Sixth Man

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Sixth Man (engl. Sechster Mann) ist eine inoffizielle Bezeichnung für Spieler im Basketball.

Als Sixth Man wird ein Spieler bezeichnet, der nicht startet, also von Anfang des Spieles auf der Bank sitzt, aber dennoch einen großen Einfluss auf das Spielgeschehen hat.[1] Er wird oft als erster Spieler in das Spiel eingewechselt und ist somit der sechste Mann (neben den fünf Startern) der für die Mannschaft das Spielfeld betritt. Dieser Spieler spielt meistens genauso lang wie Starter in der Mannschaft und erzielt ähnliche Statistiken. Meistens kann dieser Spieler mehrere Positionen spielen, wodurch er öfters eingewechselt werden kann (auf mehreren Positionen). Detlef Schrempf zum Beispiel, der erste europäische Sixth Man in der NBA, konnte auf der Small Forward- und der Power Forward-Position spielen. Das Vorhandensein eines guten Sechsten Mannes zeugt oft von einer sehr guten Mannschaft, da der Sixth Man eigentlich talentiert genug wäre um zu starten.

Als Erfinder des Sixth-Man-Konzeptes gilt Red Auerbach, der mit den Boston Celtics in den 1960er Jahren als Coach neun NBA-Meisterschaften gewann.[2] Weil er auf Small Forward die Wahl zwischen dem athletischen Jim Loscutoff und dem technisch starken Frank Vernon Ramsey hatte, löste er das Problem, indem er Loscutoff starten ließ und das Spiel in der Regel mit Ramsey beendete.[3] Weitere Sixth Men der Celtics waren Sam Jones, John Havlicek, Don Nelson und Kevin McHale. Bekannte Sixth Men der 1970er Jahre waren Billy Cunningham (Philadelphia 76ers) und Jerry Lucas (New York Knicks), und in den 1980er Jahren sorgten Bobby Jones (Philadelphia 76ers) und Vinnie Johnson (Detroit Pistons) von der Bank für Gefahr. Bekannte Sixth Men der 1990er Jahre waren Detlef Schrempf und Toni Kukoč, gegenwärtig sind es beispielsweise Manu Ginóbili bei den San Antonio Spurs oder Jason Terry bei den Boston Celtics.

Üblicherweise werden sehr offensivstarke Sixth Man eingesetzt um für zusätzliche Punkte von der Bank zu sorgen. Ausnahmen von der Regel sind ältere Spieler, die nicht mehr das ganze Spiel mit voller Kraft spielen können, aber dies kompensieren, indem sie in begrenzter Zeit mit hoher Intensität spielen (Alonzo Mourning bei den Miami Heat, Bill Walton bei den Boston Celtics, Dikembe Mutombo bei den Houston Rockets).

Der NBA Sixth Man of the Year Award ist eine Auszeichnung der NBA für den „wertvollsten Sixth Man“.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Basketball U on the Sixth Man, nba.com, 8. Oktober 2003
  2. Auerbach's Celtics played as a team, espn.com.
  3. Frank Ramsey, Celtics Sixth Man, espn.com.


Positionsbezeichnungen beim Basketball
Guards Basketball half-court 1. Point Guard Combo Guard (PG/SG)
2. Shooting Guard Swingman (SG/SF)
Forwards 3. Small Forward Point Forward (SF/PG, PF/PG)
4. Power Forward Combo Forward (PF/SF)
Center 5. Center Forward-Center (PF/C)
siehe auch: Starting Five | Sixth Man | Tweener | Backcourt | Frontcourt