Silver Convention

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Silver Convention
Allgemeine Informationen
Genre(s) Disco
Gründung 1974
Auflösung 1979
Gründungsmitglieder
Linda G. Thompson (bis 1976)
Gesang
Penny McLean (1975-1978, 1979)
Gesang
Ramona Wulf
Ehemalige Mitglieder
Gesang
Rhonda Heath (ab 1976)
Gesang
Jackie Robinson (1975)
Gesang
Roberta Kelly (1975)
Gesang
Betsy Allen (1975)
Gesang
Jackie Carter (1975)
Gesang
Zenda Jacks (1978-1979)

Silver Convention war eine deutsche Disco-Formation der 1970er Jahre.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Die Gruppe Silver Convention wurde in München von dem Produzenten Michael Kunze ins Leben gerufen. Komponist war der damalige Studiopianist Sylvester Levay, dessen Spitzname „Silver“ der Gruppe den Namen gab. Die Gruppe war ein typischer Vertreter des sogenannten Munich Sound, einer Unterart der Disco-Musik der 1970er. Für ihre ersten Aufnahmen engagierten Kunze und Levay Studiomusiker und Studiosängerinnen. Nachdem sie mit der ersten Singleveröffentlichung Save Me unter dem Namen Silver Bird Convention im Jahre 1975 einen Hit im Vereinigten Königreich landen konnten, mussten sie reale Gesichter für die Studioformation finden. Sie engagierten schließlich Linda G. Thompson, ein Ex-Mitglied der The Les Humphries Singers, Penny McLean sowie Ramona Wulf für die Live-Auftritte. Penny McLean hatte schon mehrere Schallplatten als Solosängerin und im Duo herausgebracht und auch Ramona Wulf hatte unter ihrem Künstlernamen Ramona bereits zahlreiche Schlager veröffentlicht.

Nach dem Anfangserfolg mit Save Me gelang Silver Convention 1975 mit Fly, Robin, Fly ein internationaler Tophit. Der komplette Text des Songs besteht nur aus dem mehrfach wiederholten Satz „Fly, robin, fly, up up to the sky“. Damit erreichten sie Platz 1 der US-Charts, was einer deutschen Produktion vorher nur ein einziges Mal mit Bert Kaempferts Strangers in the Night geglückt war. Der Song über ein fliegendes Rotkehlchen bescherte den Machern Kunze und Levay einen Grammy Award für die beste R&B-Instrumentaldarbietung.

Der Nachfolgetitel Get Up and Boogie erreichte Platz 2 der US-Charts. Die nachfolgenden Singles boten vornehmlich eine Wiederholung des einmal erfolgreichen Sounds. Mit No, No, Joe und Everybody’s Talkin’ ’Bout Love konnten Silver Convention noch zwei mittlere Chartnotierungen erreichen. Ende 1976 verließ Linda G. Thompson die Band und wurde durch Rhonda Heath ersetzt. Im Jahre 1977 vertraten Silver Convention Deutschland beim Eurovision Song Contest in London mit dem Song Telegram. Sie belegten Rang acht und erreichten in den deutschen Charts mit dem Titel zum letzten Mal die Top 30. Im Jahre 1978 ändert sich die Besetzung ein weiteres Mal. Für Penny McLean kam Zenda Jacks, die der Gruppe aber nur ein Jahr lang angehörte. Die letzte Single mit neuem Material wurde 1979 dann wieder mit Penny McLean aufgenommen.

Die Mitglieder der Anfangsbesetzung machten zeitgleich auch Soloaufnahmen und veröffentlichten sowohl Singles als auch Alben. Von Linda G. Thompson erschienen die Singles Ooh What a Night und Come Softly, Ramona brachte die Singles Save the Last Dance for Me, Natural Man und Parlez-moi d’amour sowie das Album Natural Woman heraus. Diese waren allerdings kommerziell wenig erfolgreich. Einzig Penny McLean konnte mit Lady Bump und 1-2-3-4 Fire in Deutschland zwei Soloerfolge mit Top-Platzierungen in den Charts erzielen, des Weiteren Notierungen in den mittleren Rängen. Die von ihr herausgebrachten Alben trugen die Titel Lady Bump, Penny und Midnight Explosion.

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen Anmerkungen
DeutschlandDeutschland OsterreichÖsterreich SchweizSchweiz Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
1975 Silver Convention 19
(16 Wo.)
10
(? Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. November 1975
Verkäufe: + 550.000
1975 Save Me 13
(? Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. November 1975
1976 Madhouse 65
(? Wo.)
Erstveröffentlichung: Februar 1976
1976 Get Up and Boogie 48
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. April 1976
1977 Summernights / Golden Girls 71
(? Wo.)
Erstveröffentlichung: 1977
1978 Love in a Sleeper Erstveröffentlichung: 12. August 1978

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]