Sillegny

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Sillegny
Wappen von Sillegny
Sillegny (Frankreich)
Sillegny
Region Lothringen
Département Moselle
Arrondissement Metz-Campagne
Kanton Verny
Koordinaten 48° 59′ N, 6° 10′ O48.98756.1605555555556186Koordinaten: 48° 59′ N, 6° 10′ O
Höhe 172–237 m
Fläche 10,46 km²
Einwohner 439 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 42 Einw./km²
Postleitzahl 57420
INSEE-Code

Sillegny ist eine französische Gemeinde mit 439 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Moselle in der Region Lothringen im Tal des Flüsschens Seille, etwa 15 km südlich von Metz, wenige Kilometer östlich der Mosel und nicht weit von Pont-à-Mousson.

Geschichte[Bearbeiten]

Im 11. Jahrhundert gehörte Sillegny, das damals Soleignie hieß, dem Metzer Kloster Saint-Pierre, im 12. Jahrhundert dann dem Bischof von Metz. 1226 kannte man den Ort unter dem Namen Sulincium. Zwanzig Jahre später gab Bischof Jacques das Dorf dem Kloster Sainte-Marie zum Lehen, doch die Kirche blieb bis zur Französischen Revolution im Besitz des Bistums.

1635, im Dreißigjährigen Krieg, entging Sillegny nur knapp der Zerstörung durch die Schweden. Die Kirche entwickelte sich zum bekannten Wallfahrtsziel.

Durch den Frieden von Frankfurt wurde der Ort 1871 deutsch; 1918, nach Ende des Ersten Weltkriegs, kehrte Sillegny nach Frankreich zurück. 1940 erneut deutsch besetzt, wurde der Ort bei der Befreiung 1944 durch Bomben fast vollständig zerstört. Wie durch ein Wunder blieb die Kirche bis auf den Turm nahezu unversehrt.

1915–18 und 1940–44 trug der Ort den verdeutschten Namen Sillningen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 246 259 257 324 338 351 457

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die kleine gotische Wehrkirche Saint-Martin mit dem massiven Turm stammt aus dem 15. Jahrhundert. Das Innere der Kirche ist mit sehenswerten Fresken unbekannter Künstler geschmückt, die aus der Zeit um 1500 stammen. Erst 1845 wurden die Fresken unter einem einheitlichen Anstrich wiederentdeckt und restauriert. Beim Bombardement 1944 wurde das große Fresko vom Jüngsten Gericht beschädigt, die Restaurierung wurde 1963 abgeschlossen.

Weblinks[Bearbeiten]