Simha Arom

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Simha Arom (* 16. August 1930 in Düsseldorf) ist ein französisch-israelischer Musikethnologe. Er hat sich auf die polyphone und polyrhytmische Musik der Zentralafrikanischen Republik spezialisiert und analysierte die orale Musiktradition der dortigen Pygmäen.

Leben[Bearbeiten]

Arom studierte von 1951 bis 1954 Waldhorn am Conservatoire de Paris, danach ging er nach Jerusalem und war von 1958 bis 1963 als erster Hornist bei der Israel Broadcasting Authority angestellt. 1963 gründete er in der zentralafrikanischen Hauptstadt Bangui das Nationalmuseum Musee National Boganda, dessen Direktor er bis 1967 blieb. Anschließend kehrte er nach Paris zurück und studierte von 1968 bis 1973 an der Sorbonne bei Jacques Chailley Musikethnologie. Ab 1968 war er Mitglied im Centre national de la recherche scientifique (CNRS). Seit 1993 hielt er Vorlesungen am École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris. An der Universität Tel Aviv hatte er von 1979 bis 1983 die Position eines Associate Professors inne, zugleich war er 1980 bis 1982 musikalischer Direktor am öffentlich-rechtlichen israelischen Rundfunk.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1971, 1978 und 1985 Grand Prix International du Disque de l’Académie Charles Cros
  • 1992 ASCAP Deems Taylor Award für Literatur zur Musik
  • 2008 Fumio Koizumi Preis für Musikethnologie
  • 2008 Preis der Fondation Fyssen (dotiert mit 60.000 Euro)

Werke[Bearbeiten]

  • African Polyphony and Polyrhythm: Musical Structure and Methodology. 1991, ISBN 0-521-24160-X.
  • mit Frank Alvarez-Péreyre: Précis d’ethnomusicologie. CNRS Éditions, 2007

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]