Sigi Maron

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detto.
…2008.

Sigi Maron (* 14. Mai 1944 in Wien als Siegfried Maron) ist ein österreichischer sozialkritischer Liedermacher.

Leben[Bearbeiten]

Er wuchs mit sechs Geschwistern in Krems an der Donau auf. Seit er 1956 an Kinderlähmung erkrankte, ist er auf einen Rollstuhl angewiesen. Seit 1997 ist er aus gesundheitlichen Gründen nur noch sehr selten live zu sehen.

In seinen Liedern verwendet er den Wiener Dialekt und er scheut dabei auch vor derben Kraftausdrücken nicht zurück. Inhaltlich befasst sich Maron, als Atheist und überzeugter Kommunist, zumeist mit politischen und sozialkritischen Themen. Bekannt wurde er im Umfeld der Besetzung der Arena in Wien 1976 mit seinen Alben Schön is' das Leb'n (1976) und Laut & Leise (1978). Er trat auf zahlreichen Demonstrationen auf, wie etwa der großen Friedensdemo in Wien am 15. Mai 1982.[1] Mit seiner Single Geh no net fort war er im Jahr 1985 10 Wochen lang in den österreichischen Charts, die beste Platzierung des Liedes war Platz 5. Nach 14-jähriger krankheitsbedingter Pause veröffentlichte er im Oktober 2010 das Doppelalbum Es gibt kan Gott[2]. Nach zwei Livealben, darunter das im Ö1-Radiokulturhaus mitgeschnittene Es is net ollas ans, veröffentlichte er im Frühjahr 2014 das Album Dynamit und Edelschrott. Im Herbst 2014 ging er auf Abschiedstour.[3]

1998 und 2003 kandidierte Maron für die Kommunistische Partei Österreichs erfolglos für den Niederösterreichischen Landtag. 2004 war er einer der Juroren des Protestsongcontests.

Werke[Bearbeiten]

  • Filme:
Atemnot (1984)[4]
Tohuwabohu 1994 (Fernsehserie)[5]
Die Menschen vom Siebener Haus
Marianne – ein Recht für alle
Lebenslinien
Müllomania
  • Filmmusik:
Die Menschen vom Siebener Haus
Atemnot
  • Musik für Theaterstücke:
Die Vorstadtkrokodile von Max von der Grün im Theater der Jugend (Wien)
Supermann, gemeinsam mit Peppo Meier im Theater der Jugend (Wien)
  • Schallplatten und CDs:
Schön is' das Leb'n (LP, 1976)
laut & leise (LP, 1978, Produzenten: Schmetterlinge)
He Taxi (LP, 1979, Produzenten: Schmetterlinge)
Sonst gar nichts (LP, 1980, Produzent: Wolfgang Hackl)
5 vor 12 (LP, 1981, Produzent: Bob Ward)
Der Tag is net weit (LP, 1982, Produzent: Bob Ward)
Unterm Regenbogen (LP, 1985, Produzent: Konstantin Wecker)
Von heut nach morg'n (LP, 1986)
Lieder 1981–1986 (Sampler, 1989)
Saitenhiebe (LP, 1989, Produzent: Mischa Krausz)
Lieder 1975–1980 (Sampler, 1991)
Liib Haimadland adee (LP, 1992, Produzent: Sigi Maron)
Geh no net furt (Sampler, 1993)
Stimmen gegen Hass und Gewalt (Sampler, 1995)
Raps und Rübsen (CD, 1996, Produzent: Leo Bei)
StarCollection (Doppel-CD-Sampler, 1997)
Live am Attersee (Festival des politischen Liedes, 2009)
Es gibt kan Gott (Doppel-CD, 2010)
Es is net ollas ans (Live-Mitschnitt aus dem Ö1 Radiokulturhaus, 2012)
Dynamit und Edelschrott (2014)
  • Bücher:
Der Wolkenschlepper (Lesebuch, 1980, Verlag Frischfleisch & Löwenmaul)
HOIZWEG (Buch inklusive CD)
fahrrad gegen mercedes (Buch inklusive CD, Verlag Bibliothek der Provinz, ISBN 9783852529585)
Schmelzwasser (Verlag Bibliothek der Provinz, ISBN 9783852521985)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sigi Maron – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.mediathek.at/akustische-chronik//Popup_25/Friedensdemo
  2. Der Standard: Lieder gegen die Wappler, 21. Oktober 2010
  3. orf.at - Sigi Maron kehrt der Bühne den Rücken. Artikel vom 13. Dezember 2014, abgerufen am 13. Dezember 2014.
  4. imdb: Atemnot (1984)
  5. imdb: Tohuwabohu