Singin’ In The Rain
| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel | Singin’ In The Rain |
| Originaltitel | Singin’ in the Rain |
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1952 |
| Länge | 98 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Stab | |
| Regie | Stanley Donen Gene Kelly |
| Drehbuch | Betty Comden Adolph Green |
| Produktion | Arthur Freed |
| Musik | Nacio Herb Brown Al Goodhart |
| Kamera | Harold Rosson |
| Schnitt | Adrienne Fazan |
| Besetzung | |
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Singin’ in the Rain (in Deutschland früher auch als Du sollst mein Glücksstern sein veröffentlicht) ist ein US-amerikanisches in Technicolor gedrehtes Film-Musical aus dem Jahr 1952.
Inhaltsverzeichnis |
Handlung[Bearbeiten]
Hollywood 1927: Don Lockwood ist ein beliebter Stummfilmstar. Er besucht die umjubelte Premiere seines neuen Films und erzählt einer Reporterin die Geschichte seines Aufstiegs. Mit seiner Filmpartnerin Lina Lamont bildet er nach außen hin auf Wunsch seines Studios Monumental Pictures ein romantisches Traumpaar, doch in Wirklichkeit mag Don die eingebildete Lina nicht besonders, obwohl diese davon überzeugt ist, dass sie ineinander verliebt sind.
Auf dem Weg zu einer Firmenparty wird Don von hysterischen Verehrerinnen bedrängt. Er entkommt, indem er in ein vorbeifahrendes Auto springt, das von der jungen Schauspielerin Kathy Selden gesteuert wird. Auf der Party zeigt der Studioboss R.F. Simpson einen kurzen Vitaphone-Film, der die Möglichkeiten des Tonfilms demonstrieren soll. Die Gäste sind allerdings wenig begeistert. Zu Dons Überraschung springt kurz darauf Kathy aus einer Tortenattrappe. Es stellt sich heraus, dass sie Mitglied einer Mädchen-Tanztruppe ist. Verärgert über Dons Sticheleien wirft sie eine Torte nach ihm, trifft aber dabei Lina ins Gesicht und verlässt die Party fluchtartig. Erst nach wochenlanger vergeblicher Suche Dons begegnen sich die beiden wieder, als Kathy in einer anderen Monumental Pictures Produktion tätig ist. Don gesteht ihr seine Liebe.
Nachdem ein rivalisierendes Studio 1927 einen enormen Erfolg mit dem ersten Tonfilm The Jazz Singer erreichte, entscheidet R.F. Simpson, dass der neue Lockwood-und-Lamont-Film The Dueling Cavalier als Tonfilm gedreht werden soll. Die Dreharbeiten gestalten sich schwierig. Das größte Problem ist Linas quäkende Stimme und ihr Akzent. Auch eine Sprachlehrerin ist machtlos. Eine Testvorführung des Films gerät - auch aufgrund vieler technischer Probleme - zu einem Desaster. Das Publikum reagiert teils erheitert, teils verärgert.
Dons bester Freund Cosmo Brown hat die rettende Idee. Er schlägt vor, Linas Stimme von Kathy sprechen und singen zu lassen. Außerdem soll der Film in ein Musical umgewandelt werden: The Dancing Cavalier. Als Lina von den Plänen erfährt, wird sie wütend und versucht alles mögliche, um Don and Kathy auseinander zu bringen. Als sie auch noch erfährt, dass R.F. Simpson Kathy durch Werbemaßnahmen groß herausbringen möchte, droht sie diesen zu verklagen, wenn er Kathy nicht zwingen sollte, weiterhin ungenannt als ihre Synchronstimme zu arbeiten. Der Studioboss geht widerstrebend darauf ein.
Die Premiere des Dancing Cavalier wird ein riesiger Erfolg. Als die Zuschauer Lina live singen hören möchten, "singt" sie in ein Mikrofon auf der Bühne, während Kathy hinter dem Vorhang in ein zweites Mikro singt. Don, Cosmo und R.F. ziehen aber allmählich den Vorhang hoch, so dass Kathy zu sehen ist und der Schwindel auffliegt.
Hintergrund[Bearbeiten]
1928 begann Hollywood nach dem großen Erfolg von The Jazz Singer mit der Massenproduktion von Tonfilmen. Für die Stars des Stummfilms war die Umstellung mit großen Veränderungen verbunden.
Über den Film[Bearbeiten]
Der Film stellt einen Höhepunkt des Genres dar, das zu Beginn der 50er Jahre seine Blüte im Hollywood Studio-System erlebte. Die temperamentvollen Tanz- und Musikszenen ergeben eine perfekte Symbiose aus spielerischer Präzision, ironischer Brechung und übermütigem Elan. Das Musical spielt seine überbordenden Möglichkeiten an Sets und Dekors lustvoll aus und entführt die Zuschauer durch die Verlegung der Handlung zu einem wichtigen Augenblick der Filmgeschichte. Gleichzeitig leistet es sich eine Reminiszenz an die eigene Vergangenheit des Kinos.
Die stilvolle Spielfilmregie von Stanley Donen und die energiegeladene Regie der Tanzszenen durch Gene Kelly ergänzen sich kongenial. Kelly, der eher sportlich, effekt- und komikbezogen choreographierte, repräsentierte einen modernen Typus Tänzer und erwies sich als der rechtmäßige Erbe des eleganten Tänzers Fred Astaire.
Zum Song[Bearbeiten]
Der gleichnamige Song, der im Film von Gene Kelly gesungen wird, stammt aus dem Jahre 1929. Er wurde erstmals in The Hollywood Revue of 1929 präsentiert.
