Sighetu Marmației

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Sighetu Marmației
Marmaroschsiget
Máramarossziget
Wappen von Sighetu Marmației
Sighetu Marmației (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Maramuresch
Kreis: Maramureș
Koordinaten: 47° 56′ N, 23° 53′ O47.9323.89274Koordinaten: 47° 55′ 48″ N, 23° 53′ 24″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 274 m
Fläche: 135,36 km²
Einwohner: 37.640 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 278 Einwohner je km²
Postleitzahl: 435500
Telefonvorwahl: (+40) 02 62
Kfz-Kennzeichen: MM
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Munizipium
Gliederung: 5 Gemarkungen/Katastralgemeinden: Iapa, Lazu Baciului, Șugău, Valea Cufundoasă, Valea Hotarului
Bürgermeister: Ovidiu Gheorghe Nemeș (USL)
Postanschrift: Str. Bogdan Vodă, nr. 14
loc. Sighetu Marmației, jud. Maramureș, RO-435500
Webpräsenz:

Sighetu Marmației, (inoffiziell Sighet; deutsch Marmaroschsiget, ungarisch Máramarossziget, ruthenisch Sihota) ist eine Stadt im Kreis Maramureș in Rumänien an der Grenze zur Ukraine und liegt im Theiß-Tal.

Sighetu Marmației ist auch unter der rumänisch veralteten Bezeichnung Sighetul-Maramurășului, der deutschen Sighet und der ungarischen Sziget bekannt, was auf Ungarisch „Insel“ bedeutet.[2]

Die Stadt hatte im Jahr 2007 ungefähr 41.600 Einwohner, im Jahr 1992 waren es laut Zensus 44.185 Einwohner (14,8 % Ungarn, 3,3 % Russen). Die benachbarten Ortschaften sind Sarasău, Săpânța, Giulești, Vadu Izei, Rona de Jos und Bocicoiu Mare.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Region von Sighet war bereits in der Bronzezeit von Menschen besiedelt. Es gab eine sehr wichtige Verbindung in das Tal der Theiß. Die ersten Zeugnisse einer festen Ansiedlung stammen aus dem 11. Jahrhundert.

Der ungarische König Ladislaus IV. siedelte zwischen 1272 und 1290 die ersten Rumänen dort an. Die Dragoă-Familie aus Maramureș war die Gründerin des Fürstentums Moldau. Im Jahr 1352 war die Stadt eine freie Königsstadt und wurde die Hauptstadt des Landes Máramaros.

Ab 1556 wurde die Siedlung – wie auch die Burg von Huszt – zur Residenzstadt der Fürsten von Siebenbürgen. Von 1570 bis 1733 wurde die Stadt dann Teil des Großfürstentums Siebenbürgen. Im Jahr 1733 wurde Máramarossziget durch den ungarischen König Karl III. wieder Bestandteil des Königreiches Ungarn.

Nach dem Ersten Weltkrieg kam Siebenbürgen gemäß dem Vertrag von Trianon zu Rumänien, aber nach dem zweiten Wiener Schiedsspruch von 1940 war es wieder Bestandteil von Ungarn. Die ungarische Besatzungsregierung deportierte bis zum Jahr 1944 mehr als 20.000 Juden von Sighet nach Auschwitz und andere Konzentrationslager. Heutzutage leben nur noch etwa 100 Juden in der Stadt.

Gemäß dem Pariser Vertrag nach dem Zweiten Weltkrieg kam Siebenbürgen wieder zu Rumänien, so dass die Stadt von 1952 bis 1960 Teil des Kreises Baia Mare wurde. Seit 1968 ist sie schließlich Bestandteil des Kreises Maramureș.

Seit 1997 existiert hier das Memorial Sighet, eine Gedenkstätte für die Opfer des Kommunismus und des Widerstandes.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sighetu Marmației – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  2. Wörterbuch der Ortschaften aus Siebenbürgen
  3. Angaben zu Rabbi Chananya Yom Tov Lipa Teitelbaum bei nkusa.org