Silver Convention
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| Silver Convention | |
|---|---|
| Gründung | 1974 |
| Auflösung | 1979 |
| Genre | Disco |
Silver Convention war eine deutsche Disco-Formation in den 1970er Jahren.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Bandgeschichte
Die Gruppe wurde in München von dem Produzenten Michael Kunze ins Leben gerufen. Komponist war der damalige Studiopianist Sylvester Levay, dessen Spitzname „Silver“ der Gruppe den Namen gab. Für ihre ersten Aufnahmen benutzten Kunze und Levay Studiomusiker und Studiosängerinnen; als sie dann aber 1975 mit Save Me einen Hit in Großbritannien landen konnten, mussten sie reale Gesichter für die bis dahin reine Studioformation finden. Die erste Singleveröffentlichung Save Me wurde unter dem Gruppennamen „Silver Bird Convention“ veröffentlicht.
Daraufhin wurden Linda G. Thompson (Ex-Mitglied der Les Humphries Singers), Penny McLean (brachte bereits als Solosängerin und im Duo Tonträger heraus) und Ramona Wulf für Live-Präsentationen rekrutiert. Letztere hatte bereits als Ramona zahlreiche Platten im Schlagerbereich veröffentlicht.
Nach dem Anfangserfolg mit Save Me gelang Silver Convention 1975 ein internationaler Tophit mit Fly, Robin, Fly, dessen kompletter Text aus den mehrfach wiederholten Worten „Fly, robin, fly, up up to the sky“ bestand. Damit erreichten sie Platz Nr. 1 der US-Charts, was einer deutschen Produktion vorher nur einmal geglückt war (Strangers in the Night von Bert Kaempfert). Der Song über ein fliegendes Rotkehlchen bescherte den Machern Kunze und Levay einen Grammy Award für die beste R&B-Instrumentaldarbietung.
Der Nachfolgetitel Get Up and Boogie erreichte Platz 2 der US-Charts. Die nachfolgenden Singles boten vornehmlich eine Wiederholung des einmal erfolgreichen Sounds, allerdings konnten Silver Convention mit No, No, Joe und Everybody's Talkin' 'Bout Love noch zwei mittlere Chartsnotierungen erreichen. Ende 1976 wird Linda G. Thompson durch Rhonda Heath ersetzt. 1977 vertraten Silver Convention Deutschland beim Eurovision Song Contest in London mit Telegram. Sie belegten Rang acht und erreichten in den deutschen Charts mit dem Titel zum letzten Mal die Top 30.
1978 ändert sich die Besetzung ein weiteres Mal: Für Penny McLean kam Zenda Jacks, die aber nur für ein Jahr der Gruppe angehörte. Die letzte Single mit neuem Material wurde dann 1979 wieder mit Penny McLean aufgenommen.
Die Mitglieder der Anfangsbesetzung machten zeitgleich auch Solo-Aufnahmen und veröffentlichten sowohl Singles als auch Alben: Von Linda erschienen die Singles Ooh What a Night und Come Softly, von Ramona Save the Last Dance for Me, Natural Man und Parlez-moi d'amour sowie das Album Natural Woman. Diese waren allerdings kommerziell wenig erfolgreich. Einzig Penny McLean hatte mit Lady Bump und 1-2-3-4 Fire in Deutschland zwei Soloerfolge mit Top-Positionen in den Charts plus weiteren Notierungen in den mittleren Rängen. Sie brachte die Alben Lady Bump, Penny und "Midnight Explosion" heraus.
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Diskografie
| Chartplatzierungen |
Singles
- Save Me
- DE: 33 - 19.05.1975 – 2 Wo.
- UK: 30 - 05.04.1975 – 7 Wo.
- Fly, Robin, Fly
- DE: 3 - 01.12.1975 – 21 Wo.
- CH: 5 - 09.01.1976 – 14 Wo.
- AT: 9 - 15.01.1976 – 20 Wo.
- UK: 28 - 15.11.1976 – 8 Wo.
- US: 1
- Get Up and Boogie
- DE: 13 - 19.04.1976 – 14 Wo.
- UK: 7 - 03.04.1976 – 11 Wo.
- US: 2
- No, No, Joe/Tiger Baby
- DE: 49 - 06.09.1976 – 2 Wo.
- UK: 41 - 19.06.1976 – 4 Wo.
- US: 60
- Everybody's Talkin' 'Bout Love
- UK: 25 - 29.01.1977 – 5 Wo.
- Telegram
- DE: 27 - 04.04.1977 – 7 Wo.
Alben
- Greatest Hits
- UK: 34 - 25.06.1977 – 3 Wo.
[Bearbeiten] Singles (in Deutschland)
- 1974 Save Me
- 1975 Always Another Girl
- 1975 Fly, Robin, Fly
- 1976 Get Up and Boogie
- 1976 No, No, Joe
- 1976 Everybody's Talkin' 'Bout Love
- 1977 Telegram
- 1977 The Boys from Liverpool
- 1978 Spend the Night With Me
- 1979 Café Au Lait
- 1981 Get It Up (Track aus dem Album "Love In A Sleeper" 1978)
- 1981 Silver Stars: World Hits of Silver Convention
[Bearbeiten] Alben (in Deutschland)
- 1975 Silver Convention
- 1976 Get Up and Boogie
- 1976 Madhouse
- 1977 Success
- 1977 Summernights
- 1978 Love in a Sleeper
- 1978 The Best of Silver Convention
- 1998 Greatest Hits
- 1999 Get Up and Boogie (The Hits)
- 2003 The Very Best of Silver Convention
Außerhalb Deutschlands wurden noch andere und weitere Singles veröffentlicht. Darauf finden sich einerseits lediglich zusätzliche Auskoppelungen aus den Alben, andererseits unterscheiden sich teils nur die B-Seiten bzw. sind Titel auf A- und B-Seiten anders kombiniert. Im Ausland sind darüber hinaus nicht nur weitere Hitzusammenstellungen erschienen, sondern tragen die eigentlichen Alben auch andere Titel wie z.B. Silver Convention in einigen Ländern „Save Me“ hieß oder Summernights unter „Golden Girls“ veröffentlicht wurde.
| Vorgänger |
Deutschland beim Eurovision Song Contest 1977 |
Nachfolgerin |