Das Titellied ist übrigens auch in einer weiteren bekannten Szene der Filmgeschichte zu hören. Im Film Uhrwerk Orange von Stanley Kubrick singt die Hauptfigur, gespielt von Malcolm McDowell, das Lied während einer drastischen Darstellung eines Raubüberfalls. Der Abspann des Films ist zudem mit dem von Gene Kelly gesungenen Original unterlegt.
Synchronisation[Bearbeiten]
Die deutsche Synchronbearbeitung entstand 1953 im MGM Synchronisations-Atelier Berlin-Tempelhof. Das Dialogbuch verfasste Erik Ode, der auch die Synchronregie übernahm und Gene Kelly seine Stimme lieh.[1][2]
| Rolle | Darsteller | Synchronsprecher |
|---|---|---|
| Don Lockwood | Gene Kelly | Erik Ode |
| Cosmo Brown | Donald O’Connor | Wolfgang Kieling |
| Kathy Selden | Debbie Reynolds | Marianne Prenzel |
| Lina Lamont | Jean Hagen | Gertrud Spalke |
| R. F. Simpson | Millard Mitchell | Hans Nielsen |
| Roscoe Dexter | Douglas V. Fowley | Ernst Konstantin |
| Schott, Pressechef | King Donovan | Franz-Otto Krüger |
| Sid, Regie-Assistent | Dan Foster | Gerd Vespermann |
| Dora Bailey | Madge Blake | Ursula Krieg |
| Junge | David Kasday | Horst Gentzen |
| Tontechniker | Harry Tenbrook | Horst Niendorf |
| Sänger | Jimmy Thompson | Dietrich Frauboes |
| Orchesterchef | Jack George | Erich Poremski |
| Dicker Tänzer | Paul Maxey | Viktor Janson |
Die deutsche Synchronisation konnte bei den Liedern stimmlich ohne Weiteres mit dem Original mithalten. Die Übersetzung wurde den hohen Ansprüchen der Fans allerdings nicht immer gerecht. Insbesondere die Übersetzung des Titelsongs „Singin’ in the Rain“ mit „Ich bin heut’ ganz verdreht“ war wohl selbst für die Verleiher so wenig eingängig, dass der Film in Deutschland und Österreich nach dem Titel eines anderen Liedes aus dem Film umbenannt wurde: „Du sollst mein Glücksstern sein“ („You are my lucky Star“).
Der Film hat im Original eine weitere Synchronbesonderheit: Im Film spielt Debbie Reynolds Kathy Selden, die die Umwandlung des Stummfilms in ein Musical dadurch rettet, dass sie die piepsige Stimme von Lina Lamont (Jean Hagen) synchronisiert. In Wirklichkeit fanden die Produzenten die jugendliche Stimme von Debbie Reynolds nicht damenhaft genug und ließen in der entscheidenden Synchronisationsszene Debbie Reynolds wiederum durch Jean Hagen synchronisieren, die in Wahrheit eine sehr angenehme Stimme hatte. Bei der entscheidenden Gesangsszene mit dem Lied „Would You“ traute man allerdings beiden nicht den Gesangspart zu, sondern überließ diesen, wie auch bei „You are my lucky Star“, der Sängerin Betty Noyes. Debbie Reynolds hatte also in diesem Film drei Stimmen. Ihre Originalgesangsstimme ist bei „Good morning“, sowie dem herausgeschnittenem Solo „You are my lucky Star“ (Auf der DVD Special Edition) zu hören.[3]
Kritiken[Bearbeiten]
- Lexikon des internationalen Films: „Mit liebevoller Ironie, musikalischer und tänzerischer Verve, spielerischem Temperament und technischer Perfektion machten Kelly und Donen aus einem Stück Filmgeschichte einen absoluten Höhepunkt der 'goldenen Ära' des Filmmusicals, in dem alle Elemente miteinander harmonieren.“
Auszeichnungen[Bearbeiten]
Oscar[Bearbeiten]
1953 wurde der Film in zwei Kategorien für den Oscar nominiert:
- Jean Hagen (Beste Nebendarstellerin)
- Lennie Hayton (Beste Filmmusik, Musical)
Bestenlisten des American Film Institutes[Bearbeiten]
Der Film fand mehrfach Erwähnung in den Bestenlisten des American Film Institutes:
- 1998: Platz 10 der 100 besten Filme aller Zeiten (2007: Platz 5)
- Platz 16 der 100 besten Filmkomödien aller Zeiten
- Platz 16 der 100 besten Liebesfilme aller Zeiten
- Der Song Singin’ in the Rain erreichte Platz 3 der 100 besten Filmsongs aller Zeiten, Platz 49 ging an Make’em Laugh
- Platz 1 der 25 bedeutendsten Musicalfilme aller Zeiten
Der Film wurde 1989 als einer der ersten ins National Film Registry aufgenommen.
DVD-Veröffentlichung[Bearbeiten]
- Singin’ in the Rain. Special Edition. 2-DVD-Set. Warner Home Video 2002
Filmdokumentation[Bearbeiten]
- Singin’ in the Rain – Die schönsten Hollywood-Musicals (Originaltitel: Musicals Great Musicals - The Arthur Freed Unit at MGM). US-amerikanisch-britisch-französisch-japanischer Dokumentarfilm von David Thompson (1996). Farbe+s/w, 86 Minuten [enthalten auf der Singin’ in the Rain-Special-Edition-DVD]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Du sollst mein Gluecksstern sein (1952) in der Synchrondatenbank von Arne Kaul; abgerufen am 16. Oktober 2008
- ↑ Du sollst mein Glücksstern sein bei deutsche-synchronsprecher.de
- ↑ http://www.oppisworld.de/filme/filme/singin.html
Weblinks[Bearbeiten]
- Singin' In The Rain in der Internet Movie Database (englisch)
- http://www.deutsche-synchronsprecher.de/filme/du_sollst_mein_glueckstern.htm
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