Sinistra Democratica

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Sinistra Democratica
Parteilogo
Partei­vorstand Claudio Fava
(Coordinatore)
Gründung 5. Mai 2007 (hervorgegangen aus: Democratici di Sinistra)
Fusion 20. Dezember 2009 (aufgegangen in: Sinistra Ecologia Libertà)
Ideologie sozialdemokratisch, sozialistisch
EP-Fraktion SPE
Abgeordnete
21/630
(2007-2008)
Senatoren
12/315
(2007-2008)
Europa­abgeordnete
3/78
(2007-2009)
Haupt­sitz ItalienItalien Rom, Via Merulana 272
Webseite www.sinistra-democratica.it

Die Sinistra Democratica (vollständiger Name: Sinistra Democratica. Per il Socialismo Europeo; dt.: Demokratische Linke. Für den europäischen Sozialismus; Abkürzung: SD) war eine kleine italienische Partei des Mitte-links-Bündnisses L’Unione, die sich den Idealen des Demokratischen Sozialismus verpflichtet fühlte. Sie ist eine Abspaltung aus den Democratici di Sinistra im Zuge von deren Vereinigungsprozess mit christdemokratischen u. a. Parteien zum zentristisch ausgerichteten Partito Democratico im Jahr 2007. Ihr offizielles Parteiorgan war die Tageszeitung Aprile. Per la Sinistra.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 5. Mai 2007 fand in Rom der Gründungskongress der Sinistra Democratica (SD) statt, welcher den italienischen Forschungsminister Fabio Mussi zu ihrem Vorsitzenden (Coordinatore politico) wählte. Daraufhin formierten sich am 16. Mai 2007 12 Senatoren und 21 Abgeordnete der Partei zu eigenständigen Parlamentsfraktionen. Im Europäischen Parlament ist die Partei mit 4 Abgeordneten vertreten, die der Fraktion der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE) angehören.

Am 2. Oktober 2007 trat eine Gruppe um den Senator Gavino Angius und die Abgeordneten Franco Grillini, Valdo Spini und Fabio Baratella aus der Partei aus, um der Initiative von Enrico Boselli (SDI) zur Neugründung einer sozialdemokratischen Sammlungspartei, dem Partito Socialista (PS), zu folgen.

Auf einem Kongress der italienischen Linken und Grünen am 8. und 9. Dezember 2007 schloss sich die SD mit dem Partito della Rifondazione Comunista (PRC), dem Partito dei Comunisti Italiani (PdCI) und der Federazione dei Verdi (Grüne) zum Wahlbündnis La Sinistra - L’Arcobaleno (dt.: Die Linke - Der Regenbogen) zusammen. Diese Liste konnte bei den Parlamentswahlen 2008 jedoch keine Mandate gewinnen.

Am 16. März 2009 schloss sich die SD der neuen Listenverbindung Sinistra e Libertà für die Europawahl an,[1] verfehlten jedoch mit 3,1 Prozent der Stimmen die erforderliche Vier-Prozent-Hürde. Am 20. Dezember 2009 festigten die SD sowie zwei der Bündnispartner ihre Zusammenarbeit und schlossen sich zur neuen Partei Sinistra Ecologia Libertà zusammen.


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Reuters am 16. März 2009