Sim Copter

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Sim Copter (auch SimCopter geschrieben) ist ein 1996 erschienenes Flugsimulations-Computerspiel aus dem Hause Maxis und Electronic Arts, bei dem der Spieler als Pilot einen Hubschrauber steuert. Auffallend am Spiel ist zum einen die rein zivile Auslegung des Spielinhaltes, zum anderen die Kompatibilität zum zuvor erschienen Strategiespiel SimCity 2000.

Spielinhalt[Bearbeiten]

Anders als viele Flugsimulationen, die sich mit der zivilen Luftfahrt beschäftigen, gibt es bei Sim Copter definierte Aufträge für den Spieler. Im Einsatz als Rettungshubschrauber gehören dazu das Retten von Personen von Dächern oder fahrenden Zügen, das Bergen von Verletzten, das Löschen von Bränden, der Transport von Personen von einem Ort zu einem Anderen, etc. Im Einsatz als Polizeihubschrauber bestehen die Aufgaben darin, Verkehrsstaus aufzulösen, Demonstranten zu verjagen (notfalls mit Tränengas) und die Polizei bei der Suche nach flüchtigen Verbrechern zu unterstützen. Eine Rolle spielt hierbei die Koordination mit Einsatzkräften von Feuerwehr, Polizei und Sanitätern; es ist zum einen möglich, entsprechendes Personal auf Krankenhäusern, Polizeistationen oder Feuerwachen aufzunehmen und ins Einsatzgebiet zu bringen. Zum anderen können beispielsweise Löschzüge zur Unterstützung bei der Brandbekämpfung herangezogen werden. Zudem müssen Verletzte ins Krankenhaus und Verbrecher zur Polizeiwache gebracht werden, sodass die Reihenfolge der verschiedenen zeitgleich eintretenden Vorfälle angepasst werden muss.

Erfolgreiche Einsätze werden mit Bargeld honoriert, das man, wie in Computerspielen üblich, in Powerups umsetzen kann. Untypisch ist, dass die Powerups nicht überwiegend aus Waffen bestehen: Der Spieler kann seinen Hubschrauber mit verschiedenem Equipment aufrüsten, zum Beispiel mit einer verbesserten Rettungsausrüstung. Auch der Kauf neuer Helikopter mit spielerischen Vorteilen wie einer größeren Passagierkapazität, die z. B. beim Transport von Verletzten, Sanitätspersonal oder Polizisten auf Verbrecherjagd nützlich ist, ist möglich.

Trotz seines Namens ist es dabei nicht wie viele gängige Flugsimulationen auf extremen Realismus bedacht, sondern wendet sich z. B. durch eine vereinfachte Flugsteuerung an ein breites Spielerpublikum, was beispielsweise spektakuläre Flugmanöver zwischen Hochhäusern oder über bzw. unter Brücken ermöglicht.

Weiterhin war es neben einer Anzahl vorgegebener Städteszenarien möglich, selbst mit SimCity 2000 erstellte Städte in das Spiel zu importieren. Hierdurch wurden die zuvor in SimCity 2000 in zweidimensionaler Form dargestellten Städte nun dreidimensional bereisbar. Eine ähnliche Kompatibilität war auch im 1997 veröffentlichten Rennspiel Streets of SimCity gegeben.

Die wettbewerbsorientierten Elemente der Flugaufträge zusammen mit klassischen Videospielmechanismen wie den Powerups und dem (weitgehend) gewaltfreien Spielthema zeigen, dass Sim Copter als familientaugliches Actionspiel für eine ähnliche Zielgruppe wie die sehr erfolgreichen Sim-City-Spiele desselben Herstellers entworfen wurde.

Simulierte Hubschrauber[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Als Hintergrundmusik zum Spiel wurde unter anderem der Walkürenritt aus Richard Wagners Oper Die Walküre verwendet, was eine Hommage an den Antikriegsfilm Apocalypse Now von Francis Ford Coppola darstellt.
  • Der AH-64-Hubschrauber, der anstelle von Löschkanone und Tränengasgranaten mit Maschinengewehr und Raketen bewaffnet war, war nur spielbar, wenn in der Stadt eine Militärbasis existierte und man sich den Helikopter dort holte.
  • In SimCity 2000 waren bereits kleine Hubschrauber zu sehen, die ab dem Bau eines Flughafens über der Stadt kreisten. Daher wurde dieser Hubschrauber sehr oft mit Sim Copter in Verbindung gebracht.
  • Sim Copter weist zahlreiche Eastereggs auf. So fliegen unter anderem UFOs über der Stadt, die Einwohner der Stadt entführen und vom Spieler nur mit dem Apache-Hubschrauber zerstört werden können (was diesem einen Bonus verleiht).

Weblinks[Bearbeiten]