Siewierz

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Siewierz
Wappen von Siewierz
Siewierz (Polen)
Siewierz
Siewierz
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Schlesien
Landkreis: Będzin
Fläche: 38,22 km²
Geographische Lage: 50° 28′ N, 19° 14′ O50.47333333333319.233055555556Koordinaten: 50° 28′ 24″ N, 19° 13′ 59″ O
Einwohner: 5481
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 42-470
Telefonvorwahl: (+48) 32
Kfz-Kennzeichen: SBE
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK 78 Tarnowskie Góry-Siewierz
Nächster int. Flughafen: Katowice
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Gemeindegliederung: 10 Schulzenämter
Fläche: 115,76 km²
Einwohner: 12.252
(31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 106 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2401073
Verwaltung (Stand: Zdzisław Banaś)
Bürgermeister: Zdzisław Banaś
Adresse: ul. Żwirki i Wigury 16
42-470 Siewierz
Webpräsenz: www.siewierz.pl

Siewierz (deutsch Sewerien) ist eine polnische Stadt im Powiat Będziński der Woiwodschaft Schlesien (Śląskie).

Geschichte[Bearbeiten]

Siewierz wurde 1125 erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 1177 belehnte Kasimir II. Mieszko I. mit der Stadt. 1241 wurde die Stadt von den Mongolen bis auf die Grundmauern niedergebrannt.

1276 erhielt Siewierz Stadtrechte. Am 26. Februar 1289 fand vor den Toren der Stadt eine Schlacht statt, in der Władysław I. Ellenlang die Truppen von Heinrich IV. (Schlesien) schlug.

1337 verkaufte Herzog Wladislaus von Beuthen und Kosel das Herzogtum Sewerien an den Teschener Herzog Kasimir I. Am 30. Dezember 1443 erwarb es der Krakauer Bischof Zbigniew Oleśnicki. Der Kaufpreis betrug 6000 Prager Groschen. Die Stadt wurde Sitz der Bischöfe von Krakau, die künftig den Titel eines Herzog von Siewierz führten. Das Herzogtum war nicht Teil Polens. In der Folge wurde ein Schloss als Herzogssitz erbaut.

1790 wurde das Herzogtum Siewierz kurzzeitig Teil des Königreichs Polen. 1795 wurde Siewierz von Preußen im Rahmen der Dritten Teilung Polens annektiert und Hauptstadt der neugebildeten Provinz Neuschlesien. 1800 verlor Siewierz den Bischofssitz.

1807 stellte Napoleon das Herzogtum Siewierz wieder her und belieh Jean Lannes mit dem Herzogtum. Nach den Befreiungskriegen kam die Stadt wieder zu Polen.

Die Stadt verlor in der Folge kontinuierlich an Bedeutung und verlor 1870 die Stadtrechte, die es 1962 wieder erhielt.

Wirtschaft[Bearbeiten]

In der ortsansässigen Industrie werden unter anderem Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Wäschetrockner hergestellt. Auch Betriebe der Kunststofftechnik und anderer Branchen haben Siewierz zu ihrem Produktionsstandort gewählt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Partnerstadt ist Edelény in Ungarn.

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Siewierz – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 10. Juli 2014.