Skabiosen
| Skabiosen | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Glanz-Skabiose (Scabiosa lucida) |
||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
|
||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Scabiosa | ||||||||||||
| L. |
Die Skabiosen (Scabiosa) bilden eine Pflanzengattung aus der Unterfamilie der Kardengewächse (Dipsacoideae) mit etwa 100 Arten in Europa, Asien und Ostafrika.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Merkmale
Die Skabiosen sind einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen. Selten verholzen sie am Grund. Die Stängel sind nicht kantig und besitzen keine Stacheln. Die Blätter sind gegenständig, ungeteilt bis gefiedert. Häufig stehen sie in nicht blühenden Rosetten.
Die Blüten stehen in breiten, lang gestielten Köpfchen, die von ein bis drei Reihen Hüllblättern umgeben sind. Der Außenkelch ist bis zu drei mm hoch, häutig und undeutlich gezähnt. Am Köpfchenboden sitzen Spreublätter. Der Kelch trägt meist vier bis fünf Borsten oder Zähne. Die Krone ist ungleichmäßig fünfzipfelig. Die Randblüten sind strahlig.
Die Früchte sind nussartige, zylindrische, einsamige Schließfrüchte mit acht Furchen.
[Bearbeiten] Etymologie
Mit dem Namen wurden vor Linné mehrere Gattungen mit blauen, kopfigen Blütenständen bezeichnet. Die Herkunft und Bedeutung dieses Namens ist unklar. Sie wird vielfach von lateinisch scabies = Krätze abgeleitet. Auch die Vernakularnamen Grindkraut, Krätzkraut kommen von dieser Verwendung, die sich jedoch lediglich auf Knautia arvensis bezog.
[Bearbeiten] Systematik
Die Gattung Scabiosa wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum, Band 1, Seite 98, erstveröffentlicht[1]. Ein Synonym für Scabiosa L. ist Asterocephalus Zinn.. Manchmal wird die Gattung Sixalix Raf. innerhalb Scabiosa geführt[2].
Die Gattung Scabiosa besteht aus rund 100 Arten, von denen rund 20 auch in Europa vorkommen. Die in Mitteleuropa vorkommenden Arten sind:
- Samt-Skabiose (Scabiosa atropurpurea) in Mitteleuropa kultiviert und selten verwildernd.
- Graue oder Duft-Skabiose (Scabiosa canescens)
- Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria)
- Glanz-Skabiose (Scabiosa lucida)
- Gelbe Skabiose (Scabiosa ochroleuca)
- Südliche Skabiose (Scabiosa triandra)
Weitere Arten:
[Bearbeiten] Quellen
[Bearbeiten] Literatur
- M.A. Fischer, K. Oswald, W. Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. Dritte Auflage, Land Oberösterreich, Biologiezentrum der OÖ Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9
- Siegmund Seybold (Hrsg.): Schmeil-Fitschen interaktiv (CD-Rom), Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2001/2002, ISBN 3-494-01327-6
- Yasi J. Nasir: Dipsacaceae. In: S.I. Ali & M. Qaiser (Hrsg.): Flora of Pakistan. 94, Department of Botany, University of Karachi u.a., Karachi u.a. 1975, Scabiosa, S. 9, OCLC 311348861 (Scabiosa Linn., textgleich mit gedrucktem Werk, Online).
- Deyuan Hong, Liming Ma & Fred R. Barrie: Dipsacaceae In Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 19: Cucurbitaceae through Valerianaceae, with Annonaceae and Berberidaceae. Science Press, Missouri Botanical Garden Press, Beijing, Saint Louis 2011, ISBN 978-1-935641-04-9, S. 359. Scabiosa online, textgleich mit gedrucktem Werk (Abschnitt Beschreibung, Verbreitung und Systematik)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Carl von Linné: Species Plantarum. 1, Stockholm 1753, S. 98 (Erstveröffentlichung von Scabiosa eingescannt bei Biodiversity Heritage Library, Online).
- ↑ GRIN Taxonomy for Plants. Genus: Scabiosa L.. In: Germplasm Resources Information Network. United States Department of Agriculture - Agricultural Research Service, Beltsville Area, abgerufen am 1. Februar 2012 (englisch).