Sixpack Film

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Sixpack Film ist ein nicht gewinnorientierter österreichischer Filmverleih und Filmvermarkter. Die Organisation ist eine bedeutende Schnittstelle zwischen dem alternativen und experimentellen Filmschaffen in Österreich und der in- und ausländischen Öffentlichkeit.

Zweck der Organisation ist, österreichisches Film- und Videoschaffen international bekannter zu machen und zu vertreiben. Dies geschieht vor allem durch die Beschickung von Filmfestivals mit aktuellen österreichischen Produktionen.

Geschichte[Bearbeiten]

Sixpack Film wurde 1990 von den Experimentalfilmschaffenden Martin Arnold, Lisl Ponger und Peter Tscherkassky gemeinsam mit der Kulturmanagerin Brigitta Burger-Utzer, die seit 1992 Geschäftsführerin ist, und dem Filmkritiker Alexander Horwath gegründet.[1]

Die erste Aktivität des Vereins war die Organisation einer Filmschau zum Thema Found Footage Film. Erst danach wurde der Aufbau einer Dienstleistungsorganisation für den künstlerischen Film begonnen.

Seit 1996 ist Sixpack Film auch als Filmverleih aktiv. Mittlerweile umfasst das Verleihprogramm rund 1.000 Filme aller Gattungen aus dem Low-Budget-Bereich. Im Jahr 2004 gründete sixpackfilm gemeinsam mit der Medienwerkstatt Wien das DVD-Label INDEX für die Herausgabe österreichischer und internationaler Film- Video,- und Medienkunst.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Sixpackfilm vermittelt mittlerweile jährlich rund 400 Einladungen an österreichische Filme – vorwiegend Kurz- und Experimentalfilme – an 200 Festivals. An den Festivals ist Sixpack Film zur weiteren Vermittlungs-, Informations- und Werbearbeit sowie mit Sondervorführungen vertreten um Presse, Verleiher und Fernsehanstalten auf die österreichischen Produktionen aufmerksam zu machen, teilweise mit dem Erfolg, Filme an internationale Verleiher oder an ausländische Fernsehanstalten zu verkaufen.

Von Sixpack Film betreute Filme gelangen nach ihrer Auswertung an Festivals automatisch in den eigenen Verleih, der unter anderem bedeutende Werke des österreichischen Avantgardefilms umfasst. Aber auch die Kurzspielfilme bedeutender österr. Regisseurinnen wie Barbara Albert und Jessica Jausner oder die ersten Dokumentarfilme von Nikolaus Geyrhalter, Joerg Burger, Tizza Covi und Rainer Frimmel finden sich in ihrem Programm.

Die ausgeprägten Kenntnisse über internationale Festivals und österreichisches Kurz- und Experimentalfilmschaffen ließen Sixpack Film eine weitere Bedeutung zukommen: Jene als Informations- und Beratungsquelle für Medien, Kuratoren, Fernsehredaktionen, Filmwissenschafter, Filmschaffende und Kinos. Hierzu verfügt Sixpack Film über ein öffentlich zugängliches Archiv, bestehend aus Fachliteratur, Videos, gesammelten Festivalkatalogen und Rezensionen sowie Fotomaterial.

Als Veranstalter organisiert Sixpack Film Retrospektiven, thematische Programme, Tourneen heimischer Produktionen im In- und Ausland und präsentiert internationale Film- und Videokunst in Österreich.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Okto TV: Kurzvorstellung der Mitglieder des Trägervereins: Brigitta Burger-Utzer (Seite abgerufen am 18. Oktober 2007)