Sinabung

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Sinabung
Sinabung, Sumatra

Sinabung, Sumatra

Höhe 2460 m
Lage Sumatra (Indonesien)
Koordinaten 3° 10′ 0″ N, 98° 23′ 30″ O3.166666666666798.3916666666672460Koordinaten: 3° 10′ 0″ N, 98° 23′ 30″ O
Sinabung (Indonesien)
Sinabung
Typ Stratovulkan
Letzte Eruption Januar 2014

Der Sinabung (indonesisch Gunung Sinabung) ist ein Vulkan im Norden der indonesischen Insel Sumatra in der Provinz Sumatera Utara nahe der Stadt Berastagi, 25 km nordwestlich vom Tobasee und etwa 50 km südwestlich von Medan. Der Ausbruch des Sinabung am 29. August 2010 war die erste gesichert bekannte Eruption in den letzten etwa 400 Jahren.[1] Besteigungen beginnen häufig von Kabanjahe und Pematang Siantar aus.

Geologie[Bearbeiten]

Der im Pleistozän bzw. Holozän entstandene Stratovulkan weist an seinen Flanken zahlreiche Lavaströme auf. Der Berggipfel besitzt eine längliche Form, da frühere Ausbrüche mehrere Gipfelkrater entlang einer etwa in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Linie bildeten. Der jüngste Krater des aus Andesit und Dazit gebildeten Vulkans liegt am Südende des Gipfelkraterkomplexes.

Vulkanische Aktivität[Bearbeiten]

Aufnahmedatum vor 1920

1912 wurden Solfataren im Bereich des Gipfels und der oberen Flanken beobachtet.

Nach einem Ausbruch im August 2010 flohen mehr als 18.000 Menschen oder wurden in Sicherheit gebracht. Bei einer zweiten Eruption erhöhte sich die Zahl der Flüchtlinge auf 27.000. Vulkanasche erreichte die Millionenstadt Medan.[2][3] Bei einer dritten Eruption am 3. September, der bisher heftigsten seit dem Neuausbruch, schleuderte der Vulkan eine mehrere Kilometer hohe Aschefontäne in die Atmosphäre. Das begleitende Erdbeben war noch in 8 km Entfernung zu spüren.[4]

2013[Bearbeiten]

Am Morgen des 15. September 2013 brach der Sinabung wieder aus. Bis zum 18. September ereigneten sich vier Eruptionen.[5] Tausende von Menschen wurden in einem Umkreis von drei Kilometern aus insgesamt elf Dörfern evakuiert.[6] Bei einem erneuten Ausbruch am Morgen des 3. November konnte eine sieben Kilometer hohe Rauchsäule beobachtet werden. Eine Zone von drei Kilometern im Umkreis des Vulkans wurde evakuiert. Am 14. November 2013 floss ein pyroklastischer Strom an der Südostflanke des Vulkans herab.[7] Am 18. November 2013 wurde nach einer Explosion eine Aschewolke ausgestoßen, die auf bis zu 11,3 Kilometer Höhe stieg.[7]. In der Nacht vom 23. zum 24. November 2013 erfolgten weitere Eruptionen, in deren Folge das indonesische Zentrum für Vulkanologie und geologischen Katastrophenschutz die höchste Warnstufe ausrief. Zehntausende Bewohner wurden evakuiert.[7]

2014[Bearbeiten]

Die Serie der Ausbrüche setzt sich im Jahr 2014 fort. Am 4. Januar wurden mehr als 50 Ausbrüche beobachtet. Die Sicherheitszone um den Vulkan wurde von fünf auf sieben Kilometer ausgeweitet.[8] In der Nacht zum 14. Januar wurden zahlreiche vulkanische Blitze in den Wolken der pyroklastischen Ströme beobachtet. Dieses Phänomen ist relativ selten und tritt oft nur bei deutlich stärkeren Vulkanausbrüchen auf. Der Ascheniederschlag ließ die Pflanzen auf den Felder verdorren. Zahlreiche Hausdächer stürzten unter der Last der Vulkanasche ein. Besonders betroffen war das Dorf Sigarang Garang.[9] Am 1. Februar kam es zu einem stärkeren Ausbruch, der (mindestens) 14 Todesopfer unter der in der Nähe wohnenden Bevölkerung forderte.[1] Über 30.000 Personen mussten ihre Häuser verlassen.[10]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sinabung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Indonesia volcano Sinabung in deadly eruption. BBC News, 1. Februar 2014, abgerufen am 1. Februar 2014 (englisch).
  2. Sumatra: Vulkanausbruch treibt Tausende in die Flucht. In: Spiegel Online. SPIEGEL ONLINE GmbH, 29. August 2010, abgerufen am 24. November 2013 (deutsch).
  3. Der Standard: Erneuter Ausbruch des Vulkans Sinabung. 30. August 2010
  4. Frankfurter Allgemeine Zeitung: Sumatra: Vulkan Sinabung speit wieder Asche und Rauch. 3. September 2010
  5. Gunung Sinabung Meletus, Basarnas Terus Evakuasi Warga Kini.co vom 20. September 2013, gesichtet am 20. September 2013
  6. Thousands flee as Mt. Sinabung erupts The Jakarta Post vom 15.  September 2013, gesichtet am 20. September 2013
  7. a b c Angst vor Vulkanausbruch: Indonesier fliehen vor Mount Sinabung. In: Spiegel Online. SPIEGEL ONLINE GmbH, 24. November 2013, abgerufen am 24. November 2013 (deutsch).
  8. Reihenweise Vulkanausbrüche. 5. Januar 2014, abgerufen am 8. Januar 2014.
  9. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatSinabung: pyroclastic flows. 2014-13-02, abgerufen am 2014-20-02.
  10. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/sumatra-viele-tote-bei-vulkanausbruch-a-950584.html