Sinfonia domestica

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Die Sinfonia domestica (op. 53) ist eine symphonische Dichtung (Tondichtung) für großes Orchester von Richard Strauss und wurde in den Jahren 1902–1903 in Berlin komponiert, wo Strauss als preußischer Hofkapellmeister tätig war.

Ähnlich wie seine zuvor komponierte Tondichtung Ein Heldenleben trägt sie autobiographische Züge und stellt eine Rhapsodie über sein Familienleben dar. Die Partitur trägt die Widmung: Meiner lieben Frau und unserem Jungen. Sie ist in vier Abschnitte unterteilt: Allegro, Scherzo, Adagio, Finale, wobei drei Themen (der Mann, die Frau, das Kind) dominieren. Die Abschnitte sind häuslichen Situationen zugeordnet: ein lebhafter Besuch der Verwandtschaft, Beziehung der Eltern zum Kind, Familienzwist und als Finale der häusliche Frieden.

Das Werk wurde am 31. März 1904 in der New Yorker Carnegie Hall im Rahmen eines Strauss-Festivals unter der Leitung des Komponisten uraufgeführt. Obwohl die Uraufführung ein großer Erfolg war, wird diese Tondichtung, im Vergleich zu den anderen Werken von Strauss, heute nur selten aufgeführt. Mit den Wiener Philharmonikern wurde das Werk unter der Leitung des Komponisten auch für die Schallplatte eingespielt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Mathias Hansen (Hrsg.): Richard Strauss. Die Sinfonischen Dichtungen (Taschenbuch) Bärenreiter 2003, ISBN 978-3-7618-1468-0