Silikat-Perowskit

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Silikat-Perowskite sind Magnesium-Eisen-Calcium-Silikate mit Perowskit-Struktur, die nur unter sehr hohen Drücken ab etwa 230.000 Atmosphären entstehen[1] und als Tiefengesteine (Plutonite) etwa 80 % des unteren Erdmantels ausmachen.[2]

Des Weiteren hat man 2008 herausgefunden, dass Silikat-Perowskite selbst für optisches Licht und für Wärmestrahlung durchlässig sind. Damit wurde herausgefunden, dass die Temperatur in 2900 km Tiefe eher 4000 °C als 3000 °C beträgt.[3] Das erste natürliche Silikat-Perowskit wurde in einem Staubkorn eines Meteoriten gefunden und es wird vermutet, dass dieses Staubkorn seinen Ursprung in einer Supernova hat.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Ein kosmisches Körnchen Wahrheit. Nachwuchsforscher Dr. Christian Vollmer von der Goethe Universität erhält Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft 2009. 9. Oktober 2009, abgerufen am 21. Mai 2013.
  2. Diffusion im Schneckentempo. Science-Publikation über Prozesse im unteren Erdmantel. Friedrich-Schiller-Universität Jena, März 2006, abgerufen am 21. Mai 2013.
  3. Usula Kueffner: Wie heiß ist es im Inneren der Erde? Forscher des Bayerischen Geoinstituts publizieren neue Erkenntnisse in „Science“ / Temperaturen an der Kern-Mantel Grenze in 2900 km Tiefe eher bei 4000 ˚C. In: inovations report. IDEA TV Gesellschaft für kommunikative Unternehmensbetreuung mbH, 5. Dezember 2008, abgerufen am 21. Mai 2013.