Silvanus (Mythologie)

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Flachrelief dekoriert in Gestalt des Gottes Silvanus der Kapitolinische Museen, Rom.
Weihegabe des Bärenfängers der Legio XXX Ulpia Victrix an Silvanus, LVR-Archäologischer Park Xanten

Silvanus war der römische Gott der Hirten und Wälder. Daneben wurde er unter dem Namen Silvanus Litoralis als Gott der Meeresküsten verehrt.

Er wird meist den Satyrn und Silenen ähnlich dargestellt, mit halb ziegenförmigem Körper, lilienbekränztem Kopf und einer Zypresse als Attribut. Andere Darstellungen zeigen ihn als Bauern mit Winzermesser oder Sichel an einem brennenden Altar, begleitet von einem Hund und mit Pinienzapfen als Attribut.

Als Vater des Silvanus werden meist Saturnus oder Faunus genannt.

Obwohl Silvanus keinen Staatskult hatte, war er insbesondere auf dem Land sehr beliebt.

Silvanus wird häufig mit Faunus oder Pan gleichgesetzt, geht aber möglicherweise auf den etruskischen Gott Selvans zurück.

Siehe auch: Römische Mythologie, Silvan (Name)

Literatur[Bearbeiten]

  • Mihály Loránd Dészpa: Peripherie-Denken. Transformation und Adaption des Gottes Silvanus in den Donauprovinzen (1.-4. Jahrhundert n. Chr.) (=Potsdamer Altertumswissenschaftliche Beiträge. Band 35). Steiner, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-515-09945-5.

Weblinks[Bearbeiten]