Silberhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Silberhausen
Silberhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Silberhausen hervorgehoben
51.30944444444410.339166666667320Koordinaten: 51° 19′ N, 10° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Eichsfeld
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Dingelstädt
Höhe: 320 m ü. NHN
Fläche: 10,31 km²
Einwohner: 635 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km²
Postleitzahl: 37351
Vorwahl: 036075
Kfz-Kennzeichen: EIC, HIG, WBS
Gemeindeschlüssel: 16 0 61 087
Adresse der Verbandsverwaltung: Geschwister-Scholl-Str. 26/28
37351 Dingelstädt
Webpräsenz: www.dingelstaedt-eichsfeld.de
Bürgermeister: Jörg Ruwisch (CDU)
Lage der Gemeinde Silberhausen im Landkreis Eichsfeld
Niedersachsen Hessen Kyffhäuserkreis Landkreis Nordhausen Unstrut-Hainich-Kreis Am Ohmberg Am Ohmberg Am Ohmberg Arenshausen Asbach-Sickenberg Berlingerode Bernterode (bei Heilbad Heiligenstadt) Birkenfelde Bodenrode-Westhausen Bornhagen Brehme Breitenworbis Büttstedt Buhla Burgwalde Deuna Dieterode Dietzenrode-Vatterode Dingelstädt Ecklingerode Effelder Eichstruth Ferna Freienhagen (Eichsfeld) Fretterode Geisleden Geismar Gerbershausen Gernrode (Eichsfeld) Gerterode Glasehausen Großbartloff Hausen (Eichsfeld) Haynrode Heilbad Heiligenstadt Helmsdorf (Eichsfeld) Heuthen Hohengandern Hohes Kreuz Hundeshagen Kallmerode Kefferhausen Kella Kella Kirchgandern Kirchworbis Kleinbartloff Kreuzebra Krombach (Eichsfeld) Küllstedt Leinefelde-Worbis Lenterode Lindewerra Lutter (Eichsfeld) Mackenrode (Landkreis Eichsfeld) Marth Niederorschel Pfaffschwende Reinholterode Röhrig Rohrberg (Eichsfeld) Rustenfelde Schachtebich Schimberg Schönhagen (Eichsfeld) Schwobfeld Steinbach (Eichsfeld) Sonnenstein (Gemeinde) Steinheuterode Tastungen Teistungen Thalwenden Uder Volkerode Deuna Wachstedt Wahlhausen Wehnde Wiesenfeld (Eichsfeld) Wingerode WüstheuterodeKarte
Über dieses Bild

Silberhausen ist eine Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Dingelstädt im thüringischen Landkreis Eichsfeld.

Geschichte[Bearbeiten]

Katholische Kirche St. Cosmas und Damian
Kirchenaltar
Mauerdenkmal in Ortsmitte

Silberhausen wurde 1171 erstmals als Silverhusen urkundlich erwähnt. Die Herkunft des Namens ist nicht eindeutig bestimmbar. Es gibt verschiedene Deutungsmöglichkeiten, wonach der Ort entweder nach einem Feudalherren Eckehart von Silverhusen benannt wurde oder die Ansiedlung eines Silibaro war; auch eine Ableitung vom althochdeutschen Wort Silibar für Silber ist möglich. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde der Ort 1632 durch weimarische Truppen nahezu vollständig zerstört. Aufgrund der Lage an der Unstrut war der Ort oft von schweren Überschwemmungen betroffen. 1756 bis 1764 wurde die katholische Kirche St. Cosmas und Damian im Barockstil errichtet. Der Ort gehörte bis zur Säkularisation 1802 zu Kurmainz. 1802 bis 1807 war der Ort preußisch und kam dann zum Königreich Westphalen. 1815 bis 1945 war er Teil der preußischen Provinz Sachsen.

Nach Panzerbeschuss und dann widerstandsloser amerikanischer Besetzung am 8. April 1945 kam der Ort im Juli zur sowjetischen Besatzungszone und war ab 1949 Teil der DDR. Von 1961 bis zur Wende und Wiedervereinigung 1989/1990 wurde Silberhausen von der Sperrung der nahen innerdeutschen Grenze beeinträchtigt. Seit 1990 gehört der Ort zum wieder gegründeten Bundesland Thüringen.

Im April 1990 erwarb der Steinmetzmeister Michael Spitzenberg aus Silberhausen ein Segment der Berliner Mauer und versah es mit Daten des Sperrriegels der DDR-Grenztruppen um Westberlin. Das Denkmal wurde in der Ortsmitte von Silberhausen aufgestellt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 774
  • 1995: 778
  • 1996: 780
  • 1997: 774
  • 1998: 754
  • 1999: 758
  • 2000: 747
  • 2001: 732
  • 2002: 725
  • 2003: 718
  • 2004: 709
  • 2007: 689
  • 2008: 687
  • 2009: 688
  • 2010: 691
  • 2011: 687
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Im silbernen Feld eine blaue Spitze, die mit einem silbernen, wachsenden Turm mit Renaissancegiebeln belegt ist.“

Das Wappen geht auf ein Siegelmotiv zurück, das bis 1952/53 gültig war. Es enthält den Turm und einen Teil der Westfassade der Kirche. Eine volksetymologische Herleitung des Ortsnamens wird durch die Tingierung (Silber/Blau) und das Heroldsbild der Spitze vorgenommen, die das Grundwort „-hausen“ symbolisiert.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat von Silberhausen setzt sich aus acht Gemeinderatsmitgliedern zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)[2]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Jörg Ruwisch (CDU) wurde am 6. Juni 2010 wiedergewählt.[3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Heinrich Adameck, SED-Funktionär und 1968-1989 Vorsitzender des Staatlichen Komitees für Fernsehen

Verkehr[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die Kirche St. Cosmas und Damian wurde im Barock-Stil errichtet und begeht am 17. Oktober 2014 ihre 250-Jahrfeier. Die Gemeinde hofft, dass bis dahin die jetzigen Eisenhartgußglocken aus den 1950er Jahren (mit schweren Klangfehlern) wieder durch Bronzeglocken ersetzt sein werden. Die früheren Bronzeglocken mussten in beiden Weltkriegen geopfert werden. Auch der Glockenstuhl ist zu erneuern.
  • Mauer-Denkmal von 1990 in Ortsmitte, mit einem Originalsegment der Berliner Mauer

Touristik[Bearbeiten]

  • Durch Silberhausen führt der Unstrut-Radweg, dessen Anfang nahe der Unstrut-Quelle bei Kefferhausen über den Bahnhof Silberhausen gut zu erreichen ist.

Sonstiges[Bearbeiten]

Mittelpunkt Deutschlands[Bearbeiten]

Erwähnenswert ist auch, dass sich in Silberhausen der Mittelpunkt Deutschlands befindet, wenn man bei Schwerpunkt-Berechnung des BRD-Staatsgebiets auch die Zwölfmeilenzone in Ost- und Nordsee mit einbezieht.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKommunalwahlen in Thüringen am 7. Juni 2009. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 10. März 2010 (PDF; 1,9 MB).
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKommunalwahlen in Thüringen am 6. Juni 2010. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 6. Juni 2010.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Silberhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien