Skiathlon

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Der Skiathlon ist eine Disziplin im Skilanglauf, die seit 2003 ausgetragen wird. Im Prinzip ist der Skiathlon ein Jagdrennen, bei dem die Pause zwischen den beiden Läufen durch einen fliegenden Wechsel ersetzt wird.

Beim Skiathlon wird die erste Hälfte des Rennens in der klassischen Technik und die zweite Hälfte des Rennens in der moderneren Skating-Technik gelaufen. Die Athleten gehen im Massenstart auf die Strecke und wechseln nach der Hälfte der zurückzulegenden Distanz in dafür vorgesehenen Wechselboxen ihre Skier und Stöcke.

Die Langlaufdisziplin Skiathlon wird auch Verfolgung, Doppelverfolgung oder Ski-Duathlon genannt. Die Herren gehen über die Distanz von 30 Kilometern, die Damen laufen 15 Kilometer.

Bei den Olympischen Winterspielen 2010 im kanadischen Vancouver gewann der Schwede Marcus Hellner die Goldmedaille, vor Tobias Angerer aus Deutschland und Hellners Teamkollegen Johan Olsson. Bei den Damen wurde die Norwegerin Marit Bjørgen Olympiasiegerin. Silber ging an Anna Haag aus Schweden und Bronze an die Polin Justyna Kowalczyk.

Bei der Nordischen Ski-WM 2011 in Oslo gewann der Norweger Petter Northug die Goldmedaille vor den Russen Maxim Wylegschanin und Ilja Tschernoussow. Bei den Damen sicherte sich die Norwegerin Marit Bjørgen den Weltmeistertitel und verwies die Polin Justyna Kowalczyk sowie die Norwegerin Therese Johaug auf die Plätze.

Bei den Olympischen Winterspielen 2014 im russischen Sotschi gewann die Norwegerin Marit Bjørgen die Goldmedaille, vor Charlotte Kalla aus Schweden und Bjørgens Teamkollegin Heidi Weng. Bei den Herren konnte sich der Schweizer Dario Cologna vor dem Schweden Marcus Hellner und Martin Johnsrud Sundby aus Norwegen durchsetzen.