Skagen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Skagen (Begriffsklärung) aufgeführt.

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Dänemark Skagen
Wappen von Skagen
Skagen (Dänemark)
Skagen
Skagen
Basisdaten
Staat: Dänemark
Verwaltungsbezirk: Nordjylland
Landschaftsregion: Vendsyssel
Kommune (seit 2007): Frederikshavn
Koordinaten: 57° 43′ N, 10° 35′ O57.72194444444410.585277777778Koordinaten: 57° 43′ N, 10° 35′ O
Einwohner: (2014[1]) 8.198
Fläche: 143 km²
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner je km²
Postleitzahl: 9990
Partnerstädte: China VolksrepublikVolksrepublik China Qingdao

FinnlandFinnland Seinäjoki
GronlandGrönland Sisimiut
MalaysiaMalaysia Chenderiang
NorwegenNorwegen Farsund
SchwedenSchweden Kristinehamn

Website: www.skagen.dk
Kirche in Skagen
Kirche in Skagen

Skagen ist die nördlichste Stadt Dänemarks. Die Hafenstadt liegt an der Nordspitze von Jütland und ist von langen Sandstränden umgeben. Ihr Hafen, Skagen Havn, gilt als größter Fischereihafen Dänemarks. Die Stadt im Gebiet der Frederikshavn Kommune zählt 8198 Einwohner (Stand 1. Januar 2014)[1] und ist 143 km² groß. Die Gegend um Skagen ist malerisch und wird von vielen flachen, gelben Häusern mit roten Ziegeldächern, die bis an die Strände reichen, bestimmt. Von Frederikshavn aus fährt die Privatbahn Skagensbanen den Badeort an.

Typisch für den Ort sind niedrige Wohnhäuser mit ocker verputzten Fassaden und roten Ziegeldächern mit weißen Dachfugen, die Fischern als Landmarken dienten.

Die ins Meer ragende Landschaft gab dem Ort seinen Namen, der sich aus dem altnordischen Wort skaga herleitet (dt. „herausragen“) bzw. vom altdänischen skaghi (dt. „Landspitze“).[2][3]

Geographie[Bearbeiten]

Nördlich von Skagen befindet sich die flach auslaufende Landspitze Grenen, wo Kattegat und Skagerrak deutlich erkennbar zusammenfließen.

Früher bestand das Gebiet südlich von Skagen fast ausschließlich aus Wanderdünen. Um eine feste Straßenverbindung nach Skagen zu bauen, wurden viele Wanderdünen bepflanzt. Heute noch befinden sich südlich von Skagen die beiden größten Wanderdünen Dänemarks. Die größte ist mit einer Fläche von über 1 km² die Råbjerg Mile, die andere große Wanderdüne ist Sandmilen.

Geschichte[Bearbeiten]

Von 1250 finden sich Spuren, die auf eine erste Besiedlung nördlich des Hügels Fyrbakken schließen lassen. 1299 wurde Skagen erstmals erwähnt; 1413 wurden dem Fischerort die Marktrechte verliehen. 1672 zählte die Stadt – trotz Kriegen, Rückgang der Fischerei, Sturmfluten und Versandung durch Wanderdünen – bereits knapp über 1000 Einwohner.[4]

Im Laufe der Jahrhunderte wurden aufgrund zahlreicher Strandungen mehrere Leuchttürme zur Orientierung der Seeschifffahrt errichtet: 1560 das erste Wippfeuer, 1746 Det Hvide Fyr, 1848 Skagen Fyr bzw. Det Grå Fyr und 1956 Skagen Vest. In den 1870er Jahren begann die Epoche der Skagenmaler, auf die die spezielle Lichtstimmung Skagens einen besonderen Reiz ausübte. 1890 wurde die Bahnstrecke Frederikshavn–Skagen als Schmalspurbahn nach Frederikshavn eröffnet.[4] 1907 erfolgte die Eröffnung des neuen Hafens, Skagen Havn.

Politik und Verwaltung[Bearbeiten]

Seit dem 1. Januar 2007 gehört Skagen, das vorher eine eigene Kommune mit den Ortschaften Skagen, Bunken, Hulsig, Højen, Kandestederne, Skiveren, Tuen und Ålbæk bildete, zur Frederikshavn Kommune. Die Kommune gehört zur Region Nordjylland.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Im Skagenmuseum sind etwa 1100 naturalistische, realistische und impressionistische Werke einer ehemaligen Künstlerkolonie des 19. Jahrhunderts, den Skagenmalern, ausgestellt. Skagen besitzt auch ein Naturhistorisches Museum und ein Bernsteinmuseum.

Die versandete Kirche (Tilsandede Kirke) St. Laurentii liegt 3 Kilometer südwestlich von Skagen in einer Dünenlandschaft östlich der Hauptverkehrsstraße. Die Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert, musste aber wegen Sandflug aufgegeben werden.

Das Naturzentrum Skagen Odde Naturcenter bietet seit Mai 2000 Informationen zu den Themen Sand, Wasser, Wind und Licht zum Verständnis der Naturphänomene, die am Zusammenfluss von Nord- und Ostsee besonders eindrücklich sind.

Unweit der Landspitze Grenen liegt das Grab des dänischen Dichters Holger Drachmann in den Dünen.

Leuchtfeuer[Bearbeiten]

Skagen besitzt mehrere Nachtseezeichen. Am auffälligsten ist der Leuchtturm, der mit 46 m der zweithöchste Dänemarks ist und elektrisch betrieben wird.

Die Einwohner Skagens nennen ihn auch den Grauen Turm. Etwas weiter südlich steht näher am Ort ein ehemaliger Leuchtturm (Weißer Turm), der sich von dem aus Ziegeln gemauerten Wasserturm durch seine weiße Farbe abhebt. In der Nähe steht der Nachbau eines ursprünglich 1560 errichteten Feuerträgers, der einem alten Ziehbrunnen ähnelt. Ein mit brennendem Holz beladener Eisenkorb konnte bei diesem Wippfeuer an einem großen Hebel nach oben gezogen werden und war dadurch weithin sichtbar.

Alle diese drei Leuchtfeuer befinden sich an der Ostseeseite Skagens. Um auch die Seefahrer der Nordsee vor Grenen zu warnen, wurde in Højen (Gammel Skagen) ebenfalls ein Leuchtfeuer errichtet, welches aus einem pyramidenförmigen Holzgestell besteht. 1956 entstand ebenfalls an der Westküste das Leuchtfeuer Skagen West als auffälliger schmaler Betonturm.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Personen mit Beziehung zur Stadt[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistikbanken -> Befolkning og valg -> BEF44: Folketal pr. 1. januar fordelt på byer (dänisch)
  2.  Svend Sørensen: Politikens bog om Nordjylland. 1. Auflage. Politikens Forlag A/S, Kopenhagen 2004, ISBN 87-567-6890-7, Skagen, S. 66 ff. (dänisch).
  3. Bedeutung verschiedener Ortsnamen (dän.) Nordisches Forschungsinstitut der Universität Kopenhagen, 7. Juni 2014
  4. a b  Søren Olsen: Danmarks Købstæder. 1. Auflage. Politikens Forlag A/S, Kopenhagen 2000, ISBN 87-567-6203-8, Skagen, S. 39 ff. (dänisch).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Skagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Skagen – Reiseführer