Sigüenza

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Gemeinde Sigüenza
Sigüuenza – Stadtansicht
Sigüuenza – Stadtansicht
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Sigüenza
Sigüenza (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Kastilien-La Mancha
Provinz: Guadalajara
Comarca: La Serranía
Koordinaten 41° 4′ N, 2° 38′ W41.068888888889-2.63916666666671005Koordinaten: 41° 4′ N, 2° 38′ W
Höhe: 1005 msnm
Fläche: 386,87 km²
Einwohner: 4.772 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 12,33 Einw./km²
Postleitzahl: 19250
Gemeindenummer (INE): 19257 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Webpräsenz der Gemeinde
Kathedrale von Sigüenza
Burg (castillo) von Sigüenza
Plaza Mayor von Sigüenza

Sigüenza ist eine nordspanische Gemeinde mit 4772 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) in der Provinz Guadalajara in der Comarca La Serranía in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-La Mancha. Die Stadt ist seit 1965 als Kulturgut (Bien de Interés Cultural) in der Kategorie Conjunto histórico-artístico eingestuft.

Lage[Bearbeiten]

Sigüenza liegt im Norden der Provinz Guadalajara am Oberlauf des Río Henares. Die Provinzhauptstadt Guadalajara liegt etwa 75 Kilometer südwestlich. Die Altstadt erstreckt sich zwischen der Kathedrale im Norden und der Burg (castillo) im Süden der Stadt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1960 1970 1981 1991 2001 2011
Einwohner 4.715 6.065 5.308 4.775 4.724 4.947

Im 19. Jahrhundert schwankte die Einwohnerzahl beständig zwischen etwa 4.200 und 4.800. Der Bevölkerungsanstieg in den 1960er Jahren ist auf die Eingemeindung von 28 Dörfern und Weilern in der Umgebung zurückzuführen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Sigüenza bildete über Jahrhunderte das handwerkliche, merkantile und kulturelle Zentrum einer Vielzahl von Dörfern und Weilern in der Umgebung, deren Bewohner hauptsächlich als Selbstversorger von der Landwirtschaft lebten, wobei Ackerbau und Viehzucht gleichermaßen von Bedeutung waren.

Geschichte[Bearbeiten]

Aufgrund der strategisch günstigen Lage war das Gebiet um Sigüenza schon in der Alt- und Jungsteinzeit besiedelt. Plinius der Ältere erwähnt Segontia im 1. Jahrhundert n. Chr. in seinem Werk Naturalis historia als bedeutende keltiberische Siedlung, die im Stammesgebiet der Arevaker lag, welches von den Römern im Numantinischen Krieg (154–133 v. Chr.) eingenommen wurde. Nach dem Ende des Weströmischen Reiches wurde die Stadt von den Westgoten erobert, auf die auch die Gründung des Bistums Sigüenza im Jahr 589 zurückgeht. Um 712 von den Mauren besiedelt, eroberten die Christen im Jahr 1123 (oder 1124) die Stadt zurück (reconquista). Nur wenig später wurde mit dem Bau der Kathedrale begonnen, deren Fertigstellung jedoch noch mehrere Jahrhunderte dauern sollte.

Von August bis Oktober des Jahres 1936 tobte bei Sigüenza eine der vielen blutigen Schlachten des Spanischen Bürgerkriegs. In der späten Franco-Zeit wurden 28 Dörfer und Weiler in der Umgebung eingemeindet, wodurch sich das Gemeindegebiet – und vorübergehend auch die Einwohnerzahl – enorm vergrößerte.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sigüenza verfügt über eine große Anzahl von historisch oder kulturell bedeutsamen Sehenswürdigkeiten; die wichtigsten sind:

  • Kathedrale Santa María de Sigüenza, 12. bis 14. Jahrhundert
  • Castillo de Sigüenza, ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert, im Bürgerkrieg zerstört, in den 1970er Jahren wiederaufgebaut (heute als Parador genutzt)
  • Casa del Doncel, gotisches Wohnhaus aus dem 13. Jahrhundert
  • Castillo de Pelegrina, Burg aus dem 12. Jahrhundert
  • Castillo de Riba de Santiuste, Burg aus dem 12./13. Jahrhundert
  • Kloster Nuestra Señora de los Huertos , erbaut im 16. Jahrhundert
  • Romanische Kirche San Salvador im Ortsteil Carabias

Siehe auch[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sigüenza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).