Sils im Domleschg

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Sils im Domleschg
Wappen von Sils im Domleschg
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Bezirk: Hinterrheinw
Kreis: Domleschg
BFS-Nr.: 3640i1f3f4
Postleitzahl: 7411
Koordinaten: 753969 / 17406246.79.452633Koordinaten: 46° 42′ 0″ N, 9° 27′ 7″ O; CH1903: 753969 / 174062
Höhe: 633 m ü. M.
Fläche: 9.28 km²
Einwohner: 895 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 96 Einw. pro km²
Website: www.sils-id.ch
Sils, im Hintergrund Thusis

Sils, im Hintergrund Thusis

Karte
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Sils im Domleschg (rätoromanisch Seglias) ist eine politische Gemeinde im Kreis Domleschg, Bezirk Hinterrhein des Kantons Graubünden in der Schweiz.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Silber ein aufrechter, rot bewehrter schwarzer Steinbock, eine schwarze Wagenlünse tragend

Verbindung des Steinbocks, des Wappens des Gotteshausbundes, mit der Wagenlünse, dem Familienwappen der Rin(c)k von Baldenstein.

Geographie[Bearbeiten]

Kirche St. Cassian
Kirche von Sils

Das Domleschg gilt als eines der schönsten und vielfältigsten Täler Graubündens. Dank des ausserordentlich günstigen Klimas wird das Domleschg auch der Obstgarten Graubündens genannt. Wenn hier im Frühling die Apfelblüte beginnt, sieht man im Hintergrund die Berge noch tief verschneit. Die besondere geographische Lage mit den engen, leicht zu kontrollierenden Verkehrswegen machte das Domleschg zum burgenreichsten Gebiet Europas. Zur Gemeinde Sils im Domleschg gehört das Schloss Baldenstein, die Burgruine Campell, Burganlage Hohen Rätien und Burg Ehrenfels (Sils). Ebenfalls auf Gemeindegebiet von Sils liegen die Felszeichnungen von Carschenna.

Nachbargemeinden von Sils im Domleschg sind im Uhrzeigersinn beginnend im Norden Fürstenau, Scharans, Vaz/Obervaz, Mutten, Zillis-Reischen, Rongellen und Thusis.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Sprachen[Bearbeiten]

Bis ins 19. Jahrhundert wurde in Sils Sutselvisch, eine bündnerromanische Mundart, gesprochen. Im Jahr 1900 waren bereits weniger als 10 % romanischsprachig und seit 1920 ist die Gemeinde einsprachig Deutsch.

Sprachen in Sils im Domleschg
Sprachen Volkszählung 1980 Volkszählung 1990 Volkszählung 2000
Anzahl Anteil Anzahl Anteil Anzahl Anteil
Deutsch 612 74,09 % 646 81,36 % 764 86,82 %
Rätoromanisch 56 6,78 % 34 4,28 % 14 1,59 %
Italienisch 104 12,59 % 60 7,56 % 25 2,84 %
Einwohner 826 100 % 794 100 % 880 100 %

Sowohl bei den Rätoromanen wie bei den Italienischsprachigen handelt es sich um Zuwanderer. Die Einwanderer aus Italien integrieren sich sprachlich immer mehr. Deshalb ist der Anteil des Italienischen in den letzten Jahrzehnten stetig zurückgegangen. Behördensprache ist Deutsch.

Herkunft und Nationalität[Bearbeiten]

Von den Ende 2005 854 Bewohnern waren 749 (= 88 %) Schweizer Staatsangehörige.

Wirtschaft, Verkehr[Bearbeiten]

Anlage der EWZ in Sils im Domleschg

Sils wird von Buslinien der Postauto Graubünden bedient. Im benachbarten Thusis halten Regionalzüge und Schnellzüge der Rhätischen Bahn.

In Sils befinden sich ein Kraftwerk und ein Unterwerk, die vom Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ), den Nordostschweizerischen Kraftwerken (NOK) und den Kraftwerken Hinterrhein (KHR) betrieben werden. Im Anlagenkomplex befindet sich die Netz-Leitstelle Sils des EWZ, von wo aus die meisten EWZ-Anlagen zentral angesteuert werden.

Im Unterwerk wird Strom von der Elektrizitätsgesellschaft Laufenburg transformiert und durch die Hochspannungsleitungen Sils–Soazza und Sils–Pradella weitertransportiert. Ausserdem beginnen dort eine 380-kV-Hochspannungsleitung der NOK nach Bonaduz und die 380-kV-Leitung Sils–Fällanden der EWZ.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Exekutive[Bearbeiten]

Gemeindepräsident ist Mario Kunz (Stand 2010).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sils im Domleschg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Palazzo Donatz (Gemeindehaus)
  3. Schloss Baldenstein
  4. Burgruine Hoch-Rialt oder Hohenrätien
  5. Burgruine Campi