Sippersfeld

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Sippersfeld
Sippersfeld
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Sippersfeld hervorgehoben
49.554057.9343305555556302Koordinaten: 49° 33′ N, 7° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Donnersbergkreis
Verbandsgemeinde: Winnweiler
Höhe: 302 m ü. NHN
Fläche: 13,23 km²
Einwohner: 1150 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 87 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67729
Vorwahl: 06357
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 071
Adresse der Verbandsverwaltung: Jakobstraße 29
67722 Winnweiler
Webpräsenz: www.winnweiler-vg.de
Ortsbürgermeister: Ulrich Kolb
Lage der Ortsgemeinde Sippersfeld im Donnersbergkreis
Obermoschel Niedermoschel Unkenbach Finkenbach-Gersweiler Waldgrehweiler Schiersfeld Sitters Alsenz Oberndorf (Pfalz) Mannweiler-Cölln Winterborn (Pfalz) Kalkofen (Pfalz) Niederhausen an der Appel Münsterappel Oberhausen an der Appel Gaugrehweiler Seelen Rathskirchen Teschenmoschel Bisterschied Ransweiler Stahlberg Bayerfeld-Steckweiler Sankt Alban (Pfalz) Gerbach Würzweiler Ruppertsecken Dielkirchen Katzenbach (Donnersbergkreis) Schönborn (Pfalz) Dörrmoschel Reichsthal Gundersweiler Gehrweiler Imsweiler Rockenhausen Höringen Schweisweiler Falkenstein (Pfalz) Winnweiler Lohnsfeld Wartenberg-Rohrbach Münchweiler an der Alsenz Gonbach Sippersfeld Breunigweiler Imsbach Börrstadt Steinbach am Donnersberg Ramsen (Pfalz) Kerzenheim Eisenberg (Pfalz) Göllheim Dreisen Standenbühl Lautersheim Biedesheim Ottersheim Bubenheim (Pfalz) Zellertal Einselthum Immesheim Albisheim (Pfrimm) Rüssingen Weitersweiler Marnheim Bennhausen Jakobsweiler Dannenfels Bolanden Kirchheimbolanden Mörsfeld Kriegsfeld Oberwiesen Orbis Morschheim Ilbesheim (Donnersbergkreis) Bischheim (Donnersberg) Rittersheim Stetten (Pfalz) Gauersheim Landkreis Bad Kreuznach Landkreis Alzey-Worms Landkreis Kusel Landkreis Kaiserslautern Landkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild

Die Ortsgemeinde Sippersfeld liegt im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Winnweiler an.

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort liegt am Rand des Naturpark Pfälzerwald, am Übergang von Pfälzerwald zu Nordpfälzer Bergland. Über 60 Prozent der Gemarkungsfläche sind bewaldet.[2]

Zu Sippersfeld gehört auch der Wohnplatz Pfrimmerhof.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Sippersfeld wurde im Jahr 1019 als „Sipperadesvelt“ (nach einer anderen Quelle „Syperadesfeld“ ) in einer Urkunde des Mainzer Erzbischofs Erkanbald erstmals erwähnt. Sippersfeld wurde der Kirche zu Münchweiler (Minchwillera) zugewiesen.[4]

Der Name bedeutet „Feld des Sintperath“ (Simprecht, Sindbert, Simper).[5]

Im Jahr 1190 hatte Werner II. von Bolanden den ganzen Wald, der zu Sippersfeld gehört, von dem Grafen von Saarwerden zu Lehen. Graf Heinrich II. von Zweibrücken, Herr zu Stauf, und seine Gemahlin Agnes, schenkten 1248 dem Kloster Rosenthal ihr Gut zu Sippersfeld.[4]

Nach 1792 hatten französische Revolutionstruppen die Region besetzt und nach dem Frieden von Campo Formio (1797) annektiert. Von 1798 bis 1814 gehörte das Dorf zum französischen Departement Donnersberg und war dem Kanton Winnweiler zugeordnet. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen und einem Tauschvertrag mit Österreich kam die Region 1816 zum Königreich Bayern. Ab 1818 war die Gemeinde Sippersfeld dem Landkommissariat Kaiserslautern im bayerischen Rheinkreis, später dem Bezirksamt Kaiserslautern zugeordnet, aus dem 1938 der Landkreis Kaiserslautern hervorging. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Sippersfeld Teil der französischen Besatzungszone und wurde in das 1946 neu gebildete Land Rheinland-Pfalz eingegliedert.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Sippersfeld, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 458
1835 759
1871 803
1905 749
1939 787
Jahr Einwohner
1950 873
1961 918
1970 905
1987 938
2005 1.187

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Sippersfeld besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Bei den vorhergehenden Wahlen wurden die Ratsmitglieder in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[6]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 per Mehrheitswahl 16 Sitze
2009 6 10 16 Sitze
2004 5 2 9 16 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Geteilt von Blau und Rot; oben im mit goldenen Schindeln bestreuten Feld ein goldener Löwe, rot bewehrt und rot gezungt, unten ein aufrechter goldener Pfeil belegt von gekreuztem goldenen Schwert und goldenem Krummstab“.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kulturdenkmäler[Bearbeiten]

Ortsbildprägend ist die Protestantische Pfarrkirche aus dem Jahr 1768 mit ihrem gotischen Chorturm aus dem 14. Jahrhundert. In der Liste der Kulturdenkmäler in Sippersfeld sind mehr als ein Dutzend denkmalgeschützter Objekte in der Gemeinde aufgeführt.

Naturschutz[Bearbeiten]

Südöstlich der Ortslage befindet sich das 1986 unter Schutz gestellte Naturschutzgebiet „Sippersfelder Weiher“ mit vier Weihern und der Quelle der Pfrimm.

Siehe auch[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Westlich von Falkenstein verläuft die B 48, die auch zur A 63 (KaiserslauternMainz) führt. In Münchweiler an der Alsenz befindet sich ein Bahnhof der Alsenztalbahn.

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sippersfeld – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 91 (PDF; 2,3 MB)
  4. a b Adolph Köllner: Geschichte der Herrschaft Kirchheim-Boland und Stauf, Wiesbaden 1854, S. 261 (Google Books)
  5. Hermann Schreibmüller: Burg und Herrschaft Stauf in der Pfalz, Band 2, Kaiserslautern: Thieme, 1914. S. 16 (www.dilibri.de)
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen