Silstedt
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| Silstedt
Gemeinde Wernigerode
|
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|---|---|
| Koordinaten: | 51° 52′ N, 10° 51′ O51.86138888888910.848611111111Koordinaten: 51° 51′ 41″ N, 10° 50′ 55″ O |
| Eingemeindung: | 1993 |
| Postleitzahl: | 38855 |
| Vorwahl: | 03943 |
Silstedt ist ein Ortsteil der Stadt Wernigerode im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografische Lage
Silstedt liegt etwa 5 Kilometer nordöstlich von Wernigerode am Nordrand des Harzes in der nach Norden offenen Ebene. Durch den Ort führt die Landesstraße L 82 von Wernigerode nach Derenburg, weitere Verbindungsstraßen existieren nach Minsleben und Benzingerode. Südlich des Ortes führt die Bundesstraße 6 vorbei, die über die Auffahrt Wernigerode-Zentrum zu erreichen ist.
[Bearbeiten] Geschichte
Der heute noch stark landwirtschaftlich geprägte Ort kann auf eine über 1000-jährige Geschichte zurückblicken. Am 12. November 995 wurde Silzestedi von König Otto III. an das Bistum Meißen geschenkt.[1] Dies gilt als Ersterwähnung des Ortes.
1993 erfolgte die Eingemeindung; Silstedt wurde damit ein Teil der Stadt Wernigerode.[2]
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1933[3] | 1.096 |
| 1939[3] | 1.124 |
| 1957 | 1.463 |
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswertes
- Auf dem Museumshof Ernst Koch einem alter Bauernhof aus dem 17. Jahrhundert wird das Leben und Arbeiten auf dem Lande im Harz anhand von Dokumenten, Fotos und Gebrauchsgegenständen des täglichen Bedarfs gezeigt. [4]
- Die Dorfkirche St. Nikolai ist das älteste Bauwerk des Dorfes. Sie ist dem Heiligen Nikolaus von Myra geweiht und die Gründung datiert in die Zeit Kaiser Otto III. 990–1002. Ein schwerer Turm mit den fast 2 m dicken Mauern und schmalen Schießscharten ähnlichen Fenster zeugen von einer alten Bauweise. [5]Die beiden Glocken (die „Kleine“ in Birnenform und die große gegossen von Heise Meyer in Wolfenbüttel 1663) sind noch vorhanden. In den Jahren 1681–89 wurde auf die Mauern des Schiffes und des Chores ein Stück aufgemauert, damit bekam der Innenraum der Kirche, die bis heute verbliebene Form. 1703 wurde eine neue Orgel eingeweiht. Etwa 20 Jahre später 1716 erfolgte eine neue Umgestaltung des Kircheninneren. Die Kanzel wurde von ihrer alten Stelle entfernt und mit dem Altar zusammengezogen. Der alte Taufstein vom Chor musste weichen und Bänken Platz machen. Ein Taufengel, den man an einem starken Seil nach Bedarf hoch ziehen konnte, schwebte senkrecht unter dem Kruzifix.
- Alte Linden: Auf Befehl Friedrich Wilhelm I. wurde 1719 der ganze Kirchhof mit Maulbeerbäumen bepflanzt, weil hier die Seidenraupenzucht eingeführt werden sollte. Der Versuch missglückte, die Maulbeeren gingen ein. Erhalten sind jedoch zwei Linden, die man 1722 an die Ostfront der Kirche setzte.
[Bearbeiten] Söhne und Töchter des Ortes
- Henning Calvör (1685/86–1766), Theologe, Lehrer und Gelehrter im Bereich der Bergbautechnik und Mechanik
- Werner Hartmann (1902–1963), Marineoffizier und U-Bootskommandant
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ RI II 3 Nr. 1157
- ↑ Stadt Wernigerode Stadtportrait
- ↑ a b Deutsche Verwaltungsgeschichte Landkreis Wernigerode
- ↑ http://www.wernigerode-tourismus.de/museen.html#museumshof
- ↑ http://www.wernigerode-tourismus.de/kirchen.html
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