Skicross

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Ski Cross)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Skicross ist eine Wintersport-Disziplin, die vielseitige skifahrerische Fähigkeiten erfordert. Seit 2010 ist die Sportart olympisch.

Inhaltsverzeichnis

Wettkampf [Bearbeiten]

Wie beim Boardercross wird auf einem mit Sprüngen, Wellen und Kurven aus Schnee versehenden Kurs gefahren, bei dem je vier Skifahrer gleichzeitig starten. Gewertet wird im KO-System, die beiden Erstplatzierten (nach Reihenfolge des Zieleinlaufes) steigen in die nächste Runde auf. 32 Herren und 16 Damen treten im KO-Finale an, nach 24 Rennen (Heats) stehen die Sieger fest. Herren und Damen fahren auf derselben Strecke, jeder in seiner Kategorie.

Geschichte [Bearbeiten]

Der Weltcup gastierte 1998 erstmals in Europa. In der Saison 2000/01 war Premiere der Worldchampiontour. Von der Saison 2001/02 an etablierte die Saab Salomon Crossmax Series diesen Sport weltweit in zehn Ländern. Teil des FIS Freestyle-Skiing-Weltcups wurde Skicross in der Saison darauf. Im November 2006 hat das IOC Skicross zur olympischen Disziplin erklärt.

Deutschlandlastige Artikel Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Staaten zu schildern.

Die Entscheidung des IOC über die Aufnahme von Skicross in den olympischen Kanon sorgte für eine Erweiterung der deutschen nationalen Rennserie, der German Skicross Tour. Seit sechs Jahren werden pro Wettkampfsaison national mindestens vier bis sechs Wettbewerbe ausgetragen. Diese nationale deutsche Serie ist die Qualifikationsebene für den Welt- und Europacup. Ohne Starts und Erfahrung in diesem Rahmen wird es nur alpinen Top-Fahrern möglich sein, direkt in den Weltcup einzusteigen.

2010 wurde diese Disziplin in Vancouver erstmals bei Olympischen Winterspielen ausgetragen.[1] Erster Olympiasieger in dieser Disziplin ist der Schweizer Mike Schmid vor dem Österreicher Andreas Matt und dem Norweger Audun Groenvold. Bei den Frauen holte sich die Lokalmatadorin Ashleigh McIvor (Kanada) Gold vor Hedda Berntsen aus Norwegen (Silber) und Marion Josserand aus Frankreich (Bronze).

Mit Beginn der Saison 11/12 steigt AUDI als World Cup Titelsponsor ein.

Am 10. März 2012 kam der kanadische Skicrosser Nick Zoricic nach einem schweren Sturz beim Weltcup-Finale in Grindelwald ums Leben. Er war der erste Ski Crosser überhaupt, der bei einem Weltcup-Rennen tödlich verunglückte.

Internationale Skicross-Großereignisse [Bearbeiten]

  • 2005: 1. Weltmeisterschaft in Ruka (FIN)
  • 2006: 1. Junioren-Weltmeisterschaft in Krasnoe Ozero (RUS)
  • 2007: 2. Weltmeisterschaft in Madonna di Campiglio (ITA)
  • 2007: 2. Junioren-Weltmeisterschaft in Airolo (SUI)
  • 2009: Skicross-Weltcup in Innichen (ITA)
  • 2010: Olympische Winterspiele, Vancouver (CAN)
  • 2011: 1. FIS Ski Cross Weltcup in Grasgehren / Deutschland
  • 2012: FIS Skicross World Cup - Nachtrennen in Oberndorf in Tirol (AUT)
  • 2012: FIS Ski Cross World Cup - Doppelveranstaltung in Bischofswiesen / GER
  • 2012: FIS Junioren WM in Airolo/ITA geht an Julia Eichinger / GER (einzige JWM Medaille im DSV in der Saison 11/12)
  • 2013: FIS Freestyle WM mit Ski Cross in Voss / NOR

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Skicross ist olympisch DSV, 9. März 2007