Simon Rolfes

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Simon Rolfes

Simon Rolfes im Juni 2011

Spielerinformationen
Geburtstag 21. Januar 1982
Geburtsort IbbenbürenDeutschland
Größe 191 cm
Position Mittelfeld
Vereine in der Jugend
1986–1999
1999–2000
TuS Recke
Werder Bremen
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2000–2004
2001–2004
2003
2004–2005
2005–
2010
Werder Bremen Amateure
Werder Bremen
SSV Reutlingen 05 (Leihe)
Alemannia Aachen
Bayer 04 Leverkusen
Bayer 04 Leverkusen II
100 (18)
0 0(0)
13 0(0)
28 0(3)
263 (40)
1 0(0)
Nationalmannschaft2


2002
2004–2005
2007–
Deutschland U-18
Deutschland U-20
Deutschland U-21
Team 2006
Deutschland
8 0(1)
5 0(0)
1 0(0)
3 0(0)
26 0(2)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 13/14
2 Stand: 15. November 2011

Simon Rolfes (* 21. Januar 1982 in Ibbenbüren) ist ein deutscher Fußballspieler. Er steht seit 2005 bei Bayer 04 Leverkusen unter Vertrag.

Leben[Bearbeiten]

Rolfes wurde als jüngster von vier Söhnen eines Lehrerehepaares geboren. Er besuchte zunächst die Overberg-Grundschule in seinem Heimatort Recke und anschließend das Fürstenberg-Gymnasium. Sein Abitur legte er am Hermann-Böse-Gymnasium in Bremen ab.

Fußballerkarriere[Bearbeiten]

Verein[Bearbeiten]

Rolfes begann 1986 zunächst beim westfälischen Heimatverein TuS Recke Fußball zu spielen. 1999 wechselte er in die A-Jugend von Werder Bremen. 2001 wurde Rolfes beim Mercedes-Benz Junior Cup als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet. Er stieg schnell über die U-18-Auswahl und die Amateurmannschaft in die Profimannschaft von Werder auf. Dort konnte er sich allerdings nicht durchsetzen und wurde im Januar 2003 für eine Halbserie an den damaligen Zweitligisten SSV Reutlingen 05[1] ausgeliehen, für den er 13 Spiele absolvierte. In der Saison 2003/04 kehrte er nach Bremen zurück und wurde Deutscher Meister und Pokalsieger, ohne jedoch in der ersten Mannschaft eingesetzt worden zu sein. Im Regionalligateam der Bremer hatte er bis dahin 100 Spiele bestritten und 18 Tore geschossen. Dass Rolfes sich nicht bei Bremen durchsetzen konnte, begründete er später mit der Schnelligkeit seines Aufstiegs zuvor: „Ich war zu verbissen und ungeduldig.“[2]

Die Konsequenz war sein Wechsel 2004 zum Zweitligisten Alemannia Aachen. In der Zeit bei Alemannia verbesserte er seine körperliche Härte, indem er Sonderschichten mit den 400-Meter-Läufern Lars Figura und Jens Dautzenberg einlegte.[3] In Aachen wurde er rasch Stammspieler und erzielte in 28 Zweitligaspielen drei Tore. Der Verein galt als potenzieller Aufsteiger, beendete die Saison 2004/05 jedoch mit sieben Punkten Rückstand auf den Tabellendritten auf dem sechsten Platz. In dieser Saison spielte Alemannia Aachen auch im UEFA-Pokal, weil der Verein im Vorjahr das DFB-Pokalfinale gegen Werder Bremen erreicht hatte. Im UEFA-Cup überstand Aachen die Gruppenphase durch Siege gegen den OSC Lille und AEK Athen. Rolfes’ Team scheiterte jedoch im Achtelfinale an dem holländischen Vertreter AZ Alkmaar.

