Sivananda

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sivananda (Mitte) mit Schülern

Swami Sivananda Saraswati (* 8. September 1887 in Pattamadai, Tamil Nadu; † 14. Juli 1963, bürgerlicher Name: Kuppuswami) war ein bekannter Yoga-Meister und Lehrer des Vedanta. Swami ist ein hinduistischer Ehrentitel und bedeutet „Meister“.

Leben[Bearbeiten]

Sivananda entstammte ursprünglich einer orthodoxen Brahmanenfamilie. Er besuchte das Medical College in Thanjavur. Nach jahrelanger Tätigkeit als Arzt in Malaya (Malaysia) widmete er sein Leben dem Yoga und dessen Verbreitung.

Sivananda hatte in Malaysia mehrere Religionen kennengelernt, wie das Christentum, den Islam und den chinesischen Buddhismus. 1923 verließ er Malaysia um eine ausgedehnte Pilgerreise in Indien zu unternehmen. Nach einem Aufenthalt in Varanasi brach er nach Rishikesh auf, wo er seinen Guru Swami Vishwananda Saraswati traf. Durch diesen erhielt Sivananda seine Initiation als Sannyasin in den hinduistischen Orden und ebenso seinen monastischen Namen.

1936 gründete er den Sivananda-Ashram in Rishikesh und die Divine Life Society. 1948 rief er die „Yoga Vedanta Forest Academy“ ins Leben. In über 200 Büchern beschäftigte er sich mit den Lehren des Hinduismus, des Yoga und des Vedanta. Seine Lehren beziehen sich hauptsächlich auf Yoga und den devotionalen Hinduismus, allerdings liegt ihnen der Gedanke der Einheit aller Religionen zugrunde. So verfasste er auch das universelle[1] bzw. allumfassende Gebet[2], das die in seiner Tradition Praktizierenden regelmäßig, vor allem beim Satsang, rezitieren.[3] Sivananda lehrte den „Yoga der Synthese“, der Hatha Yoga und Raja Yoga, Jnana Yoga, Karma-Yoga und Bhakti Yoga vereint. Zu seinen Schülern zählen Swami Krishnananda, Swami Chidananda, Swami Omkarananda, Swami Satyananda und Swami Vishnudevananda, der zu den Pionieren des Yogas im Westen zählt und noch im Jahr seiner Ankunft in Kalifornien im Namen seines Meisters die gemeinnützige Sivananda Yoga Vedanta Organisation gründete.

Zu den europäischen Schülern Swami Sivanandas, die durch eigene Schriften den Yoga in Europa zu verbreiten halfen, gehörten André van Lysebeth, Boris Sacharow und die nach Kanada emigrierte Deutsche Swami Sivananda Radha.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Die Kraft der Gedanken. Mangalam Books, ISBN 3-922477-94-1
  • Shrimad Bhagavad Gita. Erläuternder Text und Kommentar von Swami Sivananda. Mangalam Books, ISBN 3-922477-06-2
  • Hatha-Yoga. Der sichere Weg zu guter Gesundheit, langem Leben und Erweckung der höheren Kräfte. Heinrich Schwab Verlag, ISBN 3-7964-0097-3
  • Göttliche Erkenntnis. Mangalam Books, ISBN 3-922477-00-3
  • Sadhana. Ein Lehrbuch mit Techniken zur spirituellen Vollkommenheit. Mangalam Books, 1998, ISBN 3-922477-07-0

Literatur[Bearbeiten]

  • Sivananda – ein moderner Heiliger. Erzählt und gesammelt von seinen engsten Schülern. Yoga Vidya Verlag. Horn-Bad Meinberg 2007, ISBN 3-931854-63-9

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sivananda Saraswati – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikibooks: Swami Sivananda – Lern- und Lehrmaterialien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. http://www.sivananda.eu/de/meditation/die-vier-yogapfade/das-universelle-gebet.html
  2. vgl. Karl Elberg: Swami Sivananda - Von einem, der auszog, das Glück zu verschenken, 2. Auflage, ISBN 3-935925-76-x, S. 169
  3. vgl. http://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/goetter-und-goettinnen/15-gebete-des-sivananda-ashrams.html