Skanderborg

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Dänemark Skanderborg
Wappen von Skanderborg
Skanderborg (Dänemark)
Skanderborg
Skanderborg
Basisdaten
Staat: Dänemark
Verwaltungsbezirk: Midtjylland
Kommune (seit 2007): Skanderborg
Koordinaten: 56° 2′ N, 9° 56′ O56.0405972222229.9283444444444Koordinaten: 56° 2′ N, 9° 56′ O
Gegründet: 12. Jahrhundert
Einwohner: (2013[1]) 18.413
Fläche: 143,2 km²
Bevölkerungsdichte: 129 Einwohner je km²
Postleitzahl: 8660 Skanderborg
Partnerstädte: DeutschlandDeutschland Eisenach
Website: www.skanderborg.dk
Die Schlosskirche
Die Schlosskirche

Skanderborg, eine dänische Stadt, befindet sich in Ost-Jütland zwischen Horsens im Süden und Aarhus im Norden am Skanderborgsee.

Geographie[Bearbeiten]

Die Geländetopographie Skanderborgs wird von der späteiszeitlichen Moränenlandschaft Jütlands bestimmt. Kleine Seen und teils bewaldete Hügel säumen die Ortsteile. Im südlichen Teil der Gemeinde befinden sich die höchste bzw. dritthöchste natürliche Erhebung Dänemarks, Møllehøj (170,86 m über NN) und Ejer Bavnehøj (170,35 m), westlich in der Gemeinde liegt der Himmelbjerget (147 m). In der Nachbargemeinde Horsens befindet sich der Yding Skovhøj (170,77 m). Im nahen Auental Illerup Ådal befindet sich nach der Überliefung ein Opferplatz aus vorchristlicher Zeit.

Geschichte[Bearbeiten]

In der Nähe befindet sich der Fundplatz Illerup Ådal aus der Eisenzeit.

Die dänische Reichschronik erwähnt, das der Dänenkönig Waldemar IV. im Winter 1340 in der Nähe Skanderborgs mit seinem Heer die aufständischen Jütländer um Niels Ebbesen geschlagen hat, Ebbesen wurde in der Schlacht getötet.

Schon im Jahr 1166 hatte eine Gruppe Zisterziensermönche vom Kloster Vitskøl die Gründung des Klosterstiftes Øm auf der Insel Den kære Ø (die liebe Insel) vorgenommen. Mit der Gründung des Klosters wurde eine Kirche und mehrere massive Wohn- und Speichergebäude aus Feldsteinen und Ziegeln erbaut sowie als Schutzbauten eine Ringmauer mit Torturm, Palisaden und Gräben errichtet. Die Trockenlegung von Wiesen und Rodung schuf eine landwirtschaftliche Grundlage, die bald Bauern aus umliegenden Orten bewirtschafteten. Das Kloster bestand bis zur Reformation im Jahr 1536, Jens - der letzte Abt - übergab 1560 den stattlichen Landbesitz sowie die Kirche und das Schlafhaus von Emsborg, ... an seinen Landesherren, König Frederik II. Aus den Klostergebäuden und der nun leerstehenden Kirche ließ der König ein kastellartiges Schlossgebäude errichten.

Der Ort Skanderborg hatte sich in der Nähe des Klosters zu einer Handwerker- und Handelssiedlung entwickelt. Sie erhielt 1583 die Stadtrechte von Frederik II. verliehen, der das Schloss vollendete.

Christian IV. wurde hier mit der Schifffahrt vertraut gemacht und Friedrich IV. heiratete hier Sophie Reventlow.

Im Rahmen einer neuen Strukturreform schlossen sich am 1. Januar 2007 die Gemeinden Galten, Hørning und Ry mit Skanderborg (1970-2006; 143,2 km²) zusammen. Das Gesamtgebiet der neuen Skanderborg Kommune beträgt jetzt 436,1 km².

Entwicklung der Einwohnerzahl (jeweils 1. Januar)[1][2]:

  • 1976 - 10.350
  • 1981 - 11.094
  • 1986 - 11.286
  • 1989 - 11.350
  • 1990 - 11.371
  • 1992 - 11.470
  • 1994 - 11.633
  • 1996 - 11.787
  • 1997 - 11.948
  • 1998 - 12.067
  • 1999 - 12.380
  • 2000 - 12.510
  • 2001 - 12.688
  • 2002 - 12.974
  • 2003 - 13.112
  • 2004 - 13.197
  • 2006 - 13.423
  • 2007 - 13.520
  • 2008 - 13.864
  • 2009 - 14.072
  • 2010 - 14.349

Seit 1993 besteht eine Städtepartnerschaft mit der deutschen Stadt Eisenach.

Verkehr[Bearbeiten]

Skanderborg wird sowohl durch die wichtige Eisenbahn von Fredericia nach Aarhus als auch durch die jütländische Nord-Süd-Autobahn (E45), deren Fortsetzung die deutsche A 7 ist, erschlossen. Die Fläche der Stadt Skanderborg beträgt 143,2 km².

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Seit 1980 wird jährlich in einem Wald nahe Skanderborg die Musikveranstaltung "Skanderborg Festival" abgehalten. Es ist bekannt als "Dänemarks schönstes Fest".

Unweit in der Kirche des Ortes liegen die Runensteine von Sønder Vissing

Galerie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Lars Lassen (Hrsg.): Skanderborg Kommune. 6 Auflage. Skanderborg 2007, ISBN 87-991139-2-9, S. 264.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistikbanken -> Befolkning og valg -> BEF44: Folketal pr. 1. januar fordelt på byer (dänisch)
  2. www.statistikbanken.dk → Befolkning og valg → Folketal → Tabelle BEF4A: Folketal pr. 1. januar fordelt på byer (AFSLUTTET)

Weblinks[Bearbeiten]