Silberborn
51.7666666666679.55432Koordinaten: 51° 46′ 0″ N, 9° 33′ 0″ O
| Silberborn
Gemeinde Holzminden
|
|
|---|---|
| Höhe: | 432 m |
| Fläche: | 9,27 |
| Einwohner: | 820 |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1973 |
| Postleitzahl: | 37603 |
| Vorwahl: | 05536 |
Silberborn ist ein im Solling gelegener Stadtteil von Holzminden im Landkreis Holzminden in Niedersachsen (Deutschland). Silberborn ist nach seinem Ortsteil Torfhaus mit etwa 430 m ü. NN die höchstgelegene Ortslage des Sollings.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Lage [Bearbeiten]
Das in Südniedersachsen gelegene Dorf Silberborn befindet sich auf einer Hochebene des Hochsollings. Es liegt im Naturpark Solling-Vogler rund 9 km südöstlich von Holzminden, knapp 2,5 km nordöstlich von Neuhaus im Solling, 11 km östlich von Höxter, 13,5 km nordwestlich von Uslar und knapp 11 km west-südwestlich von Dassel (Entfernungen jeweils Luftlinie).
Durch Silberborn fließt ein Oberlauf-Abschnitt der Holzminde, ein rechter Nebenfluss der Weser.
Die nahe gelegenen Berge Große Blöße (527,8 m; Nordosten), Großer Ahrensberg (524,9 m; Norden) und Moosberg (513 m; Süden) sind die höchsten Berge des Mittelgebirges Solling, so dass dieser hier als Hochsolling bezeichnet wird.
Torfhaus [Bearbeiten]
Der Ortsteil Torfhaus, der aus wenigen Gebäuden besteht, liegt auf der Silberborner Hochebene 1,25 km östlich vom Silberborner Ortskern an der Landesstraße 549 auf etwa 490 m Höhe, womit er die höchstgelegene Ortschaft des Sollings ist.
Silberborn und Torfhaus sind umgeben von dichten Wäldern des Sollings, die zum Teil in Wiesenlandschaft umgewandelt wurden und werden, sowie auch von Hochmooren.
Geschichte [Bearbeiten]
Der Ort Silberborn geht auf die Gründung einer Glashütte im Jahre 1742 zurück, bei der 1765 die Kolonie „Silberborn“ angelegt und in den Folgejahren durch Ansiedlung von Anbauern erweitert wurde.[1] 1860 wurde die Markuskirche geweiht, die höchstgelegene Kirche im Solling.[2]
Im Dezember 1910 lebten 338 Einwohner in dem Ort, während etwa 60 Jahre vorher 361 Personen im Ort verzeichnet waren, die sich auf 51 Wohnhäuser verteilten; nicht darunter befanden sich 9 Personen in einem, außerhalb des Ortes befindlichen Haus Am Moosberge und die 123 Einwohner des Gestütes Neuhaus.[3]
Silberborn gehörte bis 1932 zum Kreis Uslar. Dieser wurde 1939 in den Landkreis Northeim eingegliedert, so dass das Dorf fortan bis zu seiner Eingemeindung zu diesem Landkreis gehörte.
Am 30. Dezember 1957 stürzte ein britisches Bomberflugzeug vom Typ Canberra (XJ 249) in eine Waldstück in der Nähe des Mecklenbruchs ab. Das Wrack wurde am 2. Januar 1958 geborgen. Die drei Besatzungsmitglieder H.W.R. Clarke, B. Milne und D.T. McCarthy kamen durch den Absturz ums Leben. Am 26. April 1958 wurde ein Denkmal eingeweiht.
Am 1. Januar 1973 wurde Silberborn in die Kreisstadt Holzminden eingegliedert.[4] Das Jugendfreizeitheim verblieb beim Landkreis Northeim.
Silberborn war bis Ende 2010 ein staatlich anerkannter Luftkurort[5]
Politik [Bearbeiten]
Ortsrat [Bearbeiten]
Seit der Kommunalwahl am 11. September 2011 setzt sich der Ortsrat folgendermaßen zusammen:
Ortsbürgermeister [Bearbeiten]
Seit 1976 ist Wolfgang Peter (CDU) amtierender Ortsbürgermeister.
Wappen [Bearbeiten]
Das Ortswappen enthält weiße Kleeblattkreuze auf rotem Grund.[6]
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Neben der Holzwirtschaft ist der Tourismus immer noch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.
Durch das Dorf verläuft die von Neuhaus im Solling nach Dassel führenden Landesstraße 549, über die in Richtung Süd-Südwesten zum Beispiel Anbindung an die nahe Bundesstraße 497 besteht.[7]
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Vereine und Veranstaltungen [Bearbeiten]
Die ortsansässigen Vereine Turn- und Sportverein Silberborn von 1967 e.V., die Schützenvereinigung Hochsolling und der Heimatverein Silberborn bilden zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Silberborn die Arbeitsgemeinschaft der Silberborner Vereine, die für diverse Veranstaltungen verantwortlich ist. Seit einigen Jahren gibt es in Silberborn auch die Oldtimerfreunde Silberborn e.V., diese veranstalten alle zwei Jahre ein Traktoren- und Maschinentreffen mit Bildersuchfahrt durch den gesamten Solling. Am Ortsrand wird ein Hochseilgarten betrieben.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Kirche St. Markus, Bauwerk aus Sandstein
- Aussichtsturm Hochsolling auf dem Moosberg
- das durch Stege begehbare Mecklenbruch, eines der Hochmoore, die zu der Silberborn und Torfhaus umgebenden Landschaft gehören
- "Liebesbankweg"[8]
Literatur [Bearbeiten]
- Gerhard Brodhage, August Müller: Silberborn : vom Hüttenplatz zum Fremdenverkehrsort. Solling- und Heimatverein, Silberborn, 1996.
- Otto Bloss: Die Glashütte am Silberborn : ein Beitrag für Industrie und Bevölkerungsgeschichte im Hochsolling. In: Northeimer Blätter, Heft 3, Verlag Paul Hamwald, Northeim/Hannover, 1961. S 57-92.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Kirstin Casemir, Uwe Ohainski: Die Ortsnamen des Landkreises Holzminden. In: Jürgen Udolph (Hrsg.): Niedersächsisches Ortsnamensbuch (NOB). Teil VI, Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2007, ISBN 978-3-89534-671-2, S. 253.
- ↑ Kirchengemeinde Silberborn
- ↑ Friedrich Wilhelm Harseim, C. Schlüter, Friedrich Wilhelm Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlütersche Hofbuchdruckerei, Hannover 1848, S. 79.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 211.
- ↑ Niedersächsischer Landtag, 16. Wahlperiode, Drucksache 16/3359: Kleine Anfrage "Welchen Stellenwert haben Prädikate wie „staatlich anerkannter Luftkurort“ speziell für den Heidetourismus und die Tourismuswirtschaft in Niedersachsen?" (PDF; 102 kB). Abgerufen am 23. März 2011.
- ↑ Ortswappen
- ↑ Anfahrtskizze
- ↑ Der "Liebesbankweg"
Weblinks [Bearbeiten]
Allersheim | Holzminden (Kernstadt) | Neuhaus im Solling mit Fohlenplacken | Silberborn | Mühlenberg