Sikka

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Kabupaten Sikka
Sikka
Lage
Symbole
Wappen
Wappen
Basisdaten
Staat Indonesien
Provinz Ost-Nusa Tenggara
Sitz Maumere
Fläche 1731,9 km²
Einwohner 278.392
Dichte 161 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 ID-NT

-8.4883333333333122.97388888889Koordinaten: 8° 29′ S, 122° 58′ O

Sikka ist ein Regierungsbezirk (Kabupaten) in der indonesischen Provinz Ost-Nusa Tenggara und ein ehemaliges Reich auf der Insel Flores.

Geographie[Bearbeiten]

In dem 1731,91 km² großen Regierungsbezirk mit seinen acht Distrikten[1] leben etwa 278.392 Menschen. Die Hauptstadt ist Maumere mit 70.000 Einwohnern. Im Norden liegt die Floressee, südlich die Sawusee. Im Osten grenzt Sikka an Ostflores mit seiner Hauptstadt Larantuka und im Westen an den Regierungsbezirk Ende mit dessen gleichnamigen Hauptort Ende.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Portugiesen gründeten hier einen Stützpunkt, der aber bald nur noch nominell unter ihrer Kontrolle war. De facto hatten die Sica die Kontrolle, eine portugiesisch-einheimische Mischbevölkerung, die hier ein kleines Reich aufbauten. Einige von ihnen siedelten 1851 nach Timor über, wo sie einen wichtigen Teil der portugiesischen, kolonialen Streitkräfte bildeten.

1851 verkaufte der portugiesische Gouverneur José Joaquim Lopes de Lima ohne Autorisation aus Lissabon Sikka und andere Gebiete auf den Kleinen Sunda-Inseln, die unter portugiesischer Oberhoheit standen, für 200.000 Florins an die Niederlande. Lissabon erkannte den Verkauf nicht an und ließ Lopes verhaften. Er starb auf der Rückfahrt nach Europa. Ab 1854 wurden die Vereinbarungen neu verhandelt. Im Vertrag von Lissabon wurde der Verkauf schließlich bestätigt. Die Ratifizierung erfolgte 1859. Gemäß dem Vertrag konnte die Bevölkerung ihren katholischen Glauben behalten. Die Niederländer übernahmen aber nie die innere Kontrolle über das Reich. Noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts setzten die einheimischen Rajas sogar die portugiesische Flagge. Dom Sentia da Silva, der letzte katholische Raja von Sikka gab erst mit der Unabhängigkeit Indonesiens seine politische Macht auf.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Angebaut werden Kakao, Cashewnüsse und Kokosnüsse, zur Nahrungsmittelproduktion Reis, Mais, Maniok, Süßkartoffeln, Sojabohnen, Erdnüsse und Mungobohnen. Die, verglichen mit den anderen Gebieten der Region, relativ großen Wälder des Bezirks liefern Tamarinde und Rattan.

Touristisch interessant sind die Seeparks von Maumere und am Golf von Nagahure und der Strand von Waliti. Es mangelt aber an der nötigen Infrastruktur.[1]

Verkehr[Bearbeiten]

Es existiert eine Flugverbindung von Denpasar auf Bali zum Wai Oti Airport von Maumere.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sikka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Regionalinvestment Sikka
  2. a b Worldvision Sikka