Skicross

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Startbereich der Skicrosspiste in Arosa

Skicross ist eine Wintersport-Disziplin, die vielseitige skifahrerische Fähigkeiten erfordert. Seit 2010 ist die Freestyle-Sportart olympisch.

Wettkampf[Bearbeiten]

Wie beim Boardercross wird auf einem mit Sprüngen, Wellen und Kurven aus Schnee versehenden Kurs gefahren, bei dem je vier Skifahrer gleichzeitig starten. Gewertet wird im KO-System, die beiden Erstplatzierten (nach Reihenfolge des Zieleinlaufes) steigen in die nächste Runde auf. 32 Herren und 16 Damen treten im KO-Finale an, nach 24 Rennen (Heats) stehen die Sieger fest. Herren und Damen fahren auf derselben Strecke, jeder in seiner Kategorie.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Weltcup gastierte 1998 erstmals in Europa. In der Saison 2000/01 war Premiere der Worldchampiontour. Von der Saison 2001/02 an etablierte die Saab Salomon Crossmax Series diesen Sport weltweit in zehn Ländern. Teil des FIS Freestyle-Skiing-Weltcups wurde Skicross in der Saison darauf. Im November 2006 hat das IOC Skicross zur olympischen Disziplin erklärt.

Fanny Smith (Mitte), die zurzeit erfolgreichste Skicrosserin

Die Entscheidung des IOC über die Aufnahme von Skicross in den olympischen Kanon sorgte für eine Erweiterung der deutschen nationalen Rennserie, der German Skicross Tour. Seit sechs Jahren werden pro Wettkampfsaison national mindestens vier bis sechs Wettbewerbe ausgetragen. Diese nationale deutsche Serie ist die Qualifikationsebene für den Welt- und Europacup. Ohne Starts und Erfahrung in diesem Rahmen wird es nur alpinen Top-Fahrern möglich sein, direkt in den Weltcup einzusteigen.

In der Schweiz ist seit 2009 die Audi Skicross Tour die nationale Skicross Rennserie. Während zehn Renntagen an fünf Wochenenden werden Europacup-, FIS- und Openrennen für die Skicross Elite, ambitionierte Skifahrer und Hobbyfahrer organisiert. Bei den FIS- und Europacuprennen sind nur lizenzierte Läufer zugelassen. An den Openrenntagen gibt es vier Kategorien: Herren/Junioren mit Lizenz, Herren Open, Junioren Open und Damen (mit und ohne Lizenz).

2010 wurde Skicross in Vancouver erstmals bei Olympischen Winterspielen ausgetragen.[1] Erster Olympiasieger in dieser Disziplin ist der Schweizer Mike Schmid vor dem Österreicher Andreas Matt und dem Norweger Audun Groenvold. Bei den Frauen holte sich die Lokalmatadorin Ashleigh McIvor (Kanada) Gold vor Hedda Berntsen aus Norwegen (Silber) und Marion Josserand aus Frankreich (Bronze).

Mit Beginn der Saison 11/12 steigt Audi als World Cup Titelsponsor ein.

Am 10. März 2012 kam der kanadische Skicrosser Nick Zoricic nach einem schweren Sturz beim Weltcup-Finale in Grindelwald ums Leben. Er war der erste Ski Crosser überhaupt, der bei einem Weltcup-Rennen tödlich verunglückte.

Die Sieger der Weltcup-Gesamtwertung 2012/13 im Skicross waren die Schweizer Alex Fiva und Fanny Smith. Die Gewinner der Weltmeisterschaft 2013 in Voss lauteten Jean-Frédéric Chapuis und Fanny Smith. An den Olympischen Winterspielen 2014 erreichte bei den Herren erneut Jean-Frédéric Chapuis und bei den Damen Marielle Thompson den ersten Platz.

Internationale Skicross-Großereignisse[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Skicross – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Skicross ist olympisch DSV, 9. März 2007
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatOlympia-Revanche findet in Arosa statt. In: Südostschweiz.ch. 7. Februar 2014, abgerufen am 7. Februar 2014.