Silje Nergaard

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Silje Nergaard.jpg
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Darkness Out Of Blue
  DE 99 14.05.2007 (1 Wo.)
A Thousand True Stories
  DE 66 12.10.2009 (2 Wo.)
Unclouded
  DE 73 06.04.2012 (… Wo.)

Silje Nergaard (* 19. Juni 1966 in Steinkjer) ist eine norwegische Jazzsängerin. Markenzeichen der sich zwischen Jazz und Popmusik bewegenden Sängerin ist ihre bisweilen kindlich klingende Stimme, die jedoch mit einer hochentwickelten Gesangstechnik gepaart ist.

Biografie[Bearbeiten]

Silje Nergaard wächst als Tochter eines Lehrerehepaares im norwegischen Hamar auf. Schon früh kommt sie durch Schallplatten ihrer Mutter von Stan Getz und João Gilberto mit Jazzmusik in Berührung. Weitere musikalische Vorbilder wie Al Jarreau und Joni Mitchell wecken in ihr die Liebe zum Gesang.

Erste künstlerische Meriten erntet Silje Nergaard als 16-jähriger Teenager beim internationalen Jazzfestival in Molde. 1985 tritt sie beim Vorentscheid (Norsk Melodi Grand Prix) ihres Landes für den Grand Prix Eurovision de la Chanson mit dem Song Si Det, Si Det auf (den später die Norwegischen Vertreter Bobbysocks gewinnen). Bei einer Jam-Session der Ex-Band des 1987 verstorbenen Bassisten Jaco Pastorius wagt sich die junge Sängerin ohne Scheu auf die Bühne und begeistert die anwesenden Musiker und Hörer mit gewagten, jedoch stets gekonnt vorgetragenen Interpretationen, worauf sie von der lokalen norwegischen Presse bereits als kommender Star gehandelt wird. Auf Empfehlung des amerikanischen Jazzgitarristen Pat Metheny erhält sie unter dem Produzenten Richard Niles einen Plattenvertrag bei dem bekannten Label EMI. 1990 erscheint ihre Debütplatte "Tell Me Where You're Going", die Platz 7 der norwegischen Popcharts erreicht. Fast noch erfolgreicher als in ihrer Heimat ist die Künstlerin in Japan. Die erste Veröffentlichung erreicht auf Anhieb Platz 1 der japanischen Radiocharts. Ihr hoher Beliebtheitsgrad in Japan lässt sich auch daran erkennen, dass ein Wein nach ihr benannt wird und sie als erste westliche Künstlerin überhaupt in dem heiligen Heian-Schrein in Kyōto auftreten darf. Nach zwei weiteren Alben für EMI kehrt Silje Nergaard 1995 zu ihren norwegischen Wurzeln zurück. Bei dem kleinen norwegischen Plattenlabel Kirkelig Kulturverksted veröffentlicht sie 1995 und 1996 zwei weitere Alben in ihrer Landessprache.

In der darauf folgenden vierjährigen Schaffenspause kommt die erste Tochter Erle zur Welt. Ende 1999 meldet sich die Sängerin zurück, als man ihr in den USA für ihren Titel "I Don't Want To See You Cry" bei einem Songwriter-Wettbewerb den Honorable Mention Award verleiht. Wieder mehr der Jazzmusik zugetan, gewinnt die Norwegerin drei Landsmänner als Begleitband – das Tord Gustavsen Trio. Spätestens mit ihrer ersten Platte nach der Pause, "Port of Call", erreicht Silje Nergaard auch den internationalen Durchbruch, was sich in einer massiven Medien- und Festivalpräsenz manifestiert. Die Texte der Eigenkompositionen stammen von ihrem Schwager Mike McGurk, einem bekannten PEN-Poeten. Die zweite Veröffentlichung "At First Light" aus dem Jahr 2001 springt sofort auf Platz eins der norwegischen Popcharts und hat mittlerweile Platinstatus erreicht. Im Mai 2003 erblickt ihre zweite Tochter Karla das Licht der Welt.

Mit einem Konzert am 7. Dezember 2005, bei dem sie dem überraschten Publikum auch ein Duett mit ihrem ebenfalls singenden Ehemann bescherte, beendete Silje Nergaard in der Tonhalle in Düsseldorf ihre sechsjährige Zusammenarbeit mit dem Tord Gustavsen Trio.

Diskografie[Bearbeiten]

  • Tell Me Where You're Going (1990)
  • Silje (1991)
  • Cow on the Highway (1993)
  • Brevet (1995)
  • Hjemmefra ("From Home") (1996)
  • Port of Call (2000)
  • At First Light (2001)
  • Nightwatch (2003)
  • Darkness out of Blue (2007)
  • A Thousand True Stories (Herbst 2009)
  • If I Could Wrap Up A Kiss (Silje's Christmas)(November 2010)
  • Unclouded (2012)

Compilation-Album[Bearbeiten]

  • Be Still My Heart – The Essential (2005)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Silje Nergaard – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Silje Nergaard in den deutschen Charts