Silberoxid-Zink-Batterie

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Silberoxid-Zink-Knopfzellen

Silberoxid-Zink-Zellen sind Primärzellen, die in Form von Knopfzellen im Handel sind.

Der Minuspol einer Silberoxid-Zink-Zelle besteht aus Zinkpulver, das im Verlauf der Entladung oxidiert wird. Der Pluspol besteht aus Silber(I)-oxid, das beim Entladen zu elementarem Silber reduziert wird. Als Elektrolyt kommt verdünnte Kalilauge (oder Natronlauge) zum Einsatz. Die Nennspannung einer solchen Zelle beträgt etwa 1,55 V. Neben Zinkhydroxid bildet sich durch Reaktion mit dem Elektrolyten außerdem Kaliumzinkat (K2[Zn(OH)4]).

Chemische Prozesse[Bearbeiten]

Vereinfacht laufen bei der Entladung folgende Reaktionen ab:

  • Reduktion: \mathrm{Ag_2O + H_2O + 2e^{\operatorname{-}} \longrightarrow\, 2Ag + 2 OH^{\operatorname{-}}}
  • Oxidation: \mathrm{Zn \longrightarrow\, Zn^{2\operatorname{+}} + 2e^{\operatorname{-}}}
  • Redox: \mathrm{2Ag^{\operatorname{+}} + Zn \longrightarrow\, 2Ag + Zn^{2\operatorname{+}}}
  • Gesamt: \mathrm{Ag_2O + H_2O + Zn \longrightarrow\, 2Ag + Zn(OH)_2}

Traditionelle Silberoxid-Zink-Zellen lassen sich nicht wieder aufladen. Sie gehören daher zu den Primärzellen. Beim Aufladen würde sich der Elektrolyt zersetzen, was meist zur Zerstörung der Batterie führt. Darüber hinaus hat die Firma ZPower für 2009 eine wiederaufladbare Silber-Zink-Batterie angekündigt. Dafür wird eine Energiedichte von 200 Wh/kg angegeben.[1]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMargery Conner: Silver zinc batteries to rely on recycling to be cost-competitive. In: EDN: PowerSource. 20. September 2007, abgerufen am 23. August 2008 (englisch).