Siklós

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Dieser Artikel behandelt die Kleinstadt in Ungarn. Zum ungarischen Komponisten siehe Albert Siklós.
Siklós
Wappen von Siklós
Siklós (Ungarn)
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Basisdaten
Staat: Ungarn
Region: Südtransdanubien
Komitat: Baranya
Kleingebiet bis 31.12.2012: Siklós
Koordinaten: 45° 51′ N, 18° 18′ O45.85527777777818.298611111111Koordinaten: 45° 51′ 19″ N, 18° 17′ 55″ O
Einwohner: 9.732 (1. Jan. 2011)
Telefonvorwahl: (+36) 72
Postleitzahl: 7800
KSH kódja: 05519
Struktur und Verwaltung (Stand: 2013)
Gemeindeart: Stadt
Bürgermeister: János Marenics (parteilos)
Postanschrift: Kossuth tér 1
7800 Siklós
Webpräsenz:
(Quelle: A Magyar Köztársaság helységnévkönyve 2011. január 1. bei Központi statisztikai hivatal)
Burg in Siklós
Augustinerkloster in Siklós

Siklós [ˈʃikloːʃ] (deutsch Sieglos, kroatisch Šikloš, serbisch Шиклош) ist eine Stadt mit knapp 10.000 Einwohnern (Stand 2011) im Süden Ungarns im transdanubischen Komitat Baranya. Sie ist das wirtschaftliche, kulturelle und Verwaltungszentrum des gleichnamigen Kleingebiets.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt liegt 31 km südlich der Großstadt Pécs am Südhang des Villány-Gebirges (Villányi-hegység), das sich mit einigen Kuppen (Tenkes 408 m, Szársomlyó 442 m) etwa 300 m über das umliegende Draubecken ( Drávamedence ) erhebt.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Das bedeutendste Baudenkmal der Stadt ist die Burg, die erstmals 1294 urkundlich erwähnt wurde. Die Burg Siklós (siehe auch Vár) gehört zu den am besten erhaltenen historischen Bauten des Landes; an ihr können fast alle Epochen der Baugeschichte beobachtet werden: von der Romanik und Gotik bis zum Barock. Die schönsten Teile sind der Erker an der Südfassade und die Burgkapelle, in der Graf Kázmér Batthyány bestattet ist, der Außenminister der Kossuth-Regierung. Erwähnenswert ist ferner das Burgmuseum.

Im Burggarten steht die Statue der einstigen Burgherrin Dorottya Kanizsay, die die Gefallenen der verlustreichen Schlacht von Mohács gegen die Türken bestatten ließ. Die wiederhergestellte Moschee des Bey Malkoç erhielt 1994 den Europa-Nostra-Preis. Die serbisch-orthodoxe Kirche mit ihrer Ikonostase kann ebenfalls besichtigt werden.

Für seine Wallfahrten berühmt ist die barocke Franziskanerkirche von Siklós-Máriagyűd mit ihrem noch gotischen Chor. Ihre Geschichte lässt sich bis zur Zeit der Römer zurückführen. Um 1800 hat Papst Pius VII. Máriagyűd offiziell als Wallfahrtsort anerkannt.

Die Pfarrkirche von Siklós und das sich an sie anschließende, im Mittelalter errichtete Kloster stehen am Südosthang des Burghügels. Das Kloster ist heute eine Keramikwerkstatt mit der o. a. ständigen Ausstellung. Die Pfarrkirche wurde kurz nach 1300 für die Augustiner-Chorherren gebaut und ging nach einigen Umbauten und den Türkenkriegen an die Franziskaner. Vor kurzem wurden einige Wandmalereien restauriert, von denen Sachverständige meinen, sie seien sowohl in ihrer Gesamtheit als auch in der Feinheit ihrer Einzeldetails von den heute bekannten gotischen Fresken die qualitativ hochrangigsten. Im Chor der Pfarrkirche ist das Grabmal des Palatins Miklós Gara aus rotem Marmor zu sehen.

Sonstiges[Bearbeiten]

Neben einem Museum zur Lokalgeschichte weist Siklós noch eine Stadtgalerie und eine Keramikwerkstatt auf, denn Porzellanherstellung ist in der Region Baranya seit langem ein wichtiger Wirtschaftszweig.

Ferner gibt es in Siklós ein Strandbad. Die Stadt bildet das Zentrum der Weinstraße Villány-Siklós.

Das Gebiet von Siklós ist Schauplatz des Romans Kapitän Tenkes von Ferenc Örsi (1927–1994). 1963 wurde er hier auch verfilmt.

Umgebung[Bearbeiten]

Größere Orte der näheren Umgebung sind:

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Siklós – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien