Silke Lautenschläger

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Silke Lautenschläger 2006

Silke Lautenschläger (* 19. September 1968 in Darmstadt) ist eine deutsche Politikerin (CDU) und seit Februar 2009 Hessische Ministerin für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Kabinett von Ministerpräsident Roland Koch. Zuvor war sie bereits seit August 2001 Hessische Sozialministerin und zugleich seit dem 1. April 2008 Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst.

[Bearbeiten] Leben

Silke Lautenschläger besuchte bis zum Abitur 1988 das Gymnasium Georg-Büchner-Schule in Darmstadt. Von 1988 bis 1993 studierte sie Rechtswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und legte 1996 ihr zweites Staatsexamen ab. Die Juristin engagierte sich in der Jungen Union und wurde 1997 in den Bezirksvorstand Hessen Süd gewählt. Sie praktizierte bis zu ihrer Ernennung zur Ministerin als Rechtsanwältin und ist seit 1999 Mitglied des Hessischen Landtages.

Lautenschläger ist evangelisch, verheiratet und hat zwei Kinder.

[Bearbeiten] Politik

Seit 1999 ist Lautenschläger Mitglied des Hessischen Landtags. Die zum Zeitpunkt ihrer Ernennung erst 32-jährige löste Marlies Mosiek-Urbahn im August 2001 als hessische Sozialministerin im Kabinett von Ministerpräsident Roland Koch als damals jüngste Landesministerin ab. Sie zeichnete sich bis 2009 für das große Ressort Familie, Gesundheit, Frauen, Soziales und Arbeit verantwortlich und ist zudem Vorsitzende des Bundesratsausschusses für Arbeit und Sozialpolitik.

Silke Lautenschläger war schon in der Bundespolitik aktiv. Bis Oktober 2004 erarbeitete sie zusammen mit ihren Amtskolleginnen Ursula von der Leyen (Niedersachsen) und Christa Stewens (Bayern) ein gemeinsames Unionskonzept für eine Gesundheitsreform. An dem Wahlprogramm der CDU für die vorgezogenen Bundestagswahlen 2005 war sie ebenfalls wesentlich beteiligt. Die CDU-Ministerin ist Mitglied in der Familienkommission ihrer Partei, die im April 2005 erstmals tagte.

„Kochs Mädchen“, wie sie von den Medien scherzhaft genannt wird, gilt als ambitionierte und durchsetzungsfähige Politikerin. In jüngster Zeit fiel die CDU-Politikerin vor allem durch ihre Forderungen nach einer Verschärfung von Hartz IV auf.

Silke Lautenschläger setzt sich besonders für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein und damit verbunden für den Ausbau der Kinderbetreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren. Dem in letzter Zeit immer größer werdenden Ruf nach mehr Schutz für Kinder, tritt sie mit den verpflichtenden Vorsorgeuntersuchungen entgegen.

Im Mai 2007 wurde sie in ihrem Dienstwagen auf der Autobahn A7 von einer Zivilstreife angehalten, weil ihr Fahrer zahlreiche Tempolimits ignoriert und Verstöße gegen die StVO (bspw. rechts überholt) begangen hatte. Lautenschläger hatte hierbei von ihren Sonderrechten als Ministerin Gebrauch gemacht, die es ihr zugestehen, in besonderen Fällen die StVO außer Kraft zu setzen. In der Presse und von der Bevölkerung wurde sie für ihr Verhalten stark kritisiert, da sie auf dem Weg zu einer eher unwichtigen regionalen Veranstaltung gewesen war. Von Lautenschläger selbst gibt es hierzu keinen Kommentar.

Bei der Landtagswahl in Hessen 2008 am 27. Januar 2008 trat Lautenschläger für den Wahlkreis Darmstadt-Dieburg II als Direktkandidatin an, unterlag jedoch knapp Patrick Koch, dem Kandidaten der SPD[1]. Sie zog jedoch über die Landesliste der CDU erneut in den hessischen Landtag ein.

Bei den vorgezogenen Neuwahlen am 18. Januar 2009 trat sie erneut als Direktkandidatin im Wahlkreis Darmstadt-Dieburg II an und gewann. Während der konstituierenden Sitzung des Hessischen Landtags am 5. Februar 2009 wurde sie als neue Ministerin für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vereidigt.

[Bearbeiten] Fußnoten

  1. Wahlberichterstattung des Hessischen Rundfunks
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