Ska Keller

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Ska Keller (2013)

Franziska Maria „Ska“ Keller (* 22. November 1981 in Guben) ist eine deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen). Sie war von 2007 bis 2009 Vorsitzende des Landesverbands Brandenburg der Grünen. Seit 2009 ist sie Mitglied des Europäischen Parlaments.

Leben[Bearbeiten]

Ska Keller studierte Islamwissenschaft, Turkologie und Judaistik an der FU Berlin und der Sabancı Üniversitesi in Istanbul.[1] Sie schloss das Studium 2009 als Magister ab.[2] Keller ist verheiratet mit dem Finnen Markus Drake, mit dem sie in Brüssel lebt.

Politik[Bearbeiten]

Seit 2001 ist sie Mitglied der Grünen Jugend und war von 2001 bis 2004 Beisitzerin in deren Bundesvorstand. Von 2005 bis 2007 war Keller Sprecherin der Vereinigung Junger Europäischer Grüner.

Im Jahr 2002 trat sie der Partei Bündnis 90/Die Grünen bei und war seit 2005 Mitglied im Landesvorstand Brandenburg. Zwischen 2005 und 2009 war sie auch Geschäftsführerin des Grünen Kreisverbandes Spree-Neiße. Im November 2007 wurde sie zusammen mit Axel Vogel zu einer von zwei gleichberechtigten Vorstandssprechern der Brandenburger Grünen gewählt. In diesem Amt engagierte sie sich besonders für ein landesweites Volksbegehren gegen neue Tagebaue in Brandenburg, welches gemeinsam von Parteien und Umweltverbänden initiiert wurde.

Von der Bundesdelegiertenkonferenz in Dortmund 2009 wurde Keller auf Listenplatz 7 der Europawahlliste der Grünen gewählt. Unter dem Motto Nicht nur Opa für Europa zog sie bei der Europawahl am 7. Juni 2009 ins Europäische Parlament ein. Kellers politische Schwerpunkte sind Migration und Asyl, Handel und Entwicklung sowie die Beziehungen der EU zur Türkei. Sie gehört dem Ausschuss für Bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres (LIBE) und dem Ausschuss für internationalen Handel (INTA) an. Des Weiteren gehört Ska Keller der Delegation im Gemischten Parlamentarischen Ausschuss EU-Türkei an.[3] Sie ist Mitglied der Fraktion Grüne/EFA und migrations- sowie handelspolitische Sprecherin.[4] Keller kommentiert ihre politische Tätigkeit in einem Blog.[5]

Keller wurde im Januar 2014 zur Spitzenkandidatin der Europäischen Grünen Partei für die Europawahl 2014 gewählt. Das ist das Ergebnis der „Green Primaries“, der Urwahl, die erstmals nur im Internet erfolgte. Von den abgegebenen Stimmen erhielt Keller 11.791 Stimmen, José Bové mit 11.726 nur knapp weniger. Es folgten Rebecca Harms mit 8.170 und Monica Frassoni mit 5.851 Stimmen. Auf der Bundesdelegiertenkonferenz (7.-9. Februar 2014) von Bündnis 90/Die Grünen in Dresden erhielt Keller 33,8 Prozent der Stimmen und wurde damit auf Platz 3 der Bundesliste der Grünen für die Europawahl nominiert.[6][7]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ska Keller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lebenslauf auf der Website von Ska Keller.
  2. Biographie auf der Website des Europäischen Parlaments.
  3. ska-keller.de
  4. greens-efa.eu
  5. ska-keller.de
  6. Spiegel-Online 29. Januar 2014: "Green Primary": Ska Keller ist Spitzenkandidatin der Europäischen Grünen
  7. European Green Party – Pressemitteilung 29. Januar 2014: Ska Keller and José Bové will lead the Greens in their European campaign