Sin-šar-iškun

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Sin-šar-iškun (auch Sin-schar-ischkun, Sin-sar-iskun, Sin-scharru-ischkun, Sin-sarru-iskun, Sin-sarris-ken) regierte als vorletzter König Assyriens von 627 v. Chr. bis 612 v. Chr. Er war als Sohn von Assurbanipal der Nachfolger von König Sin-šumu-lišir.

In der babylonischen Chronik von Uruk wird Sin-šar-iškun als „König von Babylonien“ geführt. Seine dortige Regierungszeit betrug mit der seines Vorgängers Sin-šumu-lišir nur insgesamt ein Jahr. Ihn löste dort während einer Rebellion Nabopolassar ab, der Sin-šar-iškun nach mehreren Kämpfen endgültig im Jahr 626 v. Chr. aus Babylonien vertrieb.

612 v. Chr. starb Sin-šar-iškun bei einem gemeinsamen Angriff der Babylonier und Meder auf seine Hauptstadt Ninive. Die Nachfolge in den noch nicht eroberten assyrischen Gebieten im Westen um Harran übernahm Aššur-uballit II.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]


Vorgänger Amt Nachfolger
Sin-šumu-lišir Assyrischer König
627–612 v. Chr.
Aššur-uballit II.
Vorgänger Amt Nachfolger
Sin-šumu-lišir König von Babylonien
627–626 v. Chr.
Nabu-apla-usur