches Gewölbe mit dem Verlies aus der Raubritterzeit.
  • Eine feste Tradition ist das jährlich stattfindende Hafenfest der Gemeinde Sietow.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Sietow liegt an der Bundesstraße 192 von Waren (Müritz) nach Malchow. In Sietow zweigt die Verbindungsstraße nach Röbel/Müritz bzw. zur Bundesstraße 198 ab. Die Autobahn-Anschlussstelle Waren (Müritz) der A 19 (Rostock–Dreieck Wittstock/Dosse) ist ca. 13 km entfernt. Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Malchow und Waren (Müritz).

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sietow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2013 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Friedrich Drese: Mecklenburgisches Orgelmuseum Malchow.