Zur Saison 2005/06 wechselte Rolfes zu Bayer 04 Leverkusen. Er konnte sich unter Trainer Michael Skibbe einen Stammplatz im defensiven Mittelfeld erkämpfen.[3] Sowohl in der Saison 2006/07 als auch in der Saison 2007/08 war er der einzige Leverkusener Akteur, der alle 34 Bundesligaspiele bestritt. Mit acht Toren war er zudem der erfolgreichste Mittelfeldspieler im Team. Seit Beginn der Saison 2008/09 ist er Mannschaftskapitän der Leverkusener.[4] Das letzte Saisonspiel am 17. Mai 2008 war zugleich sein 100. Bundesligaspiel im Bayer-Trikot. In der folgenden Saison führte Rolfes das Bayer-Team im DFB-Pokal bis ins Finale, das man gegen Werder Bremen verlor, bevor er im Mai 2009 seinen Vertrag bei Leverkusen vorzeitig um drei Jahre bis 2013 verlängerte. In den beständigen ersten vier Jahren in Leverkusen verpasste er nur drei Saisonspiele. Dann kam mit der Saison 2009/10 allerdings ein „Seuchenjahr“. Einem Innenbandanriss im Knie folgten weitere Probleme inklusive eines Knorpelschadens, so dass er einen Großteil der Hinrunde und fast die komplette Rückrunde nicht spielen konnte. Im Jahr darauf stellte er den Anschluss an die Stammelf mühsam wieder her und es dauerte bis zum 9. Spieltag, bis er erstmals wieder in der Startaufstellung stand. In der Rückrunde gehörte er dann wieder zu den gesetzten Spielern und errang mit dem Team die Vizemeisterschaft - sein bislang größter Erfolg im Trikot von Bayer Leverkusen. Seinen Vertrag verlängerte er bis zum 30. Juni 2015.[5]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Rolfes’ Nationalmannschaftskarriere begann in den Juniorenteams. Er absolvierte acht Spiele in der U-18- (1 Tor), fünf Spiele in der U-20- und ein Spiel in der U-21-Nationalmannschaft. Zudem spielte er dreimal für das Team 2006. Am 28. März 2007 wurde er von Bundestrainer Joachim Löw im Spiel gegen Dänemark erstmals in der A-Nationalmannschaft eingesetzt.

Rolfes wurde am 16. Mai 2008 in den vorläufigen Kader für die Europameisterschaft 2008 berufen. Seinen ersten Einsatz beim Turnier absolvierte er am 19. Juni 2008 im Viertelfinale gegen Portugal, als er den verletzten Torsten Frings ersetzte. Im WM-Qualifikationsspiel in Liechtenstein am 6. September 2008 erzielte er sein erstes Länderspieltor zum 3:0-Zwischenstand. Die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2010 musste Rolfes aufgrund einer Knieverletzung absagen.[6] Nach seiner Wiedergenesung gehörte er wieder zum DFB-Kader, verpasste aber die Nominierung zur Europameisterschaft 2012. Löw befand seine Leistungen in der vorangegangenen Saison als nicht ausreichend.[7]

Persönliches[Bearbeiten]

Rolfes ist seit dem 12. Juni 2009 verheiratet.[8] Am 24. Mai 2010 (Liviva-Marie) bzw. 27. November 2012 (Victoria Amelie) brachte seine Frau Jenny die beiden gemeinsamen Töchter zur Welt.[9][10]

Bemerkenswertes[Bearbeiten]

Rolfes ist einer von vier Vertretern der Bundesliga bzw. 1. Ligen im Spielerrat der Spielergewerkschaft Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VdV).[11][12]

Erfolge[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Simon Rolfes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ssv-news.de: Rolfes kommt aus Bremen, 20. Dezember 2002
  2. Kilchenstein, Thomas (2007): Mr. Zuverlässig: Leverkusens Mittelfeldspieler Simon Rolfes gibt niemals auf. In: Frankfurter Rundschau 14. Februar 2007 (Zugriff: 16. November 2007)
  3. a b Hellmann, Frank (2007): Der Jongleur. In: Frankfurter Rundschau, Nr. 267, 16. November 2007, S. 27
  4. www.kicker.de: Rolfes ist der Spielführer (1. August 2008)
  5. http://www.bayer04.de/B04-DEU/de/_md_aktuell-dt.aspx?aktuell=aktuell-8399
  6. Endgültig: WM-Aus für Rolfes Bericht vom 4. Mai 2010 auf sport1.de
  7. Löw streicht Rolfes aus EM-Kader, RP Online, 7. Mai 2012
  8. Rolfes: Es war unvergesslich
  9. Bayer 04 Leverkusen: Babyglück bei Familie Rolfes. 26. Mai 2010. Abgerufen am 6. August 2010.
  10. Leverkusen who's who
  11. Hinweis in: RevierSport 38/2013, S. 12
  12. spielergewerkschaft.de: Spielerrat; abgerufen 28. März 2